Spielberichte

„Das 0:1 war der Riesenöffner“ – Oberlienz nutzt seine Chancen in Feffernitz eiskalt

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SV Feffernitz
Oberlienz

In der 1. Klasse West hat die Sportunion Oberlienz am Sonntag auswärts beim SV Rapid Feffernitz mit 3:1 gewonnen und damit einen wichtigen Dreier mitgenommen. Zur Pause lagen die Gäste schon 2:0 vorne, nach dem 3:0 kurz nach Seitenwechsel war die Richtung klar. Trainer Mario Steiner sah vor allem in der Geduld, der Ruhe und im eiskalten Nutzen der Möglichkeiten den Unterschied.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Nach ausgeglichenem Beginn kippte das Spiel zu den Gästen

Trainer Mario Steiner beschrieb zunächst eine Partie, die auf beiden Seiten eher vorsichtig begann. "In den ersten zehn Minuten war es eine ausgeglichene Partie mit wenig Chancen auf beiden Seiten", sagte der Oberlienz-Coach. In dieser Phase ging es für seine Mannschaft vor allem darum, die Qualitäten des Feffernitzer Sturms nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. "Wir wollten ihren Stürmer aus dem Spiel nehmen, und das ist uns über 90 Minuten sehr gut gelungen", so Steiner. Nach dieser Anfangsphase fand Oberlienz aber immer besser hinein, wurde im eigenen Spiel ruhiger und legte sich Schritt für Schritt die Grundlage für den Auswärtserfolg. In der 23. Minute schlug sich das schließlich auch auf der Anzeigetafel nieder, als Benjamin Bürgler das 1:0 für die Gäste erzielte.

Das 0:1 als Öffner, das 0:3 als Vorentscheidung

Für Steiner war dieses erste Tor ohnehin die Schlüsselszene des Nachmittags. "Der wichtigste Moment im Spiel war das 0:1 durch Benjamin Bürgler. Das war für uns der Riesenöffner", sagte er. Der Trainer schilderte den Treffer als starke Einzelaktion: Bürgler setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch, machte noch einen Haken und schob den Ball souverän ins lange Eck. Noch vor der Pause legte Oberlienz nach und nahm den Schwung mit. Eine Flanke von Florian Stotter verwertete Julian Gomig in Minute 37 zum 2:0, womit die Gäste laut Steiner "souverän" mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine gingen. Direkt nach dem Seitenwechsel verschlief Oberlienz zwar eine Szene, die mit einem Lattenschuss der Gastgeber endete, bekam die Partie danach aber wieder besser in den Griff. In der 55. Minute fiel das 3:0, als die Gäste in einer Pressingsituation dranblieben und Lukas Wibmer nach Zuspiel von Gomig vollendete.

Warum Steiner mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war

Ganz durch war die Partie damit aus Sicht des Trainers aber noch nicht. Feffernitz kam nach dem 0:3 besser hinein und verkürzte in der 68. Minute durch Bernd Wulschnig auf 1:3. Steiner verschwieg nicht, dass es danach etwas unruhiger wurde. "Am Ende wurde es teilweise noch ein bisschen hektischer, weil wir nicht mehr so die Räume geschlossen haben und der Gegner besser ins Spiel fand", erklärte er. Gleichzeitig verwies er aber auch darauf, dass Oberlienz im Umschalten weitere gute Möglichkeiten vorgefunden hätte. Genau diese Elemente gefielen ihm insgesamt am besten. "Die Umschaltmomente, die Ruhe im Spiel und die Geduld haben heute besonders gut funktioniert", sagte Steiner. Für ihn war der Sieg deshalb nicht nur eine Frage der Tore, sondern vor allem das Ergebnis einer geschlossenen Leistung über weite Strecken.

Respekt vor Feffernitz, aber ein verdienter Auswärtssieg

Entsprechend positiv fiel auch Steiners Gesamturteil aus. Er sprach von einem "sehr guten Gegner", der mit starken Einzelspielern und einer jungen, aggressiven Mannschaft schwer zu bespielen sei. Umso höher bewertete er, dass seine Elf lange ruhig blieb, vorne die Chancen konsequent nutzte und hinten über weite Strecken wenig zuließ. "Es war eine sehr gute Mannschaftsleistung gegen einen sehr guten Gegner", sagte der Oberlienz-Trainer. Sein Fazit fiel deshalb klar aus: "Wir sind trotzdem als verdienter Sieger vom Platz gegangen." Lob gab es von ihm außerdem für den Unparteiischen. "Es war eine sehr gute Schiedsrichterleistung", meinte Steiner. Für Oberlienz ist dieser Auswärtssieg jedenfalls mehr als nur ein ordentliches Ergebnis, denn mit nun 16 Punkten bleibt die Mannschaft in der Spitzengruppe der Liga. Feffernitz hält nach der Heimniederlage bei 13 Zählern.

1. Klasse West: Feffernitz : Oberlienz - 1:3 (0:2)

  • 68
    Bernd Wulschnig 1:3
  • 55
    Lukas Ludwig Gregor Wibmer 0:3
  • 37
    Julian Nikolaus Gomig 0:2
  • 23
    Benjamin Josef Michael Martin Bürgler 0:1