Ein offenes, temporeiches Auswärtsspiel beim SK Unterschützen prägte den Samstag für Trainer Lukas Halwachs und den SC Grafenschachen in der II. Liga Süd. Aus seiner Sicht bestimmten mutige Offensivphasen und hohes Tempo das Geschehen; zur Pause führte sein Team mit 2:0 und blieb auch nach dem Seitenwechsel im Umschalten sehr gefährlich. Gleichzeitig war die mangelnde Effizienz ein zentrales Thema: Mehrere klare Möglichkeiten blieben ungenutzt, weshalb die Partie bis in die Schlussphase spannend blieb. Halwachs zeigte sich zufrieden mit der taktischen Umsetzung und dem Verhalten in den unterschiedlichen Spielphasen, richtete den Blick aber bereits nach vorne – mit dem klaren Vorsatz, die Abschlüsse zu schärfen, bevor der Tabellenführer wartet. Am Ende stand ein 4:2-Auswärtssieg.

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Der Grafenschachener Trainer erlebte eine Begegnung mit offenem Visier und zahlreichen Aktionen in den gefährlichen Zonen. „Wir haben es am Ende eine Spur besser ausgespielt und uns sehr viele klare Torchancen erarbeitet, die wir leider nicht gut genug verwertet haben.“ Besonders präsent sind ihm vergebene Großchancen: „In der ersten Hälfte hatten wir zwei Superchancen aufs leere Tor, nach der Pause noch einmal eine identische Szene aus zwei Metern – und wir trafen nicht.“ Das Fazit: „Wir hätten das Spiel viel früher entscheiden können und dann ein entspannteres Spiel gehabt. Stattdessen blieb es bis zum Schluss spannend, weil wir die Chancen nicht gemacht haben.“
Im Rückblick ordnet Halwachs das Kräfteverhältnis über die Spielphasen klar ein: „In der ersten Hälfte hatten wir mehr Ballbesitz.“ Nach dem Seitenwechsel kippte der Ballbesitz phasenweise zu Unterschützen, „aber wir waren dann im Umschalten sehr, sehr gefährlich.“ Seine Mannschaft überzeugte zudem mit Struktur im eigenen Spiel: „Im Ballbesitz hatten wir sehr klare Abläufe und sind daraus immer wieder gefährlich geworden.“ Auch die Herangehensweise passte: „Wir haben wie in den letzten Wochen gespielt, den Plan gut an den Gegner angepasst und dessen Systemumstellung erwartet. Taktisch haben wir das gut gelöst.“
In der ersten Hälfte bot sich Grafenschachen eine sehr gute Kopfballchance für Marko Dusak, die ungenutzt blieb. Gleichzeitig blieb die Heimmannschaft bei ruhenden Bällen brandgefährlich – „Unterschützen war bei Standards sehr gefährlich.“ Diskussionsstoff lieferte eine Szene vor der Pause: „Beim Stand von 2:0 für uns hätten wir aus meiner Sicht einen klaren Elfmeter bekommen müssen, der uns nicht gegeben wurde.“ Insgesamt fiel das Urteil über das Gespann positiv aus: „Der Schiedsrichter hat das Spiel gut geleitet und im Griff gehabt.“ Zu den Torschützen: Für Grafenschachen trafen Stefan Hettlinger und Michael Strobl jeweils doppelt, für Unterschützen netzten Marco Helmig und Zeyran Ergül.