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Cup-Sensation in Mühlgraben! Außenseiter wirft Deutschkreutz mit 2:0 aus dem Bewerb

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Am Montagnachmittag empfing der SV Mühlgraben im Achtelfinale des BFV-Raiffeisencups den favorisierten FC Deutschkreutz. Während die Hausherren vor eigenem Publikum auf eine Überraschung hofften, wollte der Landesligist seiner Favoritenrolle gerecht werden und ins Viertelfinale einziehen. Doch der Cup schrieb einmal mehr seine eigenen Gesetze. In einer kampfbetonten Begegnung überzeugten die Gastgeber mit großem Einsatz, taktischer Disziplin und konsequent vorgetragenen Konterangriffen. Mit einem überraschenden, aber keineswegs unverdienten 2:0-Heimsieg sorgte Mühlgraben für eine echte Cup-Sensation und steht wie bereits im Vorjahr im Viertelfinale.

Mühlgraben Cup

Großer Jubel in Mühlgraben über den Cupsieg gegen Deutschkreutz

Mühlgraben mit offensivem Beginn – Chancen auf beiden Seiten

Die Hausherren zeigten von Beginn an, dass sie sich gegen den höherklassigen Gegner keineswegs verstecken wollten. Mit viel Engagement und aggressiver Zweikampfführung versuchten sie, den Spielaufbau der Gäste frühzeitig zu stören und selbst offensive Akzente zu setzen. Vor allem Jan Marcijus und Dominik Kahr sorgten mit gefährlichen Aktionen für Unruhe in der Deutschkreutzer Hintermannschaft. Beide fanden gute Möglichkeiten vor, konnten diese jedoch nicht in Zählbares ummünzen.

Die Gäste benötigten einige Zeit, um sich auf die ungewohnten Platzverhältnisse einzustellen und besser in die Begegnung zu finden. Mit zunehmender Spieldauer gelang es dem Landesligisten, ebenfalls gefährliche Angriffe vorzutragen. Besonders die Brüder Tobias ( bis zu seiner Auswechselung) und Jonas Gager tauchten wiederholt in aussichtsreichen Positionen auf, ließen aber die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.

Es entwickelte sich ein intensives Cupduell, in dem beide Mannschaften um jeden Meter kämpften. Mühlgraben hielt mit großem Einsatz dagegen und machte die Räume geschickt eng, während Deutschkreutz zwar spielerische Vorteile erkennen ließ, daraus aber kein Kapital schlagen konnte. Da auf beiden Seiten die Chancenverwertung zu wünschen übrigließ, ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Zwei eiskalte Konter bringen die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste, das Kommando zu übernehmen und den Führungstreffer zu erzwingen. Da die kompakte Defensive der Hausherren nur wenig Raum für Kombinationen bot, suchten die Deutschkreutzer vermehrt mit Distanzschüssen ihr Glück. Mühlgraben hingegen konzentrierte sich auf eine stabile Abwehrarbeit und lauerte geduldig auf schnelle Gegenstöße.

Diese taktische Ausrichtung sollte sich schließlich bezahlt machen. Nach einem gelungenen Konter gelangte der Ball bis zur Grundlinie, von wo ein präziser Rückpass in den Strafraum folgte. Dort stand Matic Donko goldrichtig und hämmerte das Leder zur viel umjubelten 1:0-Führung in die Maschen. Der Außenseiter hatte damit den Favoriten empfindlich getroffen und durfte plötzlich vom Viertelfinale träumen.

Deutschkreutz war nun gefordert und verstärkte seine Offensivbemühungen. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, erhöhten den Druck und versuchten mit aller Macht, die drohende Cup-Blamage abzuwenden. Doch die Mühlgrabener Defensive zeigte sich bestens organisiert, verteidigte mit großer Leidenschaft und ließ sich auch in der hektischen Schlussphase nicht aus der Ruhe bringen.

Während die Gäste alles nach vorn warfen, ergaben sich für die Hausherren zusätzliche Räume zum Kontern. In der 90. Minute folgte schließlich die endgültige Entscheidung. Nach einem weiteren schnellen Gegenangriff war Muhammed Emin Korkusuz zur Stelle und versenkte das Leder zum 2:0 im Tor der Deutschkreutzer. Damit war die Überraschung perfekt und der Widerstand des Landesligisten endgültig gebrochen.

Mühlgraben jubelt über den Viertelfinaleinzug

Mit einer kämpferisch überzeugenden und taktisch disziplinierten Vorstellung schaffte der SV Mühlgraben den überraschenden Aufstieg ins Viertelfinale des BFV-Raiffeisencups. Die Hausherren verstanden es ausgezeichnet, die spielerischen Möglichkeiten des Favoriten einzuschränken und ihre Konterchancen eiskalt zu nutzen. Damit wiederholten sie ihren Erfolg aus dem Vorjahr, als ebenfalls der Einzug unter die letzten acht Mannschaften gelungen war.

Für den FC Deutschkreutz endete das Cupabenteuer hingegen mit einer bitteren Enttäuschung. Der Landesligist fand auf dem ungewohnten Terrain nur schwer zu seinem gewohnten Spiel, ließ vorhandene Möglichkeiten ungenutzt und wurde schließlich für seine mangelnde Effizienz bestraft. Während in Mühlgraben ausgelassen gejubelt werden durfte, mussten die Deutschkreutzer nach einer langen Auswärtsfahrt mit leeren Händen die Heimreise antreten.

Stimmen zum Spiel

Florian Jud, Sektionsleiter SV Mühlgraben:

„Wir sind heute insgesamt hervorragend aufgetreten und haben vor allem kämpferisch eine starke Leistung gezeigt. Deutschkreutz ist mit den Platzverhältnissen nicht besonders gut zurechtgekommen. Wir haben die Gäste spielen lassen, defensiv zuverlässig gearbeitet und mit unseren Kontern genau zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen. Dass wir wie schon im vergangenen Jahr wieder im Viertelfinale stehen, ist natürlich eine tolle Sache.“

Michael Hartl, Trainer FC Deutschkreutz:

„Wir mussten bereits vor Spielbeginn zahlreiche Umstellungen vornehmen. Nur vier Spieler konnten auf ihren angestammten Positionen eingesetzt werden. Dazu kamen die schwierigen Platzverhältnisse. Der Platz war sehr klein, schmal und kurz, außerdem war kaum Rasen vorhanden. Mit diesen Bedingungen hatten wir große Schwierigkeiten, richtig ins Spiel zu finden. Wir haben unsere Angriffe nicht mit der letzten Konsequenz zu Ende gespielt. Normalerweise hätten unsere Möglichkeiten für einen Sieg reichen müssen. Besonders leidtut es mir für die Spieler, die an einem Feiertag eine so weite Anreise auf sich genommen haben und nun mit leeren Händen die Heimreise antreten müssen.“