"Wir haben in der Winterpause an drei Hallenturnieren teilgenommen, ernst genommen haben wir aber nur den eigenen Bandenzauber, wo wir Zweiter geworden sind. Bei den Turnieren in Neuberg und Oberwart waren vorwiegend Spieler der zweiten Mannschaft und einige Junge dabei", weiß Hannes Winkelbauer, Spielertrainer des SV Güssing. Nach einer durchwachsenen Herbstsaison - von der Abstiegszone ist man nur durch zwei Punkte getrennt - geht der Tabellenzwölfte der BVZ Burgenlandliga mit einem runderneuerten Kader in die Rückrunde, stehen drei Abgängen zwei Neuerwerbungen gegenüber.
Mit Mathias Kedl (Eltendorf), Peter Jandrisevits (Götzendorf) und Norbert Kerek, der in die dritte ungarische Liga gewechselt ist, stehen drei Spieler im neuen Jahr nicht mehr zur Verfügung. "Jandrisevits muss aus beruflichen Gründen kürzer treten und Kedl hat uns nicht zuletzt aufgrund der Neuzugänge verlassen. Zudem hat es mit Kerek im Herbst einige Probleme gegeben, hat es einfach nicht gepasst", begründet Winkelbauer die drei Abgänge.
Auf der Suche nach Verstärkungen sind die Güssinger im Ausland fündig geworden und konnten mit David und Matej Vinkovic ein Brüderpaar aus Slowenien verpflichten. "David ist 1,90 Meter groß und ein bulliger Mittelstürmer. Matej ist ein Offensivspieler und kann sowohl als Zehner agieren, aber auch an den Seiten eingesetzt werden. Mit 23 bzw. 22 Jahren sind die beiden noch jung, sprechen zudem Deutsch und wollen sich bei ihrer ersten Auslandsstation für höhere Aufgaben empfehlen", stellt der Spielertrainer die beiden Neuzugänge vor. Da Kevin Zinkel und Michael Kulovits nach Kreuzbandrissen wieder ins Training eingestiegen und auch Paul Oswald und Christoph Witamwas nach einer Physiotherapie wieder fit sind, steht wieder der gesamte Kader zur Verfügung, hat der SV Güssing das Transferprogramm somit abgeschlossen.
Hannes Winkelbauer und seine Mannen bereiten sich bereits seit 7. Januar auf die Rückrunde vor. "Wir sind bislang vorwiegend gelaufen und haben auf Kunstrasen trainiert. Da wir die Physis optimieren wollen, haben wir relativ früh begonnen, legen jedoch in den Energieferien eine Pause ein", so Winkelbauer. Am Samstag berstreiten die Güssinger das erste von sieben Testspielen und treffen dabei auf Grafenschachen. Obwohl der "Strich" bedrohlich nahe ist, ist man in Güssing davon überzeugt, mit dem Abstieg am Ende nichts zu tun zu haben. "Natürlich müssen wir aufpassen, aber ich denke, dass wir uns im Frühjahr von der gefährlichen Zone entfernen werden. Nicht zuletzt aufgrund der beiden neuen Offensivspieler gehe ich davon aus, dass wir in der Rückrunde mehr Spiele gewinnen werden als im Herbst. Darum sollten wir uns im weiteren Saisonverlauf im Mittelfeld der Tabelle präsentieren können", blickt Hannes Winkelbauer der entscheidenden Phase der Meisterschaft vorsichtig optimistisch entgegen.
Redaktion