Spielberichte

„Im Ballbesitz haben wir oft falsche Entscheidungen getroffen“ : Neudörfl gibt späte Führung noch aus der Hand

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SC Neudörfl
SC Lockenhaus-Rattersdorf

In der II. Liga Mitte hat sich SC Neudörfl am Freitagabend in einem packenden Heimspiel mit Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf 2:2 getrennt. Nach torloser erster Hälfte schien Neudörfl mit dem 2:1 in der Nachspielzeit schon ganz nah am Sieg, ehe noch der späte Ausgleich fiel. Co-Trainer Markus Valenka sprach danach von einem starken Auftritt gegen den bisher stärksten Gegner, ärgerte sich aber darüber, dass seine Mannschaft die letzte Führung nicht ins Ziel brachte.


Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgeglichenes Spiel, dann ging es nach der Pause schnell

Neudörfl war von Beginn an sofort da. Markus Valenka verwies auf eine ganz frühe Möglichkeit und sagte: „Wir hatten in der ersten Minute eine sehr gute Chance.“ Danach lief die Partie aus seiner Sicht über weite Strecken auf Augenhöhe, auch wenn er leichte spielerische Vorteile bei den Gästen sah. „Dann war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten spielerischen Vorteilen für Lockenhaus“, so der Co-Trainer. Zur Pause stand es 0:0, ehe die Begegnung nach dem Seitenwechsel rasch Fahrt aufnahm. In der 48. Minute brachte Max Lackner die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Valenka hob diesen Treffer besonders hervor und meinte: „Das 1:0 war ein spektakuläres Tor von unserer Nummer neun mit der Ferse.“ Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht. Nur fünf Minuten später stellte Giuliano Luigi Milici für Lockenhaus auf 1:1, womit die Partie früh in der zweiten Halbzeit wieder offen war.

Aggressiv gegen den Ball, mit Ball oft zu hastig

Dass Neudörfl gegen einen spielstarken Gegner bestehen konnte, führte Valenka vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Wir waren sehr aggressiv und giftig gegen den Ball“, sagte er, und genau das war aus seiner Sicht eine der großen Stärken seines Teams an diesem Abend. Gleichzeitig verschwieg er nicht, warum sich seine Mannschaft in manchen Phasen nicht öfter entlasten konnte. „Im Ballbesitz haben wir oft falsche Entscheidungen getroffen und zu überhastet abgeschlossen“, erklärte Valenka. Gerade in einem Spiel gegen einen Gegner, der fußballerisch viel mitbringt, wog das entsprechend schwer. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt. Über Lockenhaus fand er deutliche Worte: „Der Gegner war mit Abstand bisher die stärkste Mannschaft, gegen die wir angetreten sind. Spielerisch sehr gut mit herausragenden Einzelspielern. Wir haben trotzdem ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Diese Einschätzung erklärt auch, warum das Remis aus Neudörfler Sicht nicht nur Enttäuschung, sondern auch Bestätigung enthielt.

Nachspielzeit mit zwei Toren: erst Gökmen, dann Rubendunst

Richtig bitter wurde es für Neudörfl erst ganz am Ende. In der 93. Minute schien die Partie auf die Seite der Gastgeber zu kippen, als Arda Gökmen das 2:1 erzielte. Nach einem intensiven Abend und einem Gegner, dem Valenka große Qualität bescheinigte, war das schon sehr nahe am vollen Erfolg. Doch Lockenhaus kam noch einmal zurück und traf in der 97. Minute durch Sascha Rubendunst zum 2:2. Genau in dieser letzten Phase sah Valenka den Grund, warum es am Ende nicht zum Sieg reichte. „Wir haben es nach der späten 2:1-Führung nicht geschafft, den Ball in unseren eigenen Reihen zu halten und den Sieg über die Runden zu bringen“, sagte er. Damit brachte er den Knackpunkt des Abends klar auf den Punkt. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war mehr als in Ordnung. Es gab wenige strittige Situationen“, stellte Valenka fest. So bleibt für Neudörfl ein Remis, das wegen des späten Ausgleichs schmerzt, das aber auch zeigt, dass man selbst gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe voll dagegenhalten kann.

II. Liga Mitte: Neudörfl : Lockenhaus-Rattersdorf - 2:2 (0:0)

  • 97
    Sascha Rubendunst 2:2
  • 93
    Arda Gökmen 2:1
  • 53
    Giuliano Luigi Milici 1:1
  • 48
    Max Lackner 1:0