Spielberichte

„Mehr als überraschend gut“: Christoph Eneo (TSV Preitenegg) über Start, Rückschläge und Kurs auf Platz drei

TSV Preitenegg

In der 1. Klasse Ost hat sich Christoph Eneo, Trainer des TSV Preitenegg, nach einer spannenden Hinrunde und einem intensiven Herbst klar positioniert. Sein Team erlebte einen wechselhaften Verlauf – vom starken Saisonstart bis zum zwischenzeitlichen Rückfall auf den neunten Tabellenplatz. In den letzten Partien musste Preitenegg einige Rückschläge hinnehmen: Nach einem Sieg gegen den SV Sittersdorf folgten Niederlagen gegen die SG SV Tainach/SV Haimburg, den SV Lavamünd, den SK Kühnsdorf und die ASKÖ Mittlern. Trotz dieser Negativserie blickt Eneo optimistisch nach vorne, betont die Fortschritte bei der Integration junger Spieler und die Bedeutung von Ausdauer- sowie Krafttraining für die Rückrunde.

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn und bewusste Umstrukturierung

„Der Start in die Saison war mehr als überraschend gut“, blickt Eneo zurück. Nach einer gelungenen Vorbereitung integrierte der Verein mehrere junge Talente, die sich rasch ins System einfügten – der Lohn war eine frühe Erfolgsserie. Inzwischen richtet der Coach den Fokus stärker auf die Grundlagenarbeit: „Wir trainieren fokussiert auf Grundlagenausdauer, Kraft und in weiterer Folge auf Positionsspiel, System und Spielanlage.“

Das Ziel bleibt ambitioniert: Platz drei in der Endabrechnung hält Eneo weiterhin für realistisch, auch wenn der Blick bereits langfristig auf die kommende Spielzeit gerichtet ist. Zudem hat er eine klare Führungsentscheidung getroffen: Eneo fungiert nicht mehr als Spielertrainer, sondern ausschließlich als Coach. „Nur in Notfällen würde ich noch selbst das Trikot überstreifen“, stellt er klar.

Neustrukturierung nach tragischem Verlust

Das vergangene Jahr war für den Verein nicht nur sportlich, sondern auch emotional fordernd. Im Trainingslager verlor der Klub seinen Obmann auf tragische Weise. „Der Obmann-Stellvertreter ist daraufhin in die Obmannrolle getreten, und unser langjähriger Kapitän hat die Stellvertretung übernommen“, schildert Eneo die Neuaufstellung im Vereinsumfeld.

Diese Struktur habe sich dank intensiver Arbeit im Sommer bewährt. Zugleich wurde das Trainerteam intern gestärkt: Ein verletzter Spieler – nach einem Kreuzbandriss – ist als Co-Trainer eingebunden und soll Schritt für Schritt wieder matchfähig werden. „Wir wollen ihn behutsam zurückbringen, damit er wieder ein Felsen für die Mannschaft werden kann“, so Eneo weiter.

Rivalen und sportliche Eindrücke

Aus sportlicher Sicht beeindruckte Eneo in dieser Saison besonders der Tabellenführer SK Kühnsdorf, den er als Paradebeispiel für Kontinuität bezeichnet: „Die stehen meines Erachtens nicht umsonst da, wo sie sind. Die haben ein kompaktes Kollektiv mit einem einheimischen Jugendtrainer.“ Gegen Kühnsdorf verlor Preitenegg in dieser Saison zweimal verdient. Auch die ASKÖ Mittlern sieht Eneo nach einem Komplettumbruch stark aufgestellt – dort habe der Trainer „aus unzähligen Ab- und Zugängen sowie Vorstandsveränderungen schnell eine gute Basis geschaffen“.

Trotz der jüngsten Niederlagen gegen diese Topteams glaubt Eneo an den Entwicklungsprozess seiner Mannschaft: „Wir haben viele junge Spieler herangeführt und bauen das Ganze auf mehrere Schultern auf.“ Erste Fortschritte seien bereits in den aktuellen Trainingswochen sichtbar, in denen neue Führungsspieler Verantwortung übernehmen. Damit zeigt Preitenegg, dass es den Rückschlägen trotzt und mit Geduld sowie klarer Linie Kurs auf kommende Erfolge nimmt.