Am Samstagnachmittag stand im Greabochstadion ein richtungsweisendes Derby der 27. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga auf dem Programm. Zwei unmittelbare Tabellennachbarn, der SV Sankt Margarethen und der ASK Klingenbach trafen in einem Duell aufeinander, in dem es für beide Mannschaften darum ging, wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzufahren und die eigenen Sorgen im Tabellenkeller zu reduzieren. Entsprechend durfte eine intensive und kampfbetonte Begegnung erwartet werden.
Für die Hausherren sprach primär die bislang passable Heimbilanz, auf eigenem Rasen präsentierte man sich über weite Strecken der Saison durchaus konkurrenzfähig. Die Gäste aus Klingenbach wiederum erwiesen sich auswärts als unangenehmer Gegner und mussten in dreizehn Spielen auf fremdem Boden lediglich fünf Niederlagen hinnehmen. Vieles deutete daher darauf hin, dass in diesem Derby vorwiegend die Tagesform den Ausschlag geben würde. In einem kampfbetonten Derby behielten die Hausherren mit 3:1 die Oberhand und konnten sich etwas Luft im Abstiegskampf schaffen.
Trotz widriger Wetterbedingungen fanden mehr als 550 Zuschauer den Weg ins Greabochstadion, um das brisante Derby zu verfolgen. Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte Begegnung, in der sich beide Mannschaften über weite Strecken der ersten Halbzeit neutralisierten. Defensiv standen beide Teams sehr kompakt, wodurch klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld prägten das Geschehen, spielerische Höhepunkte waren hingegen selten.
So war es wenig überraschend, dass der erste Treffer nach einem Standard fiel. In der 29. Minute brachte ein Eckball die Gäste in Front, Franz Paul Jagschitz stieg am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Nur acht Minuten später hätten die Gäste beinahe nachgelegt, doch ein vollkommen frei stehender Spieler setzte einen Volleyball über das Tor der Hausherren. Mit der knappen Führung der Gäste ging es schließlich in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Sankt Margarethen deutlich aktiver und übernahm zunehmend die Kontrolle über die Partie. In der 60. Minute fiel der verdiente Ausgleich, als Thomas Jusits nach einer präzisen Flanke im Anschluss an einen Eckball per Kopf zum 1:1 traf. Die Heimischen blieben nun am Drücker und nur zwei Minuten später hatte erneut Jusits die Führung auf dem Kopf, doch dieses Mal landete sein Abschluss am Aluminium.
Auch in der Folge blieb die Heimelf tonangebend. In der 65. Minute kam Bastian Kucher nach einem Freistoß über die linke Seite zum Kopfball, doch Gäste-Keeper Sebastian Schuller reagierte mit einer starken Parade. Die Fans der Hausherren mussten sich bis zur 77. Minute gedulden, ehe das Greabochstadion endgültig zum Kochen gebracht wurde. Nach einem sehenswerten Angriff über Dominik Adam Csomos kam der kurz zuvor eingewechselte Tobias Schindler an den Ball, dessen abgefälschter Schuss zur viel umjubelten 2:1-Führung im Netz landete.
Nur vier Minuten später sorgten die Heimischen für die Entscheidung: Gergö Fönyedi drang mit einem Haken in den Strafraum ein und zirkelte den Ball per Schlenzer sehenswert zum 3:1-Endstand ins Tor der Gäste.
„Es war heute ein richtiges Derby mit viel Kampf und fast keinen Torchancen in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen und konnten auch Torchancen herausspielen, die dann zum 3:1-Erfolg geführt haben. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg meiner Mannschaft, die aus den letzten beiden Spielen sechs Punkte geholt hat. Außerdem haben uns heute mit Kapitän Martin Weichselbaum und Mario Wenzel zwei Stammspieler wegen Gelbsperren gefehlt. Wenn wir aus den nächsten drei Begegnungen noch drei Punkte holen, haben wir den Abstieg verhindert.“
Die Besten: Gergö Fönyedi und Ahmed El-Baali