Auswärtsdreier für den FC Lurnfeld in der 1. Klasse West: Beim SV Tristach setzten sich die Kärntner mit 1:0 durch. Entscheidend war ein Treffer nach der Pause, nachdem es zur Halbzeit noch 0:0 gestanden hatte. Trainer Bernhard Marktl sprach von einem „ganz, ganz verdienten Sieg“ und hob eine reife Mannschaftsleistung hervor – samt starker junger Achse. „Nach schwerer Auslosung und einem zähen Start in die Rückrunde ist das immens wichtig für die Moral“, sagte der Lurnfeld-Coach.

Die Partie folgte früh einer klaren Linie: Lurnfeld übernahm das Kommando und kam schon in den Anfangsminuten zu Großchancen. Bernhard Marktl brachte es auf den Punkt: „Wir waren neunzig Minuten klar die bessere Mannschaft, haben in der ersten Halbzeit sechs, sieben sehr gute Chancen gehabt, aber das Tor versäumt.“ Besonders eine Szene blieb ihm hängen: „In der siebten Minute läuft unser Stürmer allein auf den Tormann – eine hundertprozentige.“ Tristach kam so kaum zur Ruhe, dennoch stand es zur Pause 0:0. Nach dem Wechsel blieb Lurnfeld dran – und belohnte sich. In der 57. Minute fiel das 0:1: „Jakob Unterkofler erobert in der Mitte gut den Ball, spielt auf die Seite zu Sandro Unterkofler, und Ilay Morgenstern vollendet in der Mitte souverän“, schilderte Marktl den entscheidenden Angriff. Mehr brauchte es nicht, weil Lurnfeld „von Anfang bis zum Schluss nichts anbrennen ließ“ und das knappe Ergebnis sauber über die Zeit brachte.
In der Analyse blieb Marktl bei einem Leitmotiv: „Die größte Stärke dieser Mannschaft ist das Kollektiv. Wir haben keine Einzelspieler, die herausragen, wir sind auf jeder Position gut besetzt.“ Gleichzeitig lobte er die Mischung: „Wir hatten heute eine sehr gute Kombination aus Jung und Alt.“ Besonders stolz war der Coach auf drei Youngster: Ein 16-Jähriger gab in der Innenverteidigung sein Startelfdebüt, ein 15-Jähriger im zentralen Mittelfeld ebenso. Und vorne sorgte der Matchwinner für die Überschrift des Tages: „Für mich war Ilay Morgenstern der Mann des Spiels – und er ist erst siebzehn.“ Dass gerade die Jungen das enge Auswärtsspiel entschieden, passte für Marktl zum Gesamtbild: „Das ist das Schöne, wenn das Kollektiv trägt – dann trauen sich die Jungen was zu und liefern.“
Zum Gegner fand Lurnfelds Trainer ehrliche Worte, ohne nachzutreten: „Tristach hatte an diesem Wochenende eine Doppelrunde, sie haben schon am Freitag gespielt und heute wieder. Sie waren einfach nicht in der Lage, uns etwas entgegenzusetzen.“ Auch die Rahmenbedingungen sprach er an und blieb dabei fair: „Bei so einem Spiel den Schiedsrichter alleine zu bestellen, ist schwierig. Er ist nicht mehr der Jüngste und hat einige Sachen nicht sehen können, weil die Laufleistung fehlt. Aber ich will nicht kritisieren – wir sind froh, dass wir überhaupt einen Schiedsrichter haben.“ Was nimmt Lurnfeld mit? Vor allem Stimmung und Freude: „Ich will, dass die Laune gut bleibt und der Spaß da ist. Es muss jeder gern zum Training kommen – dann läuft das, dann funktioniert das.“ Nach dem wichtigen 1:0 und der Bestätigung der eigenen Linie will Lurnfeld genau daran anknüpfen: weiter aktiv sein, Chancen nutzen – und den Schub für die nächsten Runden mitnehmen.