In der 1. Klasse Ost hat ASKÖ Gurnitz mit dem 4:1 gegen ASK Klagenfurt den erhofften Befreiungsschlag geschafft. Nach zuletzt schwierigen Wochen sah Trainer Karl Sommerauer über weite Strecken einen verdienten Heimsieg, der für ihn vor allem auf Zweikampfstärke, einer starken Bank und vier sauber herausgespielten Treffern beruhte. Gerade nach dem Ausgleich zeigte seine Mannschaft jene Reaktion, die er sehen wollte.

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Für Karl Sommerauer hatte dieser Abend eine klare Bedeutung. Der Trainer sprach nach dem Spiel vom „ersten Befreiungsschlag unserer Mannschaft“ und machte damit deutlich, wie wichtig dieser Erfolg nach den vergangenen Wochen war. Zweimal hatte ASKÖ Gurnitz in den letzten drei Partien verloren, einmal nur einen Punkt geholt, entsprechend groß war der Wunsch nach einer Antwort. Dass mit ASK Klagenfurt ein starker Gegner kam, passte für Sommerauer ins Bild eines schweren Abends, den seine Mannschaft aber angenommen habe. In der 33. Minute brachte Samuel Georg Antonitsch die Heimischen mit 1:0 in Führung, und genau dieser Vorsprung gab dem Spiel aus Sicht der Gastgeber eine wichtige Richtung. Mit dem 1:0 ging es auch in die Pause. Sommerauer zog im Rückblick eine klare Linie über die gesamte Spielzeit und sagte: „Im Großen und Ganzen war es über die neunzig Minuten ein absolut verdienter Sieg meiner Mannschaft.“
Richtig brisant wurde die Partie dann nach dem Seitenwechsel, als ASK Klagenfurt in der 71. Minute durch Marcel Laussegger zum 1:1 kam. Für einen Moment war damit wieder alles offen, doch ASKÖ Gurnitz ließ sich davon nicht aus der Bahn bringen. Schon eine Minute später stellte Valerian Pichler auf 2:1, und genau diese unmittelbare Reaktion unterstrich, warum Sommerauer mit dem Auftritt seiner Mannschaft so zufrieden war. Der Trainer hob danach vor allem jene Spieler hervor, die im Laufe der Partie dazukamen. „Wichtig war, dass unsere Ergänzungsspieler, die wir dann hereingewechselt haben, sehr viel Qualität hatten und mitbeteiligt waren, dass wir dieses Spiel ganz klar entschieden haben“, sagte er. Für Sommerauer war das ein ganz wesentlicher Punkt, weil seine Mannschaft nicht nur auf den Ausgleich reagierte, sondern die Partie danach wieder auf ihre Seite brachte.
Dass aus diesem knappen Zwischenstand am Ende noch ein deutliches 4:1 wurde, machte den Abend für ASKÖ Gurnitz umso runder. Markus Druml erhöhte in der 79. Minute auf 3:1, Aleksandar Markovic machte nur zwei Minuten später mit dem 4:1 alles klar. Sommerauer wollte danach bewusst kein einzelnes Tor über das andere stellen. „Ich möchte diesmal kein einziges unserer vier Tore herausheben, weil alle vier wirklich hervorragend herausgespielt waren“, sagte er. Er sprach von Spielzügen über die Seite, vom Ball in die Mitte und von starken Abschlüssen jedes einzelnen Torschützen. Den eigentlichen Schlüssel sah er aber nicht erst in den Treffern, sondern in der Basis davor: „Wir haben gekämpft. Wir waren wirklich dominant in den Zweikämpfen und das war im Prinzip der Schlüssel zum Erfolg.“
Bemerkenswert war dabei auch, wie klar Sommerauer den Gegner einordnete. ASK Klagenfurt sei „wirklich eine sehr, sehr starke Mannschaft“, sagte der Trainer, wollte den Sieg seiner Mannschaft damit aber ausdrücklich nicht kleiner machen. „Ich möchte meiner Mannschaft zu dieser Teamleistung nur gratulieren. Wir waren an diesem Tag einfach besser“, lautete seine eindeutige Einschätzung. Genau darum ging es ihm nach dem Schlusspfiff auch: den Sieg als verdient anzunehmen, ohne dabei den Blick für die nächsten Aufgaben zu verlieren. „Verbesserungspotenzial gibt es an und für sich immer“, meinte Sommerauer, verband das aber gleich mit einem klaren Wunsch. ASKÖ Gurnitz will dieses Niveau aus seiner Sicht nun nicht als Ausreißer stehen lassen, sondern „diesen Level in den nächsten Spielen wieder fortsetzen“.