Kann die durchaus technisch versierte und schlagkräftige Offensive der Gäste die Mauern einreisen und die Heimserie der Gastgeber beenden? Das war die letzte Frage in der Vorschau zur Begegnung der SAK Amateure 1b gegen den SV Eitweg, die gestern in der 1. Klasse D die 13. Runde bestritten. Beide Mannschaften hatten nicht die idealsten Voraussetzungen und noch dazu mussten die in der diesjährigen Saison etwas schwankenden Lavanttaler bei den traditionell heimstarken Amateuren ran. Zuhause pfui, auswärts hui, konnte man in der Fremde mittlerweile doch etwas befreiter aufspielen und die Gunst der Stunde nützen und so führten zwei Schüsse aus der Distanz zu einem doch eher glücklichen Auswärtssieg, nachdem aber schlussendlich keiner mehr fragen wird. Eitweg konnte sich damit aus der "Gefahrenzone" etwas befreien und den Anschluss ans Mittelfeld wahren, die Amateure hingegen verpassten den Sprung Richtung Spitzenfeld. (Jetzt Trainingslager buchen)
Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt auflaufen. Eitweg nach dem überharten Spiel gegen Ferlach ohne Skubel und Mayerhofer, dafür rutschte Debütant Thomas Pachoinig in die Starformation. Gegenwärtig präsentierte sich auch die Heimelf mit einem völlig neuen Gewand. Nicht aufgrund einer Spielerrochade, sondern vielmehr aufgrund von vielen Ausfällen. "Neben meinen beiden Tormännern musste ich noch sechs weitere Spieler vorgeben, was einen Altersdurchschnitt von knappen 18 Jahren brachte"- analysiert Thomas Wuntschek, Trainer der Amateure die derzeitige Situation.
Bedingte Ausfälle führten auch dazu, dass die Hausherren in den ersten Minuten nicht sonderlich auf Touren kamen. Die Eitweger, aggressiver, bissiger, wussten dies gekonnt auszunützen und gingen durch einen Jelic-Weitschuss in der 17. in Führung, verabsäumten es aber, hier nachzulegen. Die Amateure brauchten etwas, bis sich die neuformierte Konstellation gefunden hatte, fanden aber nach etwa einer halben Stunde wieder ins Spiel zurück und drängten auch auf die eine oder andere Chance. Der Ausgleich in der 43. Minute durch Daniel Fratschko war natürlich nicht nur mehr als günstig, sondern obendrein auch sehenswert, den er zirkelte einen Freistoß unhaltbar zum 1:1 ins Kreuzeck. "Das spiegelte natürlich den gestrigen Spielverlauf wieder. Aus dem Spiel heraus vergeigten wir die besten Chancen und so mussten die Standards herhalten"- so Wuntschek weiter, der auch gleich die nachfolgenden Chancen ankreidete.
In der zweiten Hälfte investierten die Gastgeber mehr ins Spiel und versuchten über die Brechstange zum Erfolg zu kommen, doch ließen die Hausherren viele dicke Sitzer liegen und so war es wie es kommen musste, Eitweg sackte mit einem herrlichen Heber (Marco Vallant) über den Keeper den 2:1 Auswärtssieg ein.
Thomas Wuntschek, Trainer SAK Amateure: "Die dicksten Möglichkeiten: eine Kropiunik-Chance wurde kläglich vergeben, ein Kreutz-Kopfball auf der Linie gerettet, Fratschko haderte mit der Effektivität, scheiterte einmal via Innenstange und so verlierst du letztendlich durch zwei Weitschüsse, wobei ein Punkt sicherlich verdient gewesen wäre. Eitweg übernahm anfangs das Kommando, wir sind dann aber zurückgekommen, haben uns gefunden und die Partie kontrolliert, nur die Tore nicht gemacht."