In der II. Liga Mitte hat sich der ASV Draßburg im Heimspiel gegen den SV Oberloisdorf mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach einem torlosen ersten Durchgang brachte ein Eigentor von Richard Papp die Gastgeber zwar in Front, Peter Janos Nemeth glich in der Schlussphase aber noch aus. Trainer Josef Kühbauer sprach von einem gerechten Unentschieden, sah seine Mannschaft insgesamt aber doch etwas näher am Sieg.

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Der Spielverlauf war aus Sicht der Draßburger genau so, wie es Josef Kühbauer schon im Vorfeld erwartet hatte. Der Trainer sprach nach der Partie von einem „erwartet schweren Spiel gegen Oberloisdorf“ und machte damit gleich klar, dass es kein offener Schlagabtausch war. Stattdessen entwickelte sich eine Begegnung, in der beide Mannschaften taktisch ordentlich arbeiteten und nur wenig zuließen. Das spiegelte sich auch im Halbzeitstand wider, denn mit dem 0:0 nach 45 Minuten war schon deutlich zu sehen, dass klare Möglichkeiten Mangelware bleiben würden. Kühbauer formulierte es treffend: „Es waren taktisch gute Mannschaften am Werk, es wurden wenig Torchancen herausgespielt.“ Gerade deshalb hatte jeder kleine Fehler und jede saubere Aktion im weiteren Verlauf besonderes Gewicht.
Nach der Pause schien das Spiel dann in Richtung der Gastgeber zu kippen. In der 52. Minute ging Draßburg durch ein Eigentor von Richard Papp mit 1:0 in Führung und hatte damit genau jene Ausgangslage, die in so einer engen Partie viel wert sein kann. Kühbauer hatte auch den Eindruck, dass seine Mannschaft dem Sieg näher war als der Gegner. „Wir waren ein bissel näher am Sieg“, sagte der Draßburg-Trainer, schob aber sofort den entscheidenden Punkt nach: „Wir haben die wenigen Chancen, die wir herausgespielt haben, nicht genutzt.“ Genau dort verortete er auch den Grund, warum aus der Führung kein Heimsieg wurde. Im Umschaltspiel seien „viele falsche Entscheidungen“ getroffen worden, dazu sei „der letzte Pass schlecht gespielt“ worden. Für Kühbauer war damit klar, warum das zweite Tor ausblieb und warum Oberloisdorf im Spiel blieb.
Weil Draßburg nicht nachlegen konnte, blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Oberloisdorf trat auch in Draßburg entsprechend unangenehm auf. „Sie sind kompakt gestanden in einer Fünferkette und haben das sehr gut gespielt“, erklärte der Trainer und unterstrich damit, warum sich seine Mannschaft so schwertat, zu klaren Abschlüssen und zu sauberen letzten Pässen zu kommen. In der 82. Minute fiel dann doch noch der Ausgleich durch Peter Janos Nemeth. Gerade dieses Gegentor störte Kühbauer, weil er mit dem Defensivverhalten in dieser Szene nicht zufrieden war. „Im Großen und Ganzen haben wir souverän gespielt. Bis auf das Gegentor, da haben wir sehr schlecht verteidigt“, sagte er. Das 1:1 fühlte sich deshalb für Draßburg nicht wie ein ganz verlorener Nachmittag an, aber eben auch nicht wie ein Spiel, aus dem man alles herausgeholt hat.
So blieb am Ende ein Remis, das Kühbauer zwar als „gerechtes Unentschieden“ einordnete, das aus Sicht der Gastgeber aber trotzdem ein kleines Stück unvollendet wirkte. Seine Erklärung dafür fiel klar aus: „Die letzte Entschlossenheit, der letzte Pass, noch mehr Nachdruck auf das zweite Tor“ – genau das habe seiner Mannschaft gefehlt. Diese Aussage passt zum gesamten Spielbild, das von wenigen Chancen und kleinen Unterschieden geprägt war. Draßburg hatte über weite Strecken Ordnung im Spiel und ließ sich auf keine wilde Partie ein, belohnte sich nach der Führung aber nicht mit dem zweiten Treffer. Für Draßburg bleibt damit ein Punkt und die Erkenntnis, dass in solchen engen Spielen oft genau jener eine saubere Pass und ein letzter Schritt mehr den Unterschied machen.