Spielberichte

"Wir haben leider sehr viele Verletzte gehabt" – Penk/Reißeck erklärt das Abrutschen auf Rang drei

SV Penk/Reisseck

Beim 1. Klasse West-Dritten SV Gregoritsch Penk/Reißeck fällt der Rückblick auf das Frühjahr deutlich nüchterner als auf weite Teile der Saison aus. Der Verein hielt sich lange in der Spitzengruppe, beendete das Spieljahr mit 40 Punkten aber auf Rang drei. Sektionsleiter Gerald Egarter sieht dafür vor allem einen Grund: die vielen Ausfälle, die sich über Wochen durchgezogen haben und die Mannschaft sportlich spürbar eingebremst haben.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Vom zweiten Platz auf Rang drei

Mit seiner ersten Antwort machte Egarter gleich klar, wie er die vergangenen Monate einordnet. "Gut funktioniert? Das ist eine gute Frage", sagte der Sektionsleiter und sprach damit die sportliche Entwicklung offen an. Penk/Reißeck lag im Laufe der Saison mehrfach auf Platz zwei und hielt sich lange ganz vorne, nach dem Frühjahr blieb aber Rang drei stehen. Vor allem der Endspurt passte ins Bild: Gegen FC Lurnfeld setzte es ein 0:2, gegen SV Egg und SV Tristach gab es jeweils ein 2:2, dazu kamen die Niederlagen gegen SG Gitschtal und Oberlienz. Egarters Bilanz dazu fiel entsprechend klar aus: "Wir haben leider sehr wenig Punkte gemacht im Frühjahr. Dadurch sind wir auf den dritten Tabellenplatz abgerutscht."

Verletzungen als ständiger Begleiter

Den Hauptgrund sieht Egarter nicht in mangelndem Einsatz, sondern in den personellen Problemen, die den Verein über längere Zeit begleitet haben. "Wir haben leider sehr viele Verletzte gehabt", sagte er und schob sofort ein Lob an die Mannschaft nach. Gerade dieser Zusatz zeigt, wie der Funktionär die Saison bewertet: nicht als Frage der Einstellung, sondern als ständiges Improvisieren. "Ich muss der Mannschaft trotzdem ein Kompliment aussprechen, weil wir immer elf Mann am Platz gehabt haben und sie immer das Beste gegeben haben", betonte Egarter. Er verwies zudem darauf, dass das Team trotz der Ausfälle immer noch eine schlagkräftige Formation stellen konnte. Schwer wiegt dabei vor allem ein Kreuzbandriss, dazu fällt auch Florian Fuchs nach einem Muskelriss im Oberschenkel voraussichtlich den ganzen Herbst aus. Bei den übrigen verletzten Spielern hofft Egarter auf Entspannung: Sie sollten im Laufe der Vorbereitung oder spätestens zum Start wieder zur Mannschaft stoßen.

Im Dorfclub bleibt es trotzdem ruhig

Trotz der sportlich enttäuschenden Punkteausbeute beschreibt Egarter das Innenleben des Vereins bemerkenswert stabil. "Die Stimmung in der Mannschaft ist grundsätzlich immer gut", sagte er und weitete das gleich auf das Umfeld aus. Für ihn ist das kein Nebensatz, sondern ein Grundzug des Klubs. "Wir sind ein kleiner Verein, wir sind ein Dorfclub. Da ist die Stimmung immer gut", so Egarter. Gerade nach einem Frühjahr, in dem die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, ist das eine Aussage mit Gewicht. Auch abseits des Platzes gab es laut dem Sektionsleiter keinen größeren Umbruch. "Sonst ist alles gleich bei uns", sagte er. Lediglich auf Funktionärsebene hat sich etwas verändert: Die bisherige Kassiererin ist zurückgetreten, übernommen hat ihr Vater.

Keine Einzelkritik, noch keine Transfer-News

Auffällig ist auch, dass Egarter keinen einzelnen Spieler besonders herausheben wollte. "Ich schätze nicht, dass ich einen besonders hervorheben könnte. Sie schauen alle, dass sie das Beste für den Verein geben", sagte er. Damit zieht sich eine klare Linie durch seine gesamte Einordnung: Penk/Reißeck versteht sich weiterhin als Mannschaft und nicht als Team, das Erfolge oder Rückschläge an einzelnen Namen festmacht. Beeindruckt hat Egarter in dieser Saison vor allem eine junge, kompakte Mannschaft mit einem sehr guten Frühjahr. Mit Blick auf die nächsten Wochen hält sich der Verein selbst noch bedeckt. "Die Transferzeit ist im Laufen und noch nichts Weiteres spruchreif", erklärte Egarter. Für die Vorbereitung bedeutet das vorerst vor allem eines: auf die Rückkehr weiterer Spieler hoffen, die personelle Lage beruhigen und nach einem Frühjahr mit zu wenigen Punkten wieder näher an jene Konstanz herankommen, mit der Penk/Reißeck lange in der Spitzengruppe mitgemischt hat.