In der 1. Klasse Ost hat ATUS Feistritz/R. beim ASKÖ Gurnitz nach einer wilden und umkämpften Partie mit 3:2 gewonnen. Die Gäste lagen zweimal zurück, antworteten aber mit großer Moral und drehten das Spiel noch spät. Für Sektionsleiter-Stellvertreter David Struger war es unter schweren Bedingungen ein verdienter Sieg, auch wenn ihn die zwei Standardgegentore und der zerfahrene Verlauf alles andere als zufriedenstimmten.

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Schon der Beginn lief aus Sicht der Gäste nicht nach Wunsch. Christopher Pöckl brachte Gurnitz bereits in der 8. Minute mit 1:0 in Führung, und mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Struger zeichnete danach das Bild eines Spiels, das weniger von Spielfluss als vom Kampf lebte. „Es war ein verdammt hartes Spiel bei schweren Bedingungen. Es war kalt, der Platz war schwer zu bespielen, das war heute eine Kampfpartie. Der Spielleiter vermisste es leider bereits in der Anfangsphase Zeichen zu setzen, so wurde das Spiel leider durch viele ungeahndete "Nettigkeiten" immer zerfahrener", sagte er. Feistritz musste sich also erst in dieses Match hineinarbeiten. Gerade deshalb war der Ausgleich unmittelbar nach dem Seitenwechsel so wichtig. Timon Gerold Hafner traf in der 47. Minute zum 1:1 und setzte damit genau jenen Impuls, den die Gäste nach dem Rückstand gebraucht hatten.
Lange beruhigte sich die Partie aber nicht. Stattdessen ging Gurnitz in der 59. Minute durch Aleksandar Markovic erneut in Führung und zwang Feistritz ein zweites Mal zur Reaktion. Struger sah darin auch das alte Problem seiner Mannschaft. „Unsere Gegentore waren leider wieder unser altes Thema - zwei Standardgegentore die vermeidbar gewesen wären.“ sagte er offen. Umso höher bewertete er die Antwort seiner Elf. Christopher Erwin Binder stellte in der 76. Minute per sehenswerten direkten Freistoß auf 2:2, und plötzlich war wieder alles offen. „Das 1:1 direkt nach der Pause war enorm wichtig. Beim Stand von 2:1 hielt unser Torhüter Julian Katnik dann mit einer unglaublichen Parade die Partie noch offen. Dann hat uns das so wichtige 2:2 wieder Hoffnung gegeben“, fasste Struger diese entscheidende Phase zusammen.
In der Schlussphase blieb Feistritz dran und ließ sich auch von der aufgeheizten Stimmung nicht vom Weg abbringen. Nach der Roten Karte gegen Gurnitz-Torschütze Aleksandar Markovic in der 82. Minute kippte die Partie endgültig in ihre entscheidende Phase. In der 89. Minute traf Timon Gerold Hafner dann ein zweites Mal und machte den 3:2-Auswärtssieg perfekt. Für Struger war das die Krönung eines Spiels, in dem seine Mannschaft vor allem über den Willen kam. „Wir gaben nicht auf. Wir kämpften weiter und holten uns den Sieg nach zweimaligem Rückstand“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wie unerquicklich die Partie zwischen vielen Nickeligkeiten verlief. „Die Partie war sehr zerfahren“, meinte er.
Ganz rund war der Nachmittag für Feistritz trotz des Auswärtssieges also nicht. Struger sprach klar an, wo seine Mannschaft noch zulegen muss: „Ganz klar, die zwei Gegentore aus Standardsituationen müssen wir in den Griff bekommen. Und im vorderen Drittel müssen wir die Chancen besser ausspielen.“ Dass es nach dem 3:2 noch hitzig blieb, zeigten auch die Ausschlüsse in der Nachspielzeit, als Timon Gerold Hafner sowie auf Gurnitzer Seite Manuel Ruttnig Rot sahen. Unter dem Strich überwog bei den Gästen aber die Erleichterung. „Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft, dass wir so einen wichtigen Sieg eingefahren haben nach den schweren Spielen in den letzten Wochen“, sagte Struger. "Des Weiteren möchte ich unserem Kapitän Markus Rulitz, der nach einem schweren Foul der Gurnitzer, welches auch korrekterweise mit Glattrot sanktioniert wurde, verletzt raus musste, alles Gute und gute Besserung wünschen!" meint er noch. Feistritz steht nach Runde 13 nun bei 18 Punkten und geht mit einem spürbaren Erfolgserlebnis in den Herbstabschluss.