In der II. Liga Mitte hat sich ASK Marz im wichtigen Sechs-Punkte-Spiel gegen ASK Weppersdorf mit 2:0 durchgesetzt und sich nach einer langen Geduldsprobe endlich belohnt. Trainer Thomas Urbanek sah seine Mannschaft über weite Strecken klar überlegen, nur die Chancenverwertung hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Zwei späte Tore machten den Heimsieg dann doch noch fix.

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Für Urbanek war schon der Start ein Hinweis darauf, in welche Richtung diese Partie gehen würde. „Wir sind von der ersten Minute voll im Spiel gewesen“, sagte der Marzer Trainer, und genau so beschrieb er auch den Verlauf der Anfangsphase. Bereits nach zwei Minuten habe seine Mannschaft eine gute Kopfballchance vorgefunden, danach habe man das Spiel bis zur 20. oder 25. Minute „total im Griff“ gehabt. Marz war das aktivere Team, kam immer wieder in gefährliche Räume und erspielte sich mehrere Möglichkeiten, auch wenn nicht jede Aktion sauber zu Ende gespielt wurde. Die einzige Phase, in der Weppersdorf laut Urbanek wirklich für Unruhe sorgen konnte, entstand um die 25. Minute, als die Gäste einen guten Konter setzten. Da musste der Marzer Tormann im Eins-gegen-Eins eingreifen und hielt seine Mannschaft im Spiel. Aus dem Konzept brachte diese Szene die Gastgeber aber nicht. Urbanek betonte, dass seine Elf danach weiter ruhig geblieben sei und vor der Pause noch drei Topchancen gehabt habe, bei denen der Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor landete. So ging es trotz klarer Vorteile nur mit einem 0:0 in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sah Urbanek seine Mannschaft dann noch druckvoller. „Dann war es eigentlich ein Spiel auf einer schiefen Ebene“, sagte er, und der Eindruck aus seiner Sicht war eindeutig: Marz blieb am Drücker, schnürte Weppersdorf ein und kam im zweiten Durchgang laut Trainer auf eine ganze Reihe hochkarätiger Möglichkeiten. Urbanek sprach in Summe von rund 15 sehr guten Torchancen, dazu kamen ein Lattentreffer und ein Stangenschuss. Mehrmals sei der Ball knapp am Tor vorbeigegangen, mehrmals habe auch der Weppersdorfer Tormann stark reagiert und sein Team lange im Rennen gehalten. Deshalb, so schilderte es der Marzer Coach, habe es zwischendurch „schon ein bissl nach einem 0:0 gerochen“, obwohl die Gastgeber das Spiel fest in der Hand hatten. Die Erlösung kam erst in der 80. Minute: Nach einer Standardsituation traf Matej Skreptak per Kopf zum 1:0. Damit war der Widerstand der Gäste gebrochen. In der 89. Minute legte Frantisek Lady noch das 2:0 nach und machte einen Heimsieg fix, der aus Sicht des Trainers längst fällig war.
Urbanek fand nach dem Schlusspfiff viele positive Worte für den eigenen Auftritt und hob vor allem die Art und Weise hervor, wie seine Mannschaft das Spiel angelegt hatte. „Die Einstellung war top. Wir waren super in den Zweikämpfen, wir waren aggressiv, wir waren spielerisch sehr, sehr gut“, sagte er. Aus seiner Sicht lag der größte Unterschied zwischen den beiden Teams in genau dieser spielerischen Komponente. Marz habe viel Ballbesitz gehabt, den Ball laufen lassen und in den richtigen Momenten entweder ruhig weitergespielt oder schnell in die Tiefe umgeschaltet. Auch über die Seiten sei seine Mannschaft immer wieder gut durchgekommen. Gleichzeitig wollte Urbanek den Gegner nicht kleinreden. Weppersdorf habe lange gut verteidigt und habe mit seinen schnellen Spielern im Umschalten immer wieder für Unruhe gesorgt. „Sie haben lange die Null gehalten und sind im Konter immer für gefährliche Situationen gut“, meinte der Trainer. Hinten ließ Marz nach seiner Einschätzung aber insgesamt wenig zu, abgesehen von der großen Möglichkeit in der ersten Hälfte und einem Schuss nach der Pause. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte sich Urbanek einverstanden und sprach von einer „sehr guten Schiedsrichterleistung“.
Gerade weil sich Marz in den vergangenen Wochen laut Urbanek für ordentliche Leistungen zu selten belohnt hatte, hatte dieser Abend für die Gastgeber ein besonderes Gewicht. Der Trainer sprach offen davon, dass allen bewusst gewesen sei, „dass es ein Sechs-Punkte-Spiel ist“ und dass diese Bedeutung auch in den Köpfen der Spieler angekommen sei. Entsprechend zufrieden war er damit, dass seine Mannschaft diesmal über die vollen 90 Minuten konzentriert blieb und sich nicht von der ausgelassenen Chancenflut verrückt machen ließ. „Die haben das auch wirklich sehr, sehr gut umgesetzt“, sagte Urbanek über seine Elf. Luft nach oben sieht er trotzdem, und zwar klar im Abschluss. „Da muss man einfach mehr als zwei Tore machen und den Sack viel früher zumachen“, stellte er fest. Unterm Strich überwog für den Marzer Trainer aber die Erleichterung, weil seine Mannschaft den Aufwand diesmal auch auf die Anzeigetafel brachte. Zum Abschluss schickte Urbanek noch Genesungswünsche an den Stürmer aus Weppersdorf, der sich am Knie verletzt hat. Sportlich nahm Marz mit diesem 2:0 jedenfalls genau die Punkte mit, die in so einem direkten Duell besonders zählen.