Spielberichte

Ohne Legionäre in die Kärntner Liga – Rekelj: „Wir setzen weiter auf unsere Jungs“

SGA Sirnitz

In der Unterliga Mitte hat die SGA Sirnitz als Underdog die Liga im Sturm erobert – am Ende stand der Meistertitel. Co-Trainer Bernhard Rekelj spricht von Aufbruchsstimmung: Erstmals geht der Dorfklub in der Kärntner Liga an den Start, das Training beginnt am Dienstag. Transfers? Fehlanzeige – Sirnitz bleibt seiner Linie treu und setzt weiter auf regionale Spieler ohne Legionäre. Im Gespräch erklärt Rekelj, warum Teamgeist der Schlüssel war und was nun ansteht.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vom Underdog zum Meister

Einen kräftigen Rückblick lieferte Co-Trainer Bernhard Rekelj ohne Umschweife. „Es war eine unglaubliche Halbsaison. Als absoluter Underdog haben wir uns zum Meister gekürt“, sagt er und verteilt „riesengroßen Respekt und Applaus“ an Mannschaft und Vorstand. „Es war Wahnsinn, einfach bombenmäßig.“ Auch ein Blick auf odie Zahlen passt dazu: 62 Punkte, oft an der Tabellenspitze, zwischendurch eine kurze Delle, am Ende wieder ganz oben. Punktgleich mit Landskron und Feldkirchen, knapp dahinter Wölfnitz – enger geht’s kaum. Genau dieses enge Rennen macht den Stolz im Lager Sirnitz greifbar. Rekelj betont, dass es keine Selbstverständlichkeit war, Woche für Woche abzuliefern: „Wir waren nie die Favoriten, aber die Burschen sind drangeblieben und haben sich nie hängen lassen.“ Aus dieser Haltung speist sich für ihn der Meistertitel, und sie soll die Basis für den nächsten Schritt bleiben.

Teamgeist, keine Legionäre, alles fit

Dass in Sirnitz nicht nur die Tabelle, sondern vor allem das Miteinander stimmt, zieht sich durch jedes seiner Sätze. „Menschlich ist die ganze Mannschaft hervorzuheben. Das Mannschaftsgefühl in Sirnitz ist unfassbar, das war der Grundstein für den Erfolg“, sagt Rekelj. Auch sportlich sieht er eine gesunde Mischung: „Wir haben sehr gute erfahrene Spieler mit hoher Qualität und sehr gute Junge, die voll mitziehen.“ Ein besonderer Dank gilt auch dem Trainerteam, welches immer voll und ganz hinter der Mannschaft steht! An der Kaderpolitik ändert der Schritt in die Kärntner Liga nichts: „Fixe Neuzugänge oder Abgänge habe ich nicht. Wir spielen weiterhin ohne Legionär und setzen auf die Jungs aus der Region. Besonders hervorzuheben ist auch unsere U17, die in der Elite U17 unter Trainer Zauchner ebenfalls den Meister stellte!" Das Fundament rundherum steht ebenfalls. „Im Verein bleibt alles gleich, das Trainerteam steht, der Vorstand auch.“ Dazu passt der aktuelle Status: „Alles fit, alles an Bord.“ Und mit einem Extra-Dank erwähnt er die Hilfe von Martin Hinteregger: „Martin hat in entscheidenden Partien ausgeholfen und war wichtig für uns.“

Aufbruch in die Kärntner Liga und Lehren aus Wölfnitz

Im Hier und Jetzt überwiegt jedoch die Vorfreude. „Es ist Aufbruchsstimmung. Das erste Mal Kärntner Liga“, beschreibt Rekelj die Lage. „Die Jungs werden jetzt dann mit dem Feiern aufhören. Wir starten am Dienstag mit dem Training und wollen uns gut vorbereiten, um dort eine gute Figur zu machen.“ Dass die Latte höher hängt, hat Sirnitz gegen einen Gegner bereits gespürt: „Wölfnitz hat uns am meisten beeindruckt. Vor allem daheim im Frühjahr waren sie unglaublich gut vorbereitet und aggressiv – wir haben verdient verloren.“ Zwei Niederlagen gegen diesen Kontrahenten taten weh, lieferten aber auch Stoff für die Weiterentwicklung. Zum Abschluss richtet Rekelj noch einmal den Blick nach vorne: „Wir freuen uns auf die neue Saison, sind unglaublich stolz, aber ruhen uns nicht aus. Wir werden alles geben, um in der neuen Liga möglichst gut abzuschneiden.“