In der 1. Klasse West hat SV Gregoritsch Penk/Reißeck beim SV Tristach nach einer 2:0-Führung nur ein 2:2 mitgenommen. Für Trainer Antun Miskovic steckt die Geschichte des Nachmittags genau in diesem Verlauf: „Wir haben von Anfang an besser gespielt, 2:0 geführt, und das muss man normalerweise zumachen.“ Weil Penk/Reißeck davor weitere Möglichkeiten nicht nützte, kam Tristach noch vor der Pause zurück und legte direkt nach Wiederbeginn den Ausgleich nach.

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Für Penk/Reißeck begann die Partie nach dem Geschmack des Trainers. „Wir haben sehr gut angefangen und zwei, drei gute Chancen gehabt. Leider haben wir sie nicht gleich genutzt“, sagte Miskovic. Trotzdem legten die Gäste noch vor der Pause zwei Tore vor. In der 27. Minute brachte Dominik Jonas Eder seine Mannschaft in Führung, sieben Minuten später erhöhte Albert Daniel Unterlader auf 2:0. Bis dahin hatte Penk/Reißeck das Spiel laut Miskovic „alles unter Kontrolle“. Der Bruch kam aber sechs Minuten vor dem Seitenwechsel, als Jakob Ebner auf 1:2 verkürzte. Miskovic sprach dabei von einem Elfmeter, der seine Mannschaft aus dem Rhythmus brachte und den Vorsprung spürbar kleiner machte.
Dass aus der komfortablen Führung am Ende nur ein Punkt wurde, machte der Trainer vor allem an zwei Phasen fest. Die erste war das Auslassen weiterer Möglichkeiten vor dem 1:2, die zweite der Start nach Wiederbeginn. „Vor der Pause haben wir dann ein bisschen unruhig gestanden. Und in der zweiten Halbzeit haben wir gleich von Anfang an das zweite bekommen“, sagte er. Gemeint war der Treffer von Florian Steurer in der 49. Minute zum 2:2. Danach blieb es beim Remis, obwohl Miskovic seine Mannschaft zunächst näher am Sieg sah. „Wir haben von Anfang an besser gespielt. Wenn du 2:0 führst, musst du das normalerweise zumachen“, hielt der Penk-Coach fest und brachte damit seinen Ärger über den verlorenen Vorsprung klar auf den Punkt.
Trotz des Ärgers über die vergebene Führung fand Miskovic auch positive Punkte. Vor allem die jungen Spieler stellte er heraus, weil sie in einer personell nicht einfachen Situation Verantwortung übernehmen mussten. „Ich muss die jungen Spieler loben. Sie sind das Spiel mit viel Selbstvertrauen angegangen und haben es sehr gut gemacht“, sagte der Trainer. Hintergrund dafür waren laut Miskovic mehrere Ausfälle. Weil verletzungsbedingt erfahrene Kräfte fehlten, bekam die jüngere Reihe mehr Gewicht als sonst. Genau deshalb war für ihn nicht alles negativ, auch wenn er gleichzeitig klar benannte, woran es hakte: „Im letzten Drittel fehlt uns im Moment die Abschlussqualität.“ Für ihn war das der Hauptgrund, warum Penk/Reißeck den Sack nicht zumachte.
Auch den Gegner ordnete Miskovic nüchtern ein. Tristach habe in einigen Phasen Druck aufgebaut und daraus seine Tore gemacht. „Der Gegner hat in einigen Momenten Druck gemacht, so sind auch die Tore gefallen“, sagte er. Bei der aus seiner Sicht strittigsten Szene des Nachmittags vor der Pause war seine Sicht erwartungsgemäß eine andere: „Da hat er ein bisschen für die Heimmannschaft gepfiffen“, meinte der Trainer über den Unparteiischen, schob aber sofort nach, dass die Leistung „im Großen und Ganzen okay“ gewesen sei. Unterm Strich bleibt für Penk/Reißeck nach acht Runden ein Konto von zwölf Punkten und das Gefühl, in Tristach mehr liegen gelassen zu haben. Das 2:2 passt damit gut zu Miskovics Gesamturteil: „Im Großen und Ganzen war es eine ausgeglichene Partie.“