In der II. Liga Nord setzte sich der UFC Tadten im Derby beim FC Andau mit 3:1 durch. Der Auswärtssieg nahm noch vor der Pause Fahrt auf: Lukas Hoffmann traf in Minute 41 per Elfmeter, Milán Szimhardt legte nur zwei Minuten später nach. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Armin Burian schnell, ehe Andaus Bencze Zoltan Sipöcz zum 1:3 verkürzte. „Unser Matchplan ist aufgegangen“, sagte Tadtens Trainer Michael Pittnauer, der vor allem den Doppelschlag vor der Pause und das hohe Tempo seiner Mannschaft hervorhob.

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Michael Pittnauer hatte seine Elf klar ausgerichtet. „Wir wussten, dass der FC Andau viele personelle Veränderungen vornehmen muss und daher eher defensiv agieren wird“, erklärte der Trainer. Also lautete der Auftrag: Gegner herauslocken, das Tempo hochhalten, schnell in die Tiefe spielen. „Unser Matchplan war, sie rauszulocken und schnell in die Tiefe zu spielen und das Tempo hochzuhalten, um Chancen zu kreieren.“ Entscheidend war für ihn, dass Tadten den Schwung der Anfangsphase nicht verlor und sich für den Aufwand auch belohnte. „Ganz wichtig war in der ersten Halbzeit, dass wir das 1:0 machen. Wenn die Partie länger 0:0 steht, würde das Andau zugutekommen.“ Genau das verhinderten die Gäste mit viel Energie und klarem Zug Richtung Tor.
Die Druckphase mündete in der 41. Minute im Führungstreffer: Lukas Hoffmann verwandelte einen Elfmeter zum 0:1. Pittnauer ordnete die Szene so ein: Angriff über links, der tiefe Ball auf Milán Szimhardt, der auf dem Weg durch war – dann das Foul. „Der Elfmeter war glasklar. Das haben auch die Andauer gesagt“, betonte er. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Stich: In Minute 43 behauptete Szimhardt links den Ball, drehte sich um seinen Gegenspieler und schob ins lange Eck – 0:2, „hochverdient“, wie Pittnauer es nannte. Mit diesem Polster ging es in die Pause (0:2). Kaum wieder am Platz, legte Tadten nach: Armin Burian stellte in der 48. Minute auf 0:3. Andau meldete sich zwar durch Bencze Zoltan Sipöcz (57.) zum 1:3 zurück, doch die Gäste blieben konsequent und brachten den Vorsprung über die Zeit.
In seiner Analyse hob Pittnauer zwei Punkte hervor: die Präsenz von Beginn an und die Arbeit gegen den Ball. „Gut funktioniert mittlerweile, dass wir ab der ersten Sekunde auf dem Platz sind und die Partie nicht verschlafen.“ Gleichzeitig mahnte er Schärfe im Abschluss ein: „Wir müssen die Chancenverwertung verbessern, nach dem 2:0, 3:0 auch auf das vierte Tor gehen und nicht zu fahrlässig werden.“ Unterschied im Derby? „Vielleicht wollten wir den Derbysieg ein bisschen mehr“, sagte er, verwies aber auf einen tapferen Gegner: „Für die vielen Ausfälle haben es die Andauer gut gemacht.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter hat eine sehr gute Leistung geboten – ein sehr faires Derby.“ Mit dem Dreier steht Tadten nach 22 Runden bei 32 Punkten auf Rang acht, einen Zähler vor Andau. „Wenn wir unseren Matchplan einhalten – wir haben viel Qualität –, werden wir auch in den nächsten Spielen erfolgreich sein. Wichtig ist, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen“, blickte Pittnauer voraus.