Spielberichte

„Wir brauchen unbedingt mehr Tore“ – Durnik über Feistritz’ Baustellen und Hoffnungen

ATUS Feistritz/R.

ATUS Feistritz/R. hat die Saison in der 1. Klasse Mitte mit Rang 13 abgeschlossen – eine Bilanz, die beim ATUS Feistritz/R. nüchtern eingeordnet wird. Obmann Josef Durnik spricht von einer Mannschaft, die viele Junge eingebaut hat und sich im Umfeld wohlfühlt. Gleichzeitig benennt er klar die offenen Baustellen: mehr Durchschlagskraft im Abschluss und konsequenter verteidigen. „Wir brauchen unbedingt mehr Tore“, sagt Durnik – und macht deutlich, woran im Sommer gearbeitet werden muss.

Nahaufnahme Fußballschuhe und blaue Stutzen

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Junge integriert, Stimmung passt – die Basis steht

Im Gespräch betont Obmann Josef Durnik zuerst das Positive. „Gut funktioniert hat, dass wir junge Spieler eingebaut haben und die sich sehr gut integriert haben.“ Gerade im Unterhaus ist das kein Selbstläufer, denn Rhythmus, Witterung und enge Duelle fordern unerfahrene Kicker besonders. Umso wichtiger, dass das Drumherum trägt. „Die Stimmung in der Mannschaft ist zurzeit sehr gut, auch im Umfeld“, sagt Durnik. Diese Kombination aus frischem Personal und einem stabilen Miteinander war für Feistritz in einer wechselhaften Saison ein Anker. Der Tabellenplatz 13 mit 37 Punkten zeigt zwar, dass noch Luft nach oben bleibt, aber die Richtung stimmt: Junge bekommen Vertrauen, und die Gruppe steht zusammen. Das ist die Basis, auf der die nächsten Schritte aufbauen sollen.

Abschluss und Abwehr: Wo Feistritz ansetzen will

Bei aller Zufriedenheit spart Durnik die Problemfelder nicht aus. „Beim Abschluss müssen wir besser werden. Wir brauchen unbedingt mehr Tore“, bringt er es auf den Punkt. Vor allem die Stürmer sollen entschlossener auftreten und ihre Möglichkeiten öfter in Zählbares ummünzen. Parallel fordert der Obmann mehr Konsequenz gegen den Ball. „Auch das Abwehrverhalten muss konsequenter sein. Zwei, drei Gegentore pro Spiel sind zu viel.“ Damit ist klar, wo die Schrauben sitzen: vorne kaltschnäuziger, hinten klarer in den Aktionen. Durnik spricht nicht von schnellen Wundern, sondern von ehrlicher Arbeit an wiederkehrenden Themen. Seine Botschaft an die Mannschaft ist ebenso einfach wie deutlich: Chancen mutiger zu Ende spielen, im eigenen Drittel weniger anbieten.

Kaderlage, Verletzungsfront und Leistungsträger

In die Sommermonate geht Feistritz mit Bewegung im Kader – und mit einer langen Verletztenliste. „Es gibt bisher einen Abgang: Luca Wagner geht zum neu gegründeten Verein nach Keutschach“, berichtet Durnik. „Wahrscheinlich wird uns auch Amir Sahiti verlassen, aber da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.“ Zugänge sind eingeplant, Details will der Obmann noch nicht nennen: „Zugänge sind in der Warteschlange, aber Namen möchte ich keine nennen.“ Schwerer wiegt aktuell die Ausfallliste. „Wir haben zurzeit sechs verletzte Spieler“, sagt Durnik und nennt mehrere Namen: „Kevin Glabonjat fällt noch etwa acht Wochen aus, Timon Hafner wird ebenfalls rund acht Wochen fehlen. Lukas Andreycic hat einen Kreuzbandriss und wird wohl das ganze Jahr ausfallen. Samuel Scherwitzl und Tilen Lumpert laborieren ebenfalls an schweren Knieverletzungen, sind Langzeitverletzte und werden mindestens noch bis 2027 fehlen.“ Umso wichtiger sind die Säulen im Team. „Julian Katnik im Tor ist extrem stark“, lobt der Obmann, und im Zentrum sticht „Markus Rulitz, eine unglaubliche Laufmaschine und sicher ein Garant für die Zukunft“ heraus. Auch die Entwicklung der Jungen hebt er ausdrücklich hervor: „Mit den Jungen sind wir sehr zufrieden; sie haben sich in den letzten ein, zwei Monaten gut entwickelt.“

Blick auf die Liga und ein sachlicher Ausblick

Der Blick über den Tellerrand zeigt Durnik, wie hoch die Messlatte liegt. „Schiefling hat mich überrascht, dass sie als Aufsteiger so weit vorne mitspielen und Zweiter werden.“ Auch zum Champion findet er klare Worte: „Gegen Afritz haben wir in der ersten Partie Unentschieden gespielt; dass sie Meister werden, dazu muss man ihnen gratulieren.“ Dazu nennt er „Bad Kleinkirchheim“, das lange oben dabei war und die Saison auf Platz drei abschloss. Für Feistritz bedeutet das: Der Weg zurück in die Mitte des Feldes führt über Fleißarbeit und Kaderstabilisierung. Der 13. Platz ist Ausgangspunkt, nicht Endstation. Durnik setzt auf die Rückkehr der Verletzten, gezielte Verstärkungen und den nächsten Schritt seiner Talente. Oder, wie er es zusammenfasst: „Wenn wir vorne zulegen und hinten konsequenter sind, schaut das gleich ganz anders aus.“