Der Aufstieg hat beim Neuling der II. Liga Nord, dem USC Wallern, die Maßstäbe sofort verschoben: Statt bloß den Schwung aus der Rückrunde mitzunehmen, will sich der Verein in der neuen Klasse rasch behaupten. „Ich bewerte die abgelaufene Saison sehr, sehr positiv“, sagt Wolfgang Fischer, Trainer des USC Wallern, im Gespräch mit Ligaportal. Der Winterwechsel auf der Trainerbank brachte sportlich den erhofften Effekt, nun soll der Aufsteiger auch in der neuen Liga bestehen, ohne seine Linie zu verlieren.

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Dass die Ausgangslage in Wallern derzeit ausgesprochen positiv ist, hat vor allem mit den Monaten nach der Winterpause zu tun. Fischer übernahm die Mannschaft erst im Winter und erlebte anschließend eine Rückrunde, die den Verein direkt nach oben führte. Zehn Siege, ein Unentschieden und nur eine Niederlage aus zwölf Spielen sprechen eine klare Sprache. „Wir haben die Rückrunde sehr, sehr gut abgeschlossen“, sagt Fischer. „Damit haben wir den Aufstieg fixiert. Ein großes Lob an die Mannschaft.“
Diese Zahlen stehen nicht nur für eine gelungene Halbserie, sondern auch für einen klaren Umschwung. Wallern hat die Saison nicht einfach ordentlich beendet, sondern ihr noch eine klare Richtung gegeben. Dazu passt auch der Blick auf die letzten Partien: In den abschließenden acht Spielen blieb die Mannschaft ohne Niederlage und gab nur noch beim 0:0 gegen den UFC Purbach am See Punkte ab. Für einen Trainer, der erst während der Saison übernommen hat, ist das eine bemerkenswerte Bilanz.
Der personelle Umbau fällt vorerst klein aus. Lukas Haider, Innenverteidiger, hängt seine Schuhe an den Nagel und Flügelspieler Sebastian Pichler verlässt den USC. Neu dazugekommen ist mit Konstantin Dacic vom SC/ESV Pandorf ebenfalls ein Innenverteidiger. Schon daran lässt sich ablesen, wo der USC Wallern im Sommer zunächst angesetzt hat: Die Defensive bleibt ein Bereich, in dem Stabilität gefragt ist.
Größere Nebenschauplätze gibt es derzeit nicht. Verletzte oder längere Ausfälle nennt Fischer ebenso wenig wie Änderungen im Trainerstab oder besondere Themen im Vereinsumfeld. Das schafft für die Vorbereitung einen klaren Rahmen. Statt auf Unruhe oder ständige Kaderkorrekturen reagieren zu müssen, kann sich der Aufsteiger auf die sportliche Arbeit konzentrieren.
Genau dort setzt Fischer auch inhaltlich an. Nach dem erfolgreichen Frühjahr soll sich Wallern nicht auf dem Erreichten ausruhen, sondern sein Spiel weiterentwickeln. „In der Vorbereitung wollen wir natürlich wieder die Grundlagen für die neue Saison bilden, aber natürlich auch taktisch uns weiterentwickeln“, sagt der Trainer. Der Anspruch geht also über reine Fitnessarbeit hinaus. „Wir wollen variantenreich werden und unser System noch verfeinern.“
Das ist für einen Aufsteiger ein klarer Ansatz. Wallern will die neue Liga nicht nur mit Einsatz und Euphorie annehmen, sondern mit einer Mannschaft, die auf verschiedene Spielsituationen reagieren kann. Gerade gegen Gegner, die in der II. Liga Nord andere Anforderungen stellen als noch im Aufstiegsjahr, könnte diese Flexibilität entscheidend sein.
Bei den Zielen formuliert Fischer seine Vorstellungen klar. Der USC Wallern will nicht in eine Saison gehen, in der von Beginn an nur Schadensbegrenzung betrieben wird. „Natürlich wollen wir als Aufsteiger mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, sagt er. Entscheidend sei, „uns so schnell wie möglich in der neuen Liga zu etablieren“.
Darüber hinaus nennt der Trainer auch eine konkrete Marke: „Unser Ziel ist es, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.“ Für den USC Wallern beginnt damit eine Saison, in der der Aufstieg nicht mehr gefeiert, sondern bestätigt werden soll. Die starke Rückrunde hat dafür das Vertrauen geschaffen. Nun muss die Mannschaft zeigen, wie weit sie dieses Hoch auch eine Liga höher tragen kann.