In der II. Liga Mitte hat SV Rohrbach gegen SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf einen 3:0-Heimsieg geholt. So klar das Ergebnis am Ende auch aussieht, Trainer Hannes Friesenbichler sprach von einer Partie, die lange offen blieb. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft hinten kaum etwas zuließ und in der Schlussphase mit dem zweiten und dritten Treffer endgültig alles klarmachte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Abend begann für Rohrbach mit einem schnellen Erfolgserlebnis, denn Tobias Wendl brachte die Gastgeber bereits in der 4. Minute mit 1:0 nach vorne. Friesenbichler machte im Gespräch aber deutlich, dass dieser frühe Treffer nicht automatisch für Sicherheit sorgte. "Die erste Viertelstunde war ein etwas verfahrenes Spiel", sagte der Rohrbach-Coach. Gerade im Mittelfeld bekam seine Mannschaft in dieser Phase wenig Ruhe hinein, weil der Gegner sehr aggressiv gegen den Ball arbeitete und Rohrbach im eigenen Ballbesitz immer wieder unter Druck setzte. Erst danach kippte das Spiel nach Meinung des Trainers zunehmend auf die Seite seiner Elf. "Ab Minute 20 haben wir das Spiel gut in den Griff bekommen", so Friesenbichler, der dann eine Mannschaft sah, die zunehmend das Kommando übernahm.
Mit dieser besseren Kontrolle wuchs auch die Zahl der Rohrbacher Möglichkeiten. Friesenbichler sprach davon, dass seine Mannschaft sich "die eine oder andere Chance" erspielte und in dieser Phase über weite Strecken das aktivere Team war. Trotzdem blieb der Spielstand bis zur Pause bei diesem knappen 1:0. Genau das war aus Sicht des Trainers der Punkt, der den Auftritt zwar ordentlich, aber eben noch nicht rund machte. "Das Einzige, was uns gefehlt hat, war der Torerfolg", sagte er. Noch deutlicher wurde er später mit Blick auf die Chancenverwertung: "In Wahrheit hatten wir Chancen für drei Spiele." Deshalb ging es für Rohrbach trotz optischer Vorteile mit einem Spielstand in die Kabine, der den Gästen alle Möglichkeiten offenließ und die Partie weiter eng hielt.
Auch nach dem Seitenwechsel wollte Rohrbach laut Friesenbichler wieder rasch "das Zepter übernehmen". Ganz so schnell gelang das aber nicht, weil es erneut etwas dauerte, bis sich klare Abschlüsse ergaben. Der Trainer hob dann besonders das 2:0 hervor, das in der 76. Minute durch Lukas Wenninger fiel. Er sprach von einem "wunderschön herausgespielten" Konter nach einem Ballgewinn nahe des eigenen Strafraums und einem tiefen Pass aus der eigenen Hälfte. Wenninger blieb alleine vor dem Tor ruhig und stellte auf 2:0. Für Friesenbichler war genau das der Knackpunkt: "Der entscheidende Moment war, dass wir das 2:0 gemacht haben und relativ zügig das Dritte nachgelegt haben. Somit war der Sack zu." Dieses dritte Tor folgte in der 82. Minute, als Tobias Wendl mit seinem zweiten Treffer des Abends den 3:0-Endstand besorgte.
Dass Rohrbach am Ende verdient als Sieger vom Platz ging, leitete Friesenbichler vor allem von der Arbeit gegen den Ball ab. "Bis auf eine Chance haben wir eigentlich nichts zugelassen", sagte er und lobte ausdrücklich die gesamte Defensivreihe. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf vor allem in der Anfangsphase ein unangenehmer Gegner war. "Die ersten 24 Minuten hat es der Gegner im Zentrum richtig gut gemacht", meinte der Trainer und hob dabei besonders Thorsten Lang hervor, der mit seinen Zweikämpfen immer wieder störte. Umso wichtiger war aus Rohrbacher Sicht, dass diese Phase ohne Gegentor überstanden wurde. "Der absolute Key Point ist natürlich die Defensive. Wenn du keine Chancen zulässt, wirst du auch kaum Tore bekommen und somit wirst du immer etwas Zählbares mitnehmen." Unterm Strich stand damit ein klarer Heimsieg, bei dem Rohrbach vieles richtig machte, sich das Leben mit der ausgelassenen Chancenfülle aber lange selbst schwer hielt.