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„Wenn wir die Jungen halten, wird’s aufwärts gehen“ – Magdalener SC setzt weiter auf seinen Nachwuchs

Magdalener SC

Beim 1. Klasse West-Klub Magdalener SC ist nach dem 1:0 zum Saisonabschluss gegen SV Tristach einiges in Bewegung, auch wenn im Kader noch nicht viel fixiert ist. Platz acht mit 28 Punkten ist die nüchterne Bilanz, im Gespräch mit LigaPortal sprach Raimund Zadnikar aber vor allem über die Entwicklung der jungen Spieler. Seine klare Linie dabei: „Wenn wir die Jungen halten und mit ihnen weiterspielen, dann wird’s aufwärts gehen.“

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwischen stabilem Herbst und schwieriger Schlussphase

Ein Blick auf den Saisonverlauf zeigt recht gut, warum man den Magdalener SC derzeit nicht nur nach dem nackten Tabellenplatz beurteilen will. Die Mannschaft bewegte sich über weite Strecken im Bereich zwischen Rang sechs und Rang acht, ehe es zum Ende hin noch einmal etwas unruhiger wurde. In den letzten fünf Spielen setzte es Niederlagen gegen FC Mölltal, FC Lurnfeld, SV Egg und SG Gitschtal, erst zum Abschluss gelang mit dem 1:0 gegen SV Tristach wieder ein Erfolgserlebnis. Zadnikar schaut trotzdem nicht nur auf diese Ergebnisse, sondern stärker auf das, was innerhalb der Mannschaft gewachsen ist. „Die Einstellung hat funktioniert, weil es alles junge Leute waren“, sagte er, und genau dieser Satz erklärt viel von seinem Rückblick. Es geht beim Magdalener SC derzeit offenbar nicht nur darum, wo man am Ende steht, sondern auch darum, auf welcher Basis diese Mannschaft weiterarbeiten kann.

„Vor denen ziehe ich den Hut“

Besonders deutlich wurde Zadnikar, als es um die jungen Spieler ging. Er wollte bewusst keine einzelnen Namen hervorheben, weil er, wie er selbst sagte, niemanden vergessen wollte. Inhaltlich war seine Aussage aber klar und durchaus stark. „Ich habe in Magdalen acht junge Spieler von der U17 und zwei, drei von der Reserve eingebaut. Vor denen ziehe ich den Hut“, sagte er. Für einen Verein wie den Magdalener SC ist das mehr als eine Randnotiz. Es zeigt, dass hier nicht nur aufgefüllt wurde, sondern dass junge Spieler tatsächlich Verantwortung übernehmen mussten. Zadnikar sprach davon, dass sie es „wirklich sehr gut gemacht“ hätten und sich bereits verbessert hätten. Dazu kam noch ein Satz, der im Unterhaus oft mehr sagt als jede große Analyse: „Es waren super Burschen.“ Gemeint war damit nicht bloß der Umgang in der Kabine, sondern die Bereitschaft, sich für die Mannschaft einzusetzen, zu kämpfen und dranzubleiben. Genau darin sieht er das Fundament für die nächsten Monate.

Trainerwechsel, Abgänge und noch offene Kaderfragen

Rund um die Kampfmannschaft hat sich in den vergangenen Wochen dennoch etwas verändert. Laut Zadnikar gab es vor ungefähr drei Wochen einen Wechsel auf der Trainerbank, außerdem wurde die Funktion des sportlichen Leiters neu besetzt. Im Kader selbst ist die Lage dagegen noch nicht abgeschlossen. Fix ist laut seinen Angaben, dass Christoph Erlacher, Jonas Erlacher und Luka Gabersek den Verein verlassen haben. Dazu kam noch ein Karriereende. Neue Spieler gibt es im Moment noch nicht. „Nein, momentan noch nicht. Wir sind mit ein paar im Gespräch, aber das hat noch Zeit. Erst im Juli“, sagte Zadnikar. Auch das passt zu einem Sommer, in dem offenbar nicht hektisch gearbeitet wird, sondern eher mit Ruhe. Wichtig für die Vorbereitung ist jedenfalls, dass es personell keine zusätzlichen Sorgen gibt. „Gott sei Dank nicht, derweil ist alles okay“, meinte er auf die Frage nach verletzten oder angeschlagenen Spielern. Für einen Trainer ist das vor dem Neustart zumindest ein Punkt, auf dem sich aufbauen lässt.

Was Magdalen von Egg und Gitschtal mitnehmen will

Interessant war auch Zadnikars Blick über die eigene Mannschaft hinaus. Besonders beeindruckt haben ihn in der Liga SV Egg und SG Gitschtal, also genau jene beiden Teams, die ganz vorne standen. Seine Begründung war dabei weniger spektakulär als nachvollziehbar. Bei Gitschtal hob er hervor, dass dort mit einheimischen Spielern gearbeitet werde, bei Egg gefiel ihm die Entwicklung über die letzten beiden Jahre. „Egg hat das Gleiche durchgemacht wie wir, sie spielen mit Jungen und haben sich wirklich herausgemacht“, sagte er. Genau darin steckt auch ein kleiner Ausblick auf den Magdalener SC selbst. Der Vergleich soll nicht größer gemacht werden, als er ist, aber die Richtung ist klar. Wenn ein Verein seine jungen Spieler hält, sie weiter begleitet und den Kader gezielt ergänzt, kann daraus Schritt für Schritt mehr entstehen. Oder, wie es Zadnikar selbst schlicht formulierte: „Ich wünsche ihnen viel Glück. Und ich hoffe, uns passiert es auch so.“ Damit ist die Hoffnung des Magdalener SC vor dem Sommer ziemlich treffend beschrieben.