In der II. Liga Mitte hat der ASV Pöttsching am Freitagabend gegen den SV Rohrbach mit 1:5 verloren. Die Gäste stellten mit zwei frühen Treffern die Weichen und legten nach der Pause rasch das 3:1 nach. Trainer Hannes Friesenbichler sprach von einem über weite Strecken dominanten Auftritt und sah genau darin den Grund für den klaren Auswärtssieg.

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Rohrbach war vom Anpfiff weg in der Partie, und genau das stellte Friesenbichler nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt. "Wir waren von Beginn an dominierend, sehr präsent im Zweikampfverhalten, in der Laufbereitschaft und auch mit unserem Kombinationsspiel", sagte der Trainer. Diese Überlegenheit war nicht nur im Auftreten zu sehen, sondern schlug sich auch schnell im Ergebnis nieder. Lukas Wenninger brachte die Gäste in der 10. Minute in Führung und legte in der 23. Minute das 0:2 nach. Friesenbichler sprach von guten Kombinationen und davon, dass seine Mannschaft dem Spiel sofort ihren Stempel aufdrücken wollte. Erst in der Phase vor der Pause sah er einen kleinen Bruch. Pöttsching habe anfangs versucht, ein Pressing aufzuziehen, später etwas mehr Ballbesitz gehabt, wirklich gefährlich sei es aber kaum geworden. Der Anschlusstreffer von Danijel Trajilovic zum 1:2 in der 41. Minute fiel aus einem Elfmeter, mit dem der Rohrbach-Coach überhaupt nicht einverstanden war. "Der Elfmeter gegen uns hat mich maßlos geärgert", sagte Friesenbichler, betonte aber gleichzeitig, dass seine Mannschaft defensiv trotzdem sehr gut gestanden sei.
Entscheidend wurde dann die Phase direkt nach dem Seitenwechsel. In der Halbzeit habe man einiges angesprochen, was noch besser laufen müsse, erzählte Friesenbichler, und seine Mannschaft setzte das laut Trainer sofort um. "Wir sind rausgekommen und waren von Anpfiff an wieder sehr dominant", sagte er. Das 1:3 in der 52. Minute, das als Eigentor von Tim Alois Reitbauer in der Statistik steht, war für ihn der Schlüsselmoment der Partie. "Das frühe 3:1 hat das Spiel komplett auf unsere Seite gebracht", meinte Friesenbichler. Danach blieb Rohrbach am Drücker und nutzte die nächste starke Phase zum weiteren Ausbau der Führung. In der 72. Minute erhöhte Tobias Wendl auf 1:4. Friesenbichler hob dabei die Vorarbeit von Sandro Mandl besonders hervor: "Er hat den Ball super ins Zentrum gespielt, wo Tobias Wendl verwerten konnte." Nur drei Minuten später kam auch noch das 1:5 dazu, das als Eigentor von Jonas Tschögl gewertet wurde. Für den Rohrbach-Trainer war damit klar, dass seine Mannschaft die Partie endgültig entschieden hatte.
Gerade die Art, wie die Tore zustande kamen, gefiel dem Rohrbach-Trainer. Zwar waren mit den Eigentoren von Tim Alois Reitbauer und Jonas Tschögl auch zwei unglückliche Aktionen aus Sicht der Gastgeber dabei, Friesenbichler wollte das aber ausdrücklich nicht nur dem Zufall zuschreiben. "Das muss man auch einmal produzieren", sagte er und erklärte, dass seine Mannschaft immer wieder über die Seite durchgekommen sei und scharfe Bälle in die Mitte gebracht habe. Für Verteidiger werde es dann naturgemäß schwierig, wenn sie Richtung eigenes Tor arbeiten müssten. Besonders zufrieden war er mit dem Auftritt im Zentrum. "Da waren wir gegenüber den letzten Wochen viel präsenter, und das ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte Friesenbichler. Aus seiner Sicht war genau diese Präsenz ein ganz wesentlicher Grund dafür, dass Pöttsching über weite Strecken nicht richtig ins Spiel kam. "Außer dem Elfmeter hatten sie, glaube ich, nur noch einen weiteren Schuss auf unser Tor", meinte der Trainer. Auch deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft als sehr geschlossen und kontrolliert.
Unter dem Strich war der 5:1-Auswärtssieg für Friesenbichler deshalb keine Frage einzelner Szenen, sondern das Ergebnis eines klaren Plans und einer konsequenten Umsetzung über fast die gesamte Spielzeit. "Wir haben vieles umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben, und auch das in der zweiten Halbzeit umgesetzt, was wir in der Pause korrigiert haben", sagte der Rohrbach-Trainer. Dass ihn der Strafstoß gegen seine Mannschaft geärgert habe, verschwieg er nicht, gleichzeitig wollte er daraus aber kein großes Thema machen. "Ansonsten hatte der Schiedsrichter das Spiel gut im Griff", meinte er. Entscheidender blieb für ihn ohnehin etwas anderes. Rohrbach war vom Start weg präsent, ließ sich vor der Pause nur kurz bremsen und zog nach dem frühen 1:3 sofort wieder davon. "So geht das 5:1 voll in Ordnung", sagte Friesenbichler. Genau diese Mischung aus Dominanz, Laufbereitschaft und Kontrolle im Zentrum nimmt Rohrbach aus Pöttsching mit.