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"Wir haben die Anfangsphase verschlafen" – Winden kommt nach 0:3 noch bis auf ein Tor heran

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USC Wallern
FC Winden

In der II. Liga Nord schrammte FC Winden bei USC Wallern an einer späten Aufholjagd vorbei und verlor 2:3. Nach einem 0:3 kurz nach der Pause kämpften sich die Gäste durch Treffer von Fabian Teufl und Mustafa Atik noch einmal zurück. Co-Trainer David Pototschnig machte vor allem die verschlafene Anfangsphase, zu viele einfache Fehler und die Rote Karte als Gründe für die Niederlage aus.


Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Winden läuft früh hinterher

Aus Sicht der Gäste nahm das Spiel gleich zu Beginn eine Richtung, die Winden danach lange hinterherlaufen ließ. "Wir haben die Anfangsphase ein wenig verschlafen", sagte Pototschnig, und genau so beschrieb sich auch das Bild der ersten Minuten. Das frühe 1:0 in der 10. Minute, das im Ticker Michael Speckl zugeschrieben wird und von Pototschnig als unglückliches Eigentor geschildert wurde, brachte Wallern rasch auf Kurs. Winden brauchte danach einige Zeit, um besser in die Partie zu finden, kam aber noch vor der Pause zu einer großen Möglichkeit auf den Ausgleich. Marco Mravec traf dabei nur die Stange. Statt mit einem 1:1 in die Kabine zu gehen, setzte es im Gegenzug noch einen weiteren Rückschlag: Erik Takac stellte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0 für die Gastgeber.

Nach dem 0:3 kommt Winden noch einmal zurück

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Winden keinen guten Start. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Lukas Cambal auf 3:0, und damit schien die Partie zunächst klar verteilt zu sein. Gerade dieser Moment macht den weiteren Verlauf aus Windener Sicht aber bemerkenswert, weil die Gäste eben nicht aufsteckten. "Unsere Mannschaft hat allerdings nicht aufgegeben", betonte Pototschnig, und seine Elf lieferte darauf eine sofortige Antwort. Fabian Teufl verkürzte in der 52. Minute auf 3:1, nur drei Minuten später brachte Mustafa Atik die Gäste sogar auf 3:2 heran. Plötzlich war Winden wieder voll da. "Wir waren dann stärker im Spiel, waren am Drücker", sagte der Co-Trainer. Aus einem scheinbar entschiedenen Spiel wurde wieder eine offene Angelegenheit, in der die Gäste den Ausgleich spürbar suchten.

Rote Karte bremst die Aufholjagd, Pototschnig lobt die Moral

Die entscheidende Entlastung für Wallern kam dann in Minute 61 mit der Roten Karte gegen Leonard Lukac. Pototschnig machte keinen Hehl daraus, dass diese Szene für den weiteren Verlauf ein wesentlicher Punkt war. "Spielentscheidend war sicherlich auch die rote Karte", sagte er, ordnete aber zugleich ein, dass Winden schon davor zu viele einfache Fehler gemacht habe. "Wir müssen einfach stabiler sein oder die Fehler minimieren", forderte er, weil Wallern diese Fehler "eiskalt ausgenutzt" habe. Trotz Unterzahl sah er danach aber weiter eine Mannschaft, die an den Punktgewinn glaubte. "Wir haben dennoch zu zehnt weiterhin auf den Ausgleich gespielt", so Pototschnig. Zwei, drei gute Möglichkeiten auf das 3:3 blieben laut seiner Einschätzung ungenutzt. Neben dem sportlichen Verlauf verwies er auch auf diskussionswürdige Entscheidungen, blieb dabei aber bei der Sache. Unterm Strich überwog für ihn trotz der ersten Niederlage der Respekt vor der eigenen Mannschaft: "Hut ab vor der Mannschaftsmoral und der mentalen Leistung der Mannschaft." Für Winden wird es nun darum gehen, genau diese Moral mitzunehmen und gleichzeitig die Lehren aus dem Beginn dieser Partie zu ziehen: von der ersten Minute an hellwach sein und in der Defensive weniger einfache Fehler anbieten.

II. Liga Nord: Wallern : Winden - 3:2 (2:0)

  • 55
    Mustafa Atik 3:2
  • 52
    Fabian Teufl 3:1
  • 47
    Lukas Cambal 3:0
  • 46
    Erik Takac 2:0
  • 10
    Eigentor durch Michael Speckl 1:0