Nach der desaströsen 2:7-Niederlage gegen Jennersdorf stand der ASK Horitschon in der 19. Runde der Burgenland-Energie Landesliga vor der nächsten Herkulesaufgabe: Mit dem souveränen Tabellenführer MSV 2020 gastierte ausgerechnet das Maß aller Dinge im heimischen Stadion. Vor dem Anpfiff stellte sich daher die zentrale Frage, ob Trainer Luca Wirtitsch seine Mannschaft mental wieder aufrichten und das Debakel aus den Köpfen verbannen konnte – oder ob gegen den Ligaprimus der nächste Rückschlag drohte, der die Abstiegssorgen weiter verschärfen würde. Trotz der 1:2-Niederlage zeigten die Hausherren jedoch keine Nachwirkungen der 2:7-Schlappe und boten den Gästen über weite Strecken durchaus Paroli.
Die Hausherren begannen das Match druckvoll und voller Elan. In der ersten Viertelstunde hatte Horitschon mehr vom Spiel und durch Bastian Lehner auch eine gute Tormöglichkeit. In der 15. Minute gingen jedoch die Gäste in Führung: Sebastian Trenkmann verwertete einen Stanglpass von der rechten Seite problemlos zum 1:0 für Mattersburg. Anschließend übernahm der Tabellenführer zunehmend das Kommando auf dem Spielfeld und erspielte sich mehrere vielversprechende Chancen. Einen sehenswerten Schuss von Angelo Pöttschacher fischte Torhüter Zsolt Ratkai stark aus dem Kreuzeck, zudem lief Niklas Lang alleine auf den Schlussmann zu, brachte den Ball aber nicht im Tor unter.
Die Hausherren beschränkten sich in dieser Phase vorwiegend auf ihr Umschaltspiel und setzten nur vereinzelt kleine Nadelstiche. Mit der knappen 1:0-Führung des Tabellenführers ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste das spielbestimmende Team und setzten ihren Sturmlauf fort. Ein weiterer Treffer von Sebastian Trenkmann wurde wegen Abseits aberkannt. In der 82. Minute hatte Niklas Lang die Vorentscheidung am Fuß, doch sein Freistoß landete nur an der Latte. Zwei Minuten später machte es Lang besser: In der 84. Minute tanzte er zunächst einen Verteidiger und anschließend auch noch den Torhüter aus, ehe er zum 2:0 für Mattersburg einschob.
Manuel Baumgartner brachte mit seinem Treffer zum 1:2 in der Nachspielzeit zwar noch einmal ein wenig Spannung in die Begegnung, am letztlich verdienten Sieg der Gäste änderte das aber nichts mehr.
„Riesenkompliment an meine Mannschaft. Sie hat bis zum Schluss gekämpft und eine gute Einstellung gezeigt – ganz im Gegenteil zum letzten Wochenende. Wir haben unter der Woche fleißig gearbeitet, und zum Spielende ist es noch einmal richtig eng geworden. Trotz der Niederlage kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen, ich bin mit der Leistung extrem zufrieden. Die Mattersburger haben mit Niklas Lang einen Unterschiedsspieler, der sehr schwer zu verteidigen ist.“
„Bis auf die erste Viertelstunde hatten wir das Spiel im Griff, und wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen. Torchancen waren genügend vorhanden. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg meiner Mannschaft.“