In der 1. Klasse Ost hat sich SG SV Tainach/HSV Haimburg am Samstag mit ASKÖ Gurnitz 3:3 getrennt. Aus Sicht von Gurnitz-Trainer Karl Sommerauer war es eine Partie mit zwei völlig verschiedenen Gesichtern: einer ersten Hälfte, in der seine Mannschaft kaum wiederzuerkennen war, und einer zweiten, in der die Gäste den Rückstand aufholten, den möglichen Sieg aber vor dem Tor liegen ließen.

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Der Start lief für die Gäste alles andere als nach Wunsch. Bereits in der 2. Minute brachte Nick Alex Pichler die Spielgemeinschaft in Führung, nach 14 Minuten legte Sebastian Slamanig das 2:0 nach. Sommerauer nahm die erste Hälfte seiner Mannschaft danach deutlich auseinander: „Die erste Halbzeit war ganz, ganz schlecht. Da waren wir nicht wiederzuerkennen.“ Zwar verkürzte Samuel Georg Antonitsch nach einer halben Stunde auf 2:1 und brachte Gurnitz damit wieder etwas heran, doch Adnan Zukic stellte in der 38. Minute den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Dass Marko Mrsic vier Minuten vor dem Seitenwechsel auf 3:2 stellte, hielt die Partie für die Gäste immerhin offen und sorgte dafür, dass die Hoffnung zur Pause noch da war.
Nach der Pause sah der Gurnitz-Trainer dann ein anderes Bild. „In der zweiten Halbzeit waren wir klar dominanter, klar besser und hatten viele Chancen“, sagte Sommerauer, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft nach dem Wechsel deutlich mehr anfangen konnte als mit den ersten 45 Minuten. Der Ausgleich passte dazu: Aleksandar Markovic traf in der 61. Minute zum 3:3 und gab den Gästen damit die Grundlage für eine echte Aufholjagd. Aus Sommerauers Sicht war das Spiel damit klar in Richtung Gurnitz gekippt. Seine Mannschaft blieb am Drücker, hatte deutlich mehr Zug und schaffte es, aus einem schon sehr schwierigen Nachmittag wieder eine offene Partie zu machen. Gerade deshalb wog das Ergebnis für ihn am Ende nicht wie ein gewonnener Punkt, sondern eher wie eine verpasste Gelegenheit.
Dass es trotz des klar besseren zweiten Durchgangs nur zum Remis reichte, führte Sommerauer vor allem auf die fehlende Effizienz in der Schlussphase zurück. „In den letzten 15, 20 Minuten hatten wir wirklich fünf Hochkaräter. Wir waren drei-, viermal ganz allein vor dem Tor und haben das entscheidende Tor zum 4:3 nicht gemacht“, schilderte er. Damit war für ihn auch die zentrale Erklärung ausgesprochen. „Ganz klar die Chancenauswertung“, sagte der Trainer, als er auf den fehlenden Schritt zum Sieg angesprochen wurde. Gleichzeitig wollte er seiner Mannschaft den Willen nicht absprechen. „Die Einstellung war auf alle Fälle gut. Ein fast verlorenes Spiel zu drehen, ist uns zumindest noch mit einem Punkt gelungen.“ Gerade diese Mischung aus starkem Comeback und liegen gelassenen Möglichkeiten machte das 3:3 aus Gurnitzer Sicht zu einem Resultat mit zwei Gesichtern.
Auch bei den Gegentoren sah Sommerauer die Hauptursache nicht in einer überragenden Offensivleistung des Gegners, sondern bei seiner eigenen Mannschaft. „Alle drei Gegentore waren schwere individuelle Fehler“, sagte er und brachte damit noch einmal auf den Punkt, warum Gurnitz überhaupt einem Rückstand hinterherlaufen musste. Gleichzeitig sprach er der Heimelf ein solides Heimspiel zu: „Haimburg ist auf seiner Heimstätte schwer zu bespielen. Das ist eine kampfbetonte Mannschaft mit ein, zwei wirklich guten Spielern.“ Für Gurnitz bleibt damit unter dem Strich ein Punkt aus einer Partie, in der nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit sogar deutlich mehr möglich gewesen wäre.