In der 1. Klasse West hat FC-WR Nußdorf/Debant 1b gegen ESV Admira Villach nach Pausenführung noch 1:3 verloren. Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt nicht nur in den drei Treffern nach dem Seitenwechsel, sondern vor allem in einem Dreifachwechsel zur Pause, der deutlich mehr Energie und Druck ins Spiel brachte. Genau daraus entwickelte sich eine Partie, die nach 45 Minuten noch offen, danach aber klarer war.

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Siegfried Mödritscher sah zunächst keinen Abend, der zwingend auf einen Auswärtssieg hinauslief. „Admira ist sehr gut ins Spiel gestartet. Die ersten fünfzehn Minuten waren wir klar dominant und haben es leider verabsäumt, in der zweiten und sechsten Minute die Führung zu machen“, sagte der sportliche Leiter. Genau darin lag für ihn der erste Knackpunkt, denn Nußdorf arbeitete sich danach besser hinein. In der 19. Minute nutzte Simon Moser die erste Möglichkeit zur Führung, und laut Mödritscher „ist da der Faden ein bisschen gerissen“. Bis zur Pause blieb es beim 1:0 für die Gastgeber, weil die Villacher ihre gute Anfangsphase nicht in Zählbares umsetzen konnten und Nußdorf den Vorsprung in die Kabine brachte.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann genau jene Richtung, die Mödritscher schon in der Pause kommen sah. Zur Pause reagierte Admira mit einem Dreifachwechsel, und dieser Eingriff veränderte das Spiel deutlich. „Da ist mehr Energie ins Spiel gekommen“, sagte Mödritscher, der darin die entscheidende Wendung des Abends sah. Admira blieb nun am Drücker, der Ausgleich durch Fabian Michael Pinter in der 50. Minute passte deshalb ins Bild. Danach blieb der Druck der Gäste hoch. In der 68. Minute legte Ayman Alshehadat nach einer Standardsituation das 2:1 nach, und Daniel Brandauer setzte in der 85. Minute mit dem 3:1 den Schlusspunkt. Für Mödritscher war deshalb klar: „Der Dreifachwechsel war die entscheidende Situation im Spiel. Da haben wir viel mehr Energie und mehr Druck gebracht.“
Dass Admira das Spiel am Ende noch klar drehte, erklärte Mödritscher aber nicht nur mit den Toren, sondern vor allem mit der Tiefe im Kader. „Die größte Stärke ist heute von der Bank gekommen“, sagte er und verwies auf die Qualität, die nachgelegt werden konnte. Gerade weil Nußdorf laut seiner Einschätzung „kompakt, jung und unerfahren“ auftrat, seien am Ende die Einzelspieler und die zusätzlichen Optionen entscheidend gewesen. Ganz ohne Kritik wollte er den Abend dennoch nicht stehen lassen. „Verbesserungspotenzial kann man immer finden. Heute war es vielleicht wieder die letzte Entschlossenheit vor dem Tor“, meinte Mödritscher. Gleichzeitig sieht er die Entwicklung positiv: „Es geht in die richtige Richtung. Umso mehr Siege man hat, umso mehr Selbstbewusstsein ist auch in der Mannschaft.“ Dazu passte auch sein Eindruck von einem fairen Abend ohne strittige Szenen, an dem die Spielleitung „sehr souverän“ geblieben sei.