Spielberichte

„Mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können“ – Lavamünd zeigt im Derby die erhoffte Reaktion

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Lavamünd
TSV Preitenegg

In der 13. Runde der 1. Klasse Ost hat sich SV Lavamünd im Derby mit TSV Preitenegg 0:0 getrennt. Nach dem misslungenen Auftritt in Klagenfurt war für die Gastgeber vor allem die Reaktion wichtig – und genau die hat Markus Krusch gesehen. Lavamünd trat wieder kompakt auf, verteidigte als Mannschaft und war mit dem Punkt nicht unzufrieden, auch wenn aus Sicht des Sektionsleiters sogar mehr möglich gewesen wäre.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Nach Klagenfurt wieder ein anderes Gesicht

Für Krusch stand schon im ersten Eindruck weniger das nackte Ergebnis im Vordergrund als die Art und Weise. „Das war eine gute Reaktion auf den misslungenen Auftritt in Klagenfurt vorige Woche“, sagte der Sektionsleiter nach dem torlosen Derby. Damit war die Richtung vorgegeben. Lavamünd wollte sich nach dem Rückschlag in Klagenfurt anders präsentieren und bekam genau dieses Bild auf den Platz. Zur Pause stand es 0:0, und weil auch nach dem Seitenwechsel kein Treffer fiel, blieb es am Ende bei einem Remis, das aus Sicht der Gastgeber vor allem über Einsatz, Ordnung und mannschaftliche Geschlossenheit erklärt wurde. Gerade nach der Vorwoche war das für Lavamünd ein wichtiger Schritt.

Kompakt verteidigt und nach vorne da gewesen

Gerade dieser geschlossene Auftritt war für die Hausherren der wichtigste Punkt. Krusch sprach davon, dass seine Mannschaft „wieder kompakt Fußball gespielt“ und „als Mannschaft verteidigt“ habe. Dazu kam, dass Lavamünd nicht nur darauf aus war, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten, sondern auch selbst offensive Akzente setzen konnte. „Wir hatten auch zwei, drei gute Möglichkeiten“, sagte Krusch. Deshalb blieb bei ihm neben der Zufriedenheit über die stabile Leistung auch das Gefühl, dass dieses 0:0 nicht zwingend das Ende der Möglichkeiten gewesen sein musste. „Spielerisch und mit ein bisschen Glück hätten wir auch gewinnen können“, meinte er und brachte damit die Sicht der Gastgeber klar auf den Punkt.

Das alte Thema vor dem Tor bleibt

Dass es dennoch nicht zu drei Punkten reichte, führte Krusch nicht auf einen einzelnen Moment zurück, sondern auf ein Thema, das den Herbst aus seiner Sicht schon länger begleitet. „Im ganzen Herbst ist die Chancenauswertung unser Thema. Momentan springt der Ball halt nicht über die Linie“, sagte er. Genau darin lag für ihn der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem möglichen Sieg. Gleichzeitig ordnete er auch den Gegner nüchtern ein. Preitenegg sei „so wie erwartet“ aufgetreten, ebenfalls kompakt, dazu mit Kreuzer wohl dem besten Stürmer der Liga. Umso höher bewertete Krusch, dass Lavamünd diesen Angreifer „gut im Griff“ hatte und damit hinten wenig zuließ.

Ein Punkt, der vor allem für das Gefühl wichtig ist

Ein Nebenthema sprach der Sektionsleiter dann doch noch an, ohne daraus mehr zu machen als nötig. Bei einem Derby sei es schade, „dass nur ein Schiedsrichter besetzt wird“, sagte Krusch, stellte aber zugleich klar: „Dem Schiedsrichter kann man keinen Vorwurf machen. Es ist schwer, so ein Spiel alleine zu leiten.“ Im Mittelpunkt blieb damit die Leistung seiner Mannschaft. Nach 13 Runden steht Lavamünd bei 16 Punkten, wichtiger als die nackte Zahl war diesmal aber etwas anderes. „Die Einstellung war wieder am Platz“, sagte Krusch. Genau das dürfte nach der Vorwoche die wichtigste Botschaft aus diesem 0:0 sein – und zugleich die Basis für die nächsten Aufgaben.