In der II. Liga Süd hat SV Marsch Neuberg am Samstag gegen USV Autohaus Fortmüller Neuhaus mit 0:4 verloren. Für die Gäste war vor allem der Beginn der Partie der Schlüssel, wie Trainer Stefan Ortauf nach dem Schlusspfiff klar herausstrich. Zwei frühe Treffer brachten Neuhaus rasch auf Kurs, danach blieb seine Mannschaft laufstark, diszipliniert und ließ Neuberg diesmal kaum in die Partie kommen.

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Den starken Beginn meinte Ortauf, als er sagte: „Der Grundstein zum Erfolg wurde in den ersten fünfzehn Minuten gelegt. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und haben uns gleich mit zwei frühen Toren belohnt.“ Schon in der 4. Minute brachte Alex Kanalas die Gäste mit 1:0 in Führung. Neuhaus war damit sofort im Spiel und legte wenig später nach. In der 17. Minute erhöhte David Jakab auf 2:0, womit die Partie früh eine klare Richtung bekam. Bis zur Pause blieb es bei diesem Zwischenstand, doch aus Sicht der Gäste war zu diesem Zeitpunkt bereits viel von dem zu sehen, was der Trainer nachher hervorhob: ein wacher Beginn, Konsequenz in den ersten Aktionen und die frühe Belohnung auf der Anzeigetafel.
Dass Neuhaus diesen Vorsprung nicht nur verwaltete, sondern sich die Führung mit der Art des Auftritts erarbeitete, war für Ortauf der eigentliche Kern des Nachmittags. „Entscheidend waren die Einstellung, der Ehrgeiz und der Wille, dieses Spiel zu gewinnen“, sagte der Trainer. Damit beschrieb er nicht irgendeinen allgemeinen Eindruck, sondern genau die Basis für das klare Ergebnis. Neuhaus war laut seinem Coach in vielen Situationen früher am Ball, führte die Zweikämpfe aggressiver und kam gerade deshalb auch zu den besseren Möglichkeiten. „Wir waren meistens schneller am Ball, haben die Zweikämpfe aggressiver geführt und sind dadurch zu den größeren und besseren Torchancen gekommen“, fasste Ortauf zusammen. Aus seiner Sicht war der Sieg also nicht nur eine Frage der Tore, sondern vor allem eine Folge der konsequenteren Arbeitsweise über weite Strecken.
Diese Konsequenz riss auch nach dem Seitenwechsel nicht ab. Neuhaus nahm das 2:0 nicht als Signal zum Zurückziehen, sondern blieb im Spiel und baute die Führung weiter aus. In der 60. Minute stellte Thomas List auf 3:0 und sorgte damit endgültig für klare Verhältnisse. Dass David Jakab in der 82. Minute noch sein zweites Tor des Tages zum 4:0 nachlegte, passte ins Bild eines Auftritts, bei dem aus Sicht des Trainers offensiv wie defensiv vieles ineinandergriff. „Das Offensiv- wie auch das Defensivspiel hat gut funktioniert. Wir hatten eine hohe Laufbereitschaft, haben sehr diszipliniert verteidigt und uns am Ende mit einer sehr guten Leistung belohnt“, sagte Ortauf. Gerade diese Verbindung aus sauberer Arbeit gegen den Ball und klarer Zielstrebigkeit nach vorn machte an diesem Nachmittag den Unterschied.
Für Neuberg fand Ortauf trotz des deutlichen Resultats dennoch respektvolle Worte. „Neuberg ist auch eine gute Mannschaft, hatte an diesem Tag aber letztendlich wenig entgegenzusetzen“, meinte der Neuhaus-Trainer. Mehr wollte er in diese Partie auch gar nicht hineininterpretieren. Der Fokus blieb ganz auf der Leistung seiner Mannschaft. Für Neuhaus ist dieses 4:0 in der 13. Runde deshalb mehr als nur ein klarer Auswärtssieg. Es ist ein Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt, weil die Mannschaft laut ihrem Trainer in beiden Richtungen des Spiels überzeugt hat und die starke Anfangsphase bis zum Ende in ein deutliches Ergebnis ummünzen konnte.