Spielberichte

SV Stegersbach, Trainer Matthias Dürnbeck: „Wenn wir unseren Fußball durchbringen, gehen wir als Sieger vom Platz.“

SV Stegersbach
SV Kukmirn

Im Burgenland war es das erwartete Topspiel: Nach dem 3:1 in der II. Liga Süd gegen den SV Redlove Kukmirn ordnet SV-Stegersbach-Trainer Matthias Dürnbeck die Lage ein. Für ihn stand die Gerechtigkeit des Ausgangs außer Frage: „Das Ergebnis war gerecht.“ Gleichzeitig beschreibt er eine Partie mit zwei Gesichtern – vor der Pause viel Kontrolle und zahlreiche Chancen, nach dem Seitenwechsel mehr Druck von Kukmirn. Dürnbeck hob die defensive Stabilität in Phasen des gegnerischen Anlaufens hervor und verwies auf Konter als Nadelstiche. Prägend waren zeitweise viele kleine Fouls und Unterbrechungen – Intensität statt Leichtfüßigkeit. Personell musste Stegersbach früh nach der Pause reagieren, was den Rhythmus zusätzlich beeinflusste. Insgesamt überwiegt bei Dürnbeck Zufriedenheit mit Reife, Disziplin und einer Mannschaft, die in kritischen Momenten geschlossen auftrat.


Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Zwei Halbzeiten, zwei Gesichter

Dürnbeck schildert den Verlauf klar: „In der ersten Halbzeit sind wir sehr dominant aufgetreten – sie hat ganz klar uns gehört. Wir hätten das Spiel aufgrund vieler Großchancen schon vor der Pause entscheiden müssen; es hätte höher als 2:0 stehen müssen. In der zweiten Halbzeit war Kukmirn die bessere Mannschaft und hatte zwei Großchancen. Trotzdem haben wir alles wegverteidigt und waren am Ende der verdiente Sieger.“ Die Eckdaten unterstreichen dieses Bild: Olivér Tihanyi stellte in der 27. und 37. Minute auf 1:0 und 2:0, zur Pause hieß es 2:0. Nach dem Anschluss von Mihael Rebernik (2:1) in der 71. Minute blieb Stegersbach stabil und setzte in der Schlussphase den entscheidenden Treffer durch Lukas Faulend (3:1) in der 83. Minute.

Intensität statt Streitpunkte

Phasenweise dominierte der Kampf um jeden Meter. Dürnbeck fasst zusammen: „Es wurde versucht, sehr attraktiven Fußball zu spielen, aber in einem Topspiel sind immer kleine Nickligkeiten dabei. Entsprechend gab es eine Phase mit vielen kleineren Fouls und zahlreichen Unterbrechungen.“ Gleichzeitig betont er: „Eigentlich gab es keine strittigen Szenen.“ Auch bei ruhenden Bällen sah er wenig Brisanz: „Keine Auffälligkeiten.“ Standards spielten sich vorwiegend in der Mittelfeldzone ab, echte Gefahr entstand daraus selten. Beim Ballbesitz sah Dürnbeck eine klare Trennung zwischen den Hälften: vor der Pause dominanter Auftritt seiner Mannschaft, nach der Pause mehr Kontrolle bei Kukmirn – mit wirksamer Defensivarbeit und gelegentlichen Kontern als Antwort.

Verletzungen, Anerkennung und Ausblick

Unmittelbar nach Wiederbeginn musste Stegersbach umstellen: Vier Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte wurde Stürmer Olivér Tihanyi verletzungsbedingt ausgewechselt; später folgte ein weiterer Wechsel aus demselben Grund. Trotz der Ausfälle zieht Dürnbeck den Hut vor Team und Gegner. Über den Kontrahenten sagt er: „Ein Kompliment möchte ich dem Gästetrainer aussprechen, der meiner Meinung nach aus Kukmirn eine Top-Mannschaft geformt hat und sicher im Südburgenland zu den besten Trainern zählt.“ Zugleich lobt er die eigene Truppe: „Und das zweite Kompliment möchte ich meiner Mannschaft aussprechen, da wir derzeit sehr viele verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren müssen und die Mannschaft das sehr gut macht und dementsprechend gute Leistungen zeigt. Das will ich anerkennen.“ Mit Blick auf die nächste Aufgabe bleibt der Ton ambitioniert und selbstbewusst: „Der nächste Gegner wird eine sehr schwierige Aufgabe, weil sie bis jetzt eigentlich jede Partie gewonnen haben und zu Recht dort stehen, wo sie in der Rückrunde stehen. Es wird für uns eine schwierige Partie, aber wenn wir unsere Leistung abrufen, die wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben, müssen wir die Favoritenrolle annehmen.“

II. Liga Süd: Stegersbach : Kukmirn - 3:1 (2:0)

  • 83
    Lukas Faulend 3:1
  • 71
    Mihael Rebernik 2:1
  • 37
    Olivér László Tihanyi 2:0
  • 27
    Olivér László Tihanyi 1:0