In der 1. Klasse Ost hat der SV Lavamünd gegen den ASK Klagenfurt nach einem 1:3 zur Pause noch ein 3:3 geholt. Für Sektionsleiter Markus Krusch fühlte sich der Punkt trotzdem nicht wie ein voller Ertrag an. „ASK hat viel zu wenig fürs Spiel gemacht und wir sind dominant aufgetreten“, sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft vor allem mit Moral antwortete.

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Der Nachmittag begann für die Hausherren denkbar schlecht. Bereits in der 2. Minute brachte Admir Jasic die Gäste in Führung, nach 26 Minuten legte Robert Matic das 0:2 nach. Krusch hatte genau so eine unangenehme Aufgabe erwartet und sagte entsprechend: „Wie erwartet, ein schweres Spiel.“ Aus seiner Sicht half Lavamünd dem Gegner in dieser Phase aber auch selbst zu viel. „Ein super Eigenfehler, ein blöder Ballverlust, leider dann ein Weitschuss“, fasste er die Entstehung der Gegentore zusammen. Dass Klemen Ofic in der 37. Minute auf 1:2 verkürzte, brachte Lavamünd zwar wieder heran, doch mit dem 1:3 durch Said Djulic kurz vor der Pause lief die Partie zunächst wieder klar in Richtung ASK.
Gerade deshalb war der zweite Durchgang aus Sicht der Gastgeber der Teil des Spiels, auf den Krusch den Schwerpunkt legte. „Die Moral hat gestimmt. Nach einem 1:3 musst du erst einmal zurückkommen“, sagte der Sektionsleiter. Genau das gelang seiner Mannschaft Schritt für Schritt. Thomas Pucher verkürzte in der 56. Minute auf 2:3 und hielt Lavamünd damit im Spiel. Die Mannschaft blieb dran und arbeitete sich trotz des deutlichen Rückstands zurück. In der 81. Minute war es dann erneut Klemen Ofic, der mit seinem zweiten Treffer des Tages den Ausgleich zum 3:3 herstellte. Dass Lavamünd nach drei Gegentreffern noch einmal aufstand und sich zumindest einen Punkt sicherte, war für Krusch der klare Beleg dafür, dass die Einstellung seiner Mannschaft gepasst hat, auch wenn er mit anderen Teilen des Auftritts nicht zufrieden war.
So positiv der späte Ausgleich auch war, ganz zufrieden hörte sich Krusch nach Schlusspfiff nicht an. Vor allem die eigene Arbeit gegen den Ball sah er kritisch. „Defensiv hat das nicht überzeugt“, sagte er offen. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung des Resultats: „Aus meiner Sicht nicht, weil ASK viel zu wenig fürs Spiel gemacht hat und wir dominant aufgetreten sind.“ Auch den Grund, warum es am Ende dennoch nur beim Remis blieb, sprach er klar an. „Es lag wieder an der Chancenauswertung unserer Mannschaft.“ Den Gegner beschrieb er als „spielstark“, schob aber nach, wir hatten ihn über weite Strecken im Griff.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte Krusch: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, wobei der eine oder andere Elfmeterpfiff ausblieb.“ In der Tabelle bleibt Lavamünd damit nach sechs Runden bei acht Punkten auf Rang sechs, der ASK hält bei sieben Zählern. Aus Sicht der Lavanttaler war dieses 3:3 damit einerseits ein Beweis für Moral, andererseits aber auch ein Spiel, bei dem nach dem Verlauf sogar mehr möglich gewesen wäre.