In der II. Liga Mitte hat sich SV Draßmarkt am Samstag mit einem 1:1 von SC Neudörfl getrennt. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte Daniel Feher die Gastgeber in Minute 75 voran, ehe Mathias Richter nur drei Minuten später antwortete. Neudörfl-Trainer Stefan Valenka sprach von einer rassigen Partie, lobte das konsequente Gegenhalten seiner Mannschaft und nahm einen Punkt mit, mit dem die Gäste letztlich leben konnten.

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Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die Valenka treffend auf einen einfachen Nenner brachte: „Von Anfang an war es eine rassige, schnelle Partie mit Chancen auf beiden Seiten.“ Gerade vor der Pause ging das Spiel hin und her, ohne dass eine Mannschaft den letzten Ball setzen konnte. Der Trainer erinnerte daran, dass Draßmarkt in der ersten Halbzeit „einige Möglichkeiten“ vorfand, während Neudörfl unter anderem mit einem Fernschuss selbst gefährlich wurde. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen, und genau dieses Bild passte zu einem Abend, an dem lange vieles offen blieb.
Dass seine Mannschaft auf diesem Platz bestehen würde, war für Valenka vor allem eine Frage der Haltung. „Wir haben gewusst: Draßmarkt ist sehr heimstark auf dem kleinen Platz und sehr zweikampfstark. Da müssen wir dagegenhalten“, sagte der Neudörfl-Trainer. Genau das habe sein Team umgesetzt. „Das hat meine Mannschaft wirklich sehr gut gemacht“, meinte Valenka und schob nach, dass er „auch in spielerischer Hinsicht sehr zufrieden“ gewesen sei. Dazu kam die Wachsamkeit bei ruhenden Bällen. Draßmarkt sei „bei Standardsituationen immer sehr gefährlich“, sagte er, und räumte ein, dass seine Elf in diesen Momenten „einige Male auch das nötige Glück“ gehabt habe.
Aus Sicht der Gäste drehte sich die Partie in Minute 75 um eine Szene, die Valenka auch nach Schlusspfiff noch deutlich ansprach. Daniel Feher brachte Draßmarkt mit 1:0 in Führung, doch der Neudörfl-Coach sah davor eine Fehlentscheidung. Er schilderte die Situation so: „Dominik Hemmelmayer antizipiert das sehr gut, der gegnerische Stürmer lupft den Ball, und Moritz Lackner klärt auf der Linie mit der Brust.“ Dass danach auf Strafstoß entschieden wurde, konnte Valenka nicht nachvollziehen. „Dass der Linienrichter sich da einmischt und auf Elfmeter zeigt, war für mich eine klare Fehlentscheidung“, sagte er. Neudörfl blieb aber nicht lange hängen. Nur drei Minuten später stellte Mathias Richter auf 1:1, und damit war das Spiel sofort wieder offen.
Mit dem Ausgleich war die Partie noch nicht erledigt. Valenka sagte selbst, dass Draßmarkt danach noch Möglichkeiten auf den Sieg hatte. Gleichzeitig war auch für Neudörfl noch mehr drin. „Wir hatten in der 92. Minute noch eine Standardsituation, wo Altin Tafalari über das Tor köpft“, berichtete der Trainer. Gerade weil die Gastgeber immer wieder Druck machten und weil die Partie insgesamt offen blieb, ordnete er das Remis nüchtern ein: „Somit muss man mit dem Punkt zufrieden sein.“ Viel Zeit zum langen Rückblick will man sich in Neudörfl nicht nehmen. „Wir nehmen den Punkt mit und konzentrieren uns schon auf nächste Woche auf das Heimspiel“, sagte Valenka.