Spielberichte

"Wir mussten ": Lurnfeld dreht Derby nach 0:1 noch mit 3:2

SV Baldramsdorf
FC Lurnfeld

In der 1. Klasse West hat der SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf das Derby gegen FC Lurnfeld nach einer 1:0-Führung noch mit 2:3 verloren. Für Lurnfeld-Trainer Bernhard Marktl war es zwar das "erwartet schwere Derby", am Ende aber auch "ein verdienter Sieg". Ausschlaggebend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft trotz vieler ungenützter Möglichkeiten und des Rückstands ruhig blieb und ihren Weg konsequent weiterging.

Torwart in Neongelb spielt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zur Pause torlos, aber nicht aus dem Konzept

Schon die erste Hälfte erklärte aus Lurnfelder Sicht viel vom späteren Ausgang. Zwar ging es mit einem 0:0 in die Pause, doch mit der Leistung seiner Mannschaft war Marktl davor keineswegs unzufrieden. "Wir hatten in der ersten Halbzeit zwölf Chancen und haben kein Tor gemacht", sagte der Trainer, der sein Team dennoch auf Kurs sah. Für ihn war wichtig, dass die Partie nicht hektisch wurde, obwohl sich die Gäste für ihren Aufwand zunächst nicht belohnten. Genau das habe er seiner Mannschaft von Anfang an mitgegeben: "Wir mussten geduldig bleiben, auf unsere Qualität vertrauen und unsere Chancen nutzen." Dass zur Halbzeit noch kein Treffer gefallen war, änderte daher nichts an der grundsätzlichen Einschätzung.

Baldramsdorf geht voran, Lurnfeld antwortet sofort

Direkt nach dem Seitenwechsel nahm das Derby dann Fahrt auf. Dejan Marijanovic brachte Baldramsdorf in der 47. Minute mit 1:0 nach vorne und sorgte damit für jenen Rückschlag, den Lurnfeld erst einmal verdauen musste. Entscheidend war aus Sicht von Marktl aber, dass seine Mannschaft genau in diesem Moment nicht von ihrem Plan abwich. Nur drei Minuten später stellte Nico Payer auf 1:1, in der 56. Minute legte Dominik Heinrich Johann Frühwirth das 1:2 nach. Damit war die Partie komplett gedreht. Marktl verwies danach noch einmal ausdrücklich darauf, dass seine Elf auch nach dem 0:1 einfach weitergespielt habe. Den Ausgleich hob er dabei besonders hervor, für ihn war es der schönste Treffer des Abends: ein Weitschuss aus rund 20 Metern genau ins Kreuzeck.

Lurnfeld bleibt bei seiner Linie

Im Rückblick machte der Lurnfelder Trainer vor allem einen Punkt stark: seine Mannschaft habe dem Derby über weite Strecken ihre eigene Art aufgezwungen. Marktl schilderte Baldramsdorf als jenen Gegner, den er erwartet hatte, nämlich eine Mannschaft, die "mit allem verteidigt, was sie hat", und nach vorne viel über hohe Bälle komme. Besonders Dejan Marijanovic habe er dabei als ständige Gefahr gesehen, weil er "für Tore immer gut" sei. Dass genau er den Führungstreffer erzielte, passte zu dieser Einschätzung. Umso mehr wertete Marktl den Auftritt seiner Mannschaft positiv. "Wir wollten neunzig Minuten lang Fußball spielen und wurden dafür belohnt", sagte er. Für ihn lag genau darin der Unterschied, weil Lurnfeld auch nach dem Rückstand bei seiner Linie blieb und nicht in ein reines Derby-Hin-und-Her kippte.

Später Anschluss ändert nichts am perfekten Start

Mit dem Eigentor von Mika Klösch in der 84. Minute schien Lurnfeld das Derby endgültig auf seine Seite gezogen zu haben, weil der Vorsprung damit auf 3:1 anwuchs. Ganz erledigt war die Partie aber noch nicht, denn Mario Herbert Kogler verkürzte in der Nachspielzeit auf 2:3. Gerade dieser zweite Gegentreffer war für Marktl jener Punkt, den er trotz des Sieges nicht einfach übergehen wollte. "Wir haben heute wieder zwei unnötige Tore bekommen. Wir könnten es einfach souveräner fertig spielen", sagte der Trainer offen. Am Gesamteindruck änderte das aus seiner Sicht aber wenig. "Sechs Spiele, sechs Siege – das spricht für sich", hielt Marktl fest. Lurnfeld bleibt damit auch nach Runde sechs makellos und nahm aus einem schweren Derby genau das mit, was der Tabellenführer im Moment mitnimmt: den nächsten Sieg.

1. Klasse West: Baldramsdorf : Lurnfeld - 2:3 (0:0)

  • 92
    Mario Herbert Kogler 2:3
  • 84
    Eigentor durch Mika Klösch 1:3
  • 56
    Dominik Heinrich Johann Frühwirth 1:2
  • 50
    Nico Payer 1:1
  • 47
    Dejan Marijanovic 1:0