Am Montagnachmittag traf der SC Neudörfl im Achtelfinale des BFV-Raiffeisencups auf den SV Leithaprodersdorf. Während die Hausherren vor eigenem Publikum auf eine Überraschung hofften, wollte der Landesligist seiner Favoritenrolle gerecht werden und den Einzug ins Viertelfinale fixieren. In einer temporeichen und von zahlreichen Zweikämpfen geprägten Begegnung hielten die Neudörfler lange dagegen. Letztlich setzte sich jedoch die spielerische Qualität der Gäste durch, die mit zwei Treffern nach dem Seitenwechsel einen verdienten 2:0-Auswärtssieg feierten und damit in die nächste Runde einzogen.

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Von Beginn an entwickelte sich eine rassige Cupbegegnung, in der beide Mannschaften ohne langes Abtasten den Weg in die Offensive suchten. Die Gäste aus Leithaprodersdorf übernahmen mit zunehmender Spieldauer die Initiative, hatten mehr Ballbesitz und versuchten, mit schnellen Kombinationen die Defensive der Hausherren auszuhebeln.
Vor allem Noel Kustor sorgte mit seinen gefährlichen Vorstößen immer wieder für Unruhe im Neudörfler Strafraum. Mehrfach kam der Offensivspieler in aussichtsreiche Abschlusspositionen, doch der erhoffte Führungstreffer wollte zunächst nicht gelingen. Auch Gergö Fönyedi tauchte wiederholt gefährlich vor dem gegnerischen Gehäuse auf, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
Nach rund einer halben Stunde schnürten die Gäste ihren Gegner regelrecht ein. Eine ganze Serie von Eckbällen sorgte für hektische Szenen im Strafraum der Hausherren. Trotz mehrerer Versuche und eines Aluminiumtreffers blieb den Leithaprodersdorfern der Torjubel verwehrt.
Doch auch Neudörfl versteckte sich keineswegs. Die Hausherren suchten immer wieder den Weg nach vorn und kamen ebenfalls zu guten Tormöglichkeiten. Mit großem Einsatz und konsequenter Zweikampfführung hielten sie die Partie offen und machten dem Favoriten das Leben schwer.
Insgesamt verzeichnete der Landesligist jedoch die größeren Spielanteile und ein deutliches Chancenplus. Da beide Mannschaften ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen, ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Leithaprodersdorf die spielbestimmende Mannschaft. Die Gäste erhöhten den Druck und suchten mit schnellen Angriffen die entscheidende Lücke in der Neudörfler Abwehr. In der 58. Minute war es schließlich so weit: Fabian Dinhof setzte sich im Mittelfeld energisch in einem Zweikampf durch, eroberte den Ball und schickte Noel Kustor mit einem präzisen Pass in die Tiefe. Der Angreifer behielt die Übersicht, umspielte den herauslaufenden Torhüter und schob das Leder zur verdienten 1:0-Führung in die Maschen.
Mit diesem Treffer war der Bann gebrochen, doch die endgültige Entscheidung ließ weiter auf sich warten. Leithaprodersdorf blieb am Drücker und erspielte sich zusätzliche Möglichkeiten. Sowohl Tobias Beran als auch Gergö Fönyedi hatten den zweiten Treffer auf dem Fuß, konnten ihre Chancen jedoch nicht verwerten.
Damit blieb die Begegnung trotz der spielerischen Überlegenheit der Gäste bis in die Schlussphase spannend. Neudörfl lag lediglich einen Treffer zurück und durfte weiterhin auf eine mögliche Überraschung hoffen. Die Santner-Truppe hingegen versäumte es, frühzeitig den Sack zuzumachen, und musste bis zum Schluss konzentriert bleiben.
Erst in der 90. Minute fiel die endgültige Entscheidung. Nico Schühler brachte einen präzise getretenen Eckball in den Strafraum der Hausherren, wo Julian Mihalits am höchsten stieg und das Leder mit einem wuchtigen Kopfball zum 2:0 im Netz versenkte. Damit war der Widerstand der Neudörfler endgültig gebrochen und der Viertelfinaleinzug perfekt.
„Es war ein rassiges Cupmatch mit vielen Zweikämpfen. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir zahlreiche Torchancen nicht genutzt und damit den Gegner lange im Spiel gehalten haben. Bei einer 1:0-Führung besteht immer die Gefahr, noch den Ausgleich zu kassieren. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die das Spiel von Beginn an ernst genommen und über weite Strecken souverän kontrolliert hat. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg und wir freuen uns, eine Runde weiter zu sein"