Spielberichte

Faakersee vor schwerer Saison: "In der Unterliga bleiben – das ist mein Ziel"

FC Faakersee

In der Unterliga Mitte hat der FC Faakersee eine runde Spielzeit hingelegt: 48 Punkte und Platz 5 sind eine stabile Marke. Co-Trainer Johannes Schick nennt es eine "sensationelle Saison", schiebt aber gleich nach, dass wegen vieler Abgänge ein schweres Jahr bevorsteht. Sein Fokus ist klar: der Klassenerhalt. Torhüter Paul Mayerhofer bekommt Extra-Lob, Verletzte gibt es keine, im Betreuerteam bleibt alles wie gehabt. Und eine runde Zahl wirft ihren Schatten voraus: 80 Jahre FC Faakersee, Schick ist seit 40 Jahren dabei.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Saisonrückblick mit klaren Tönen

Johannes Schick wirkt zufrieden, aber geerdet. "Es war eine sensationelle Saison. Zwei, drei Partien haben wir leicht verschenkt, aber es hat über die ganze Saison gepasst", sagt der Co-Trainer, der die Stimmung in Mannschaft und Umfeld als sehr positiv beschreibt. Der Tabellenweg untermauert das: Faakersee arbeitete sich früh nach oben und hielt sich über weite Strecken im Vorderfeld, am Ende stand mit 48 Punkten Rang 5. Ein Spiel blieb Schick besonders hängen: "Gegen Feldkirchen, die erste Hälfte zu Hause – so drei Stürmer habe ich noch nie gesehen, wie die gelaufen sind." Weil der Gegner defensiv wackelte, nutzte Faakersee die Momente und siegte, wie Schick betont, "3:2, aber das war daheim". Dass ihn gerade diese Partie beeindruckte, zeigt, wie konsequent Faakersee auf Chancen gewartet und sie in den richtigen Phasen genutzt hat.

Kaderumbruch: viele Abgänge, wenige Neue

Die große Baustelle für den Sommer ist klar benannt. "Ich sag mal, sieben Abgänge", rechnet Schick vor. "Vier haben aufgehört, drei gehen nach Fried. Zurzeit sind es drei neue Spieler." Viel Substanz verlässt also den Kader, und das ist der Grund, warum Schick die kommende Saison als echte Herausforderung einschätzt: "Es wird nächstes Jahr eine schwere Saison werden." Positiv: Verletzungssorgen gibt es keine. "Verletzte gibt es gar keine", sagt er knapp. Und am Umfeld wird nicht gerüttelt: "Gar nichts. Es bleibt alles gleich." Der Co-Trainer setzt gezielt Akzente, lobt die Achse von hinten nach vorn – allen voran den Mann zwischen den Pfosten. "Unser Tormann, der Mayerhofer, ist gut. Der war brav. Menschlich und von der Leistung." 

Sommerpause kurz, Ziele klar: Jubiläum und Klassenerhalt

Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es rasch weiter. "Sommerpause haben wir jetzt, damit wir ein bisschen genießen, und nächste Woche fangen wir wieder mit dem Training an", sagt Schick. Der Blick auf den Kalender ist ebenso klar: "Ende Juli fängt wieder die Meisterschaft an." Parallel dazu steht ein besonderer Meilenstein an: "Nächstes Jahr haben wir 80 Jahre Faak a. See, und davon bin ich 40 Jahre dabei." Was wünscht er sich zum Jubiläum? Die Antwort kommt ohne Umschweife: "Es wäre schön, wenn wir in der Unterliga bleiben. Das war mein Ziel." Dieser Satz gibt die Richtung klar vor. Mit drei Neuen, einem eingespielten Staff, einem verlässlichen Schlussmann und einer intakten Kabine soll der Klassenerhalt gelingen.