In der 1. Klasse West hat sich ESV Admira Villach nach einem schwierigen Herbst noch auf Rang sieben vorgearbeitet. Sportlicher Leiter Siegfried Mödritscher spricht offen von einer "durchwachsenen" ersten Saisonhälfte, sieht nach nur einer Niederlage im Frühjahr aber einen klaren Schritt nach vorne. Weil die Mannschaft am Ende sogar fünfmal in Folge gewann, geht der Verein mit viel mehr Ruhe und mit einem fast unveränderten Kader in die kommende Saison.
Der Rückblick beginnt bei ESV Admira Villach bewusst selbstkritisch. „Rückblickend muss man sagen, der Herbst war sehr durchwachsen“, sagt Mödritscher und spart die ersten Monate nicht aus. In der Tabelle rutschte ESV Admira Villach nach den ersten Runden ins Hinterfeld, stand zwischenzeitlich sogar auf Rang zwölf und bewegte sich über weite Strecken im unteren Bereich. Mödritscher schildert auch, dass der Verein intern früh reagiert hat. „Wir haben nach fünf Runden reagiert. Danach ist es besser gelaufen“, sagt der sportliche Leiter. Für ihn ist damit klar, dass diese Phase zwar zur Saison gehört, aber nicht das Bild bestimmen soll, mit dem man in den Sommer geht. „Den Herbst müssen wir eigentlich abhaken, der war nicht berauschend“, formuliert er es ohne Ausflüchte.
Umso deutlicher fiel dann der Umschwung in der zweiten Saisonhälfte aus. Mödritscher spricht von „einer super Vorbereitung“ und davon, dass gerade die vielen jungen Spieler immer besser in Schwung gekommen seien. „Im Frühjahr haben wir das dann in unsere Richtung gedreht“, sagt er, und der Blick auf die Ergebnisse passt dazu. ESV Admira Villach gewann die letzten fünf Saisonspiele gegen SV Baldramsdorf mit 5:1, gegen SV Tristach mit 4:1, gegen SV Spittal 1b mit 3:0, gegen Oberlienz mit 3:2 und gegen TSU Ainet mit 2:1. So ging es vom elften Platz noch hinauf auf Rang sieben. Dass Mödritscher dabei keinen einzelnen Namen in den Vordergrund stellt, ist bezeichnend. „Es ist kein einzelner Spieler hervorzuheben. Im Frühjahr war es die geschlossene Mannschaftsleistung, das Kollektiv, das als Einheit agiert hat und von Spiel zu Spiel stärker geworden ist“, sagt er.
Aus dieser Entwicklung leitet ESV Admira Villach auch den Kurs für die kommende Saison ab. Einen großen Umbruch wird es nicht geben, im Gegenteil. Nach Angaben von Mödritscher verändert sich aktuell nur eine Position im Kader: Im Tor wechselte Philipp Kranzelmayer nach Nötsch, dafür kam mit Rudolf Dimnig ebenfalls aus Nötsch ein neuer erfahrener Unterliga-Tormann. „Der Großteil des Kaders bleibt eigentlich unverändert“, sagt Mödritscher, der zusätzlich betont: „Wir haben die Spieler auch für die kommenden zwei Jahre schon mehr oder weniger fixiert.“ Gesucht wird nur noch ein zentraler Mittelfeldspieler, einen konkreten Namen gibt es dafür noch nicht. Dazu kommt, dass Trainer und Co-Trainer bleiben und derzeit keine Verletzungssorgen bestehen. Im Vereinsumfeld stehen zwar Neuwahlen im Vorstand an, sportlich ist die Richtung aber klar. ESV Admira Villach will genau dort weitermachen, wo das Frühjahr aufgehört hat. Dass Mödritscher mit SG Gitschtal und SV Egg die beiden Aufsteiger als stärkste Teams der Liga hervorhebt, zeigt auch, wie nüchtern die Lage in Villach eingeschätzt wird: Die Messlatte ist bekannt, aber die eigene Entwicklung stimmt.