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Nach starkem Herbst sieht Bader Handlungsbedarf: "Im Frühjahr muss etwas geschehen"

SC Gattendorf

In der II. Liga Nord hat SC Gattendorf eine Saison mit zwei sehr unterschiedlichen Phasen hinter sich. Trainer Dietmar Bader blickt auf einen starken Herbst zurück, ehe das Frühjahr laut eigener Einschätzung deutlich schwächer verlief. Rang acht mit 37 Punkten ist deshalb für ihn kein Ergebnis, das man einfach abhakt. "Gut funktioniert hat der Herbst. Weniger gut funktioniert hat dann das Frühjahr", sagt Bader und ergänzt klar: "Hier muss auf alle Fälle etwas geschehen."


Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Von Rang drei bis auf Platz acht

Dass Bader von einer Saison mit zwei Gesichtern spricht, lässt sich auch an den Zahlen gut ablesen. Gattendorf arbeitete sich im Verlauf des Herbsts Schritt für Schritt nach vorne, lag zwischen Runde 11 und Runde 17 durchgehend auf Platz drei und hatte sich damit im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Im Frühjahr ging diese Linie aber verloren. In den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft nur noch zwei Punkte, spielte 0:0 gegen Andau und 1:1 gegen Steinbrunn, dazu kamen Niederlagen gegen Illmitz, Deutsch Jahrndorf und zuletzt ein 0:2 in Hornstein. Aus dieser Entwicklung wurde am Ende Rang acht. Bader bringt den Unterschied zwischen den beiden Saisonhälften ohne große Umschweife auf den Punkt: "Gut funktioniert hat der Herbst. Weniger gut funktioniert hat dann das Frühjahr." 

Ausfälle, Verkäufe und ein Sommer mit Bewegung

Als Gründe für den Rückgang nennt Bader mehrere Faktoren, die sich aus seiner Sicht spürbar ausgewirkt haben. "Aufgrund verschiedenster Faktoren wie Ausfälle, Verkäufe und dergleichen hat das Frühjahr weniger gut funktioniert", sagt der Gattendorf-Coach. Gerade deshalb wird der Sommer im Kader nicht ruhig verlaufen. Den Verein verlassen haben Branislav Fratric, Tiep Pham Thanh, Norbert Schalling und Maximilian Bernthaler. Bei Schalling geht es dabei nicht nur um das Ende als Spieler, sondern auch um eine Veränderung abseits des Platzes. Neu dazugekommen sind Erik Michowczak, Maros Kardos und Michael Lager. Bader hat damit früh umrissen, wo die Baustellen liegen: Es geht nicht nur um einen normalen Umbruch, sondern auch darum, nach einem schwächeren Frühjahr wieder mehr Stabilität in den Kader und in die Leistung zu bekommen.

Jubiläum im Verein, personelle Änderungen im Umfeld

Nicht nur sportlich ist in Gattendorf derzeit einiges in Bewegung. Der Verein hat am vergangenen Wochenende sein 100-jähriges Jubiläum gefeiert, und auch im Umfeld stehen Veränderungen an. "Wir hatten das hundertjährige Vereinsjubiläum letztes Wochenende und nach diesem Fest werden einige Funktionäre aufhören und neue werden hinzukommen", sagt Bader. Besonders hervor hebt er dabei noch einmal Norbert Schalling, der sowohl als Spieler als auch als Funktionär aufhören wird. Damit verändert sich der Klub in diesem Sommer nicht nur im Kader, sondern auch organisatorisch. Für einen Verein wie Gattendorf ist das keine Kleinigkeit, weil solche Wechsel meist weit über den Spielbetrieb hinausreichen. Es ist also ein Sommer, in dem mehrere Themen gleichzeitig bearbeitet werden müssen: die sportliche Aufarbeitung des Frühjahrs, personelle Anpassungen in der Mannschaft und Änderungen im Vereinsumfeld.

Ein Leistungsträger und ein Ausfall zum Vorbereitungsstart

Wenn es um einzelne Spieler geht, bleibt Bader trotz allem bei einer mannschaftlichen Sicht. "Eigentlich waren wir bis zum Schluss eine kompakte Einheit, daher möchte ich hier keinen hervorheben", sagt er. Einen Namen nennt er dann aber doch: "Vielleicht Andreas Schulcz, der ein wirklicher Leistungsträger geworden ist." Gleichzeitig macht der Trainer klar, dass auch andere Spieler noch zulegen müssen. "Andere könnten folgen, aber müssen noch an der Leistung schrauben." Zum Start der Vorbereitung muss Gattendorf außerdem auf Philipp Huszar Rücksicht nehmen. Der Spieler ist laut Bader im letzten Spiel in Hornstein umgeknöchelt und hat sich im Knöchel Bänder eingerissen. "Dementsprechend wird er bei der Saisonvorbereitung zumindest in den ersten beiden Wochen nicht dabei sein." Auch das ist ein Punkt, der in die nächsten Wochen hineinspielt. Beeindruckt hat Bader in der Liga vor allem SC Rust, doch der Blick geht in Gattendorf nun vor allem nach innen. Der Herbst hat gezeigt, dass in dieser Mannschaft einiges steckt. Das Frühjahr hat ebenso klar gezeigt, dass der Trainer mit seinem Handlungsbedarf nicht danebenliegt.