Spielberichte

Lukas Halwachs (Trainer SC Grafenschachen): "Es war sicher nicht unsere beste Leistung"

Grafenschachen
Bad Tatzmannsdorf

In der II. Liga Süd setzte sich der SC Grafenschachen am Samstag knapp mit 1:0 gegen Bad Tatzmannsdorf durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte fiel die Entscheidung spät, und zwar zugunsten der Hausherren. Trainer Lukas Halwachs sprach von einem zähen Abend mit wenigen Möglichkeiten auf beiden Seiten und einem Spiel, das „gefühlt auf ein Unentschieden hinausläuft“. Am Ende reichte eine sauber zu Ende gespielte Aktion für drei Punkte.


Spieler steht mit einem Fuß auf einem Ball

Foto von Jonathan Ward auf Unsplash

Ein zähes Spiel, entschieden in Minute 72

Vom Start weg war es die erwartete enge Partie. „Bad Tatzmannsdorf war am Anfang ein bisschen überlegen“, schilderte Lukas Halwachs den Auftakt. Grafenschachen brauchte einige Minuten, um Zugriff zu bekommen, doch es blieb insgesamt chancenarm. „Es war von beiden Seiten eher ein chancenarmes Spiel“, so der Coach, und das passte zum Halbzeitstand von 0:0. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild nur wenig: viel Arbeit im Mittelfeld, wenig klare Abschlüsse. Dann kam der Moment, der den Unterschied machte. In Minute 72 fiel das 1:0: Michael Oberrisser netzte für Grafenschachen. Der Trainer zeichnete die Szene nach: „Wir hatten einen langen Ball von Fabio Pimperl. Er bringt den Ball zur Mitte, Michael Oberrisser schießt aus 13, 14 Metern ins kurze Eck.“ Danach blieben die Hausherren aufmerksam, ließen wenig zu und brachten den knappen Vorsprung konzentriert über die Zeit.

„Nicht unsere beste Leistung“ – Halwachs lobt die Defensive und Ehrlichkeit

In seiner Analyse nahm Halwachs kein Blatt vor den Mund. „Es war sicher nicht unsere beste Leistung“, hielt er fest und verwies darauf, dass seine Mannschaft zwar alles reingeworfen habe, spielerisch aber Luft nach oben ließ. Was funktionierte, war die Arbeit gegen den Ball: „Wir haben dann ganz okay verteidigt.“ Entscheidend war die Null hinten, die dem Trainer sichtbar gefiel: „Wir haben zu null gespielt und das ist schon auch erfreulich.“ Den Gegner ordnete er fair ein: „Bad Tatzmannsdorf hat es eh versucht. Wir hatten Phasen, wo wir Probleme hatten. Sie waren sehr ambitioniert und haben bis zum Schluss versucht, den Ausgleich zu erzielen.“ Trotzdem behielt Grafenschachen die Nerven: „Wir haben das dann ganz okay wegverteidigt“, sagte Halwachs – eine nüchterne, aber treffende Zusammenfassung eines Abends, an dem Stabilität wichtiger war als Glanz.

Zu null, drei Punkte und der Blick nach vorne

Der Matchplan ging am Ende über die Defensive auf. Ein Spiel, das „gefühlt auf ein Unentschieden hinauslief“, kippte mit dem Treffer von Michael Oberrisser zur rechten Zeit auf die Seite der Gastgeber. Für die Tabelle bedeutet der Dreier, dass Grafenschachen nach 27 Runden bei 46 Punkten bleibt und weiter in der oberen Region unterwegs ist, während Bad Tatzmannsdorf mit 18 Zählern im unteren Bereich rangiert. Das sagt viel über die Bedeutung dieses Ergebnisses für die Hausherren, aber auch über die Hartnäckigkeit der Gäste, die bis zum Schluss drängten. Der Trainer nahm vor allem das Zu-null und die Effizienz mit – und den klaren Auftrag: Defensiv diese Stabilität halten, vorne wieder mehr Durchschlagskraft finden.

II. Liga Süd: Grafenschachen : Bad Tatzmannsdorf - 1:0 (0:0)

  • 72
    Michael Oberrisser 1:0