In der 1. Klasse West hat der SV Gregoritsch Penk/Reißeck gegen den FC Mölltal Obervellach trotz 1:0-Führung noch 1:2 verloren. Nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang und einem Treffer von Martin Kummer kurz nach der Pause drehte Mölltal die Partie spät durch Ramon Burger und Stefan Pacher. Trainer Helmut Fercher führte den Auswärtssieg vor allem auf die Steigerung nach dem Seitenwechsel zurück: „In der zweiten Halbzeit waren wir körperlich und läuferisch die bessere Mannschaft.“

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Fercher sah zunächst ein Derby auf Augenhöhe. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen“, sagte der Trainer der Gäste und ergänzte, dass Penk „vielleicht um eine Spur aggressiver“ gewesen sei. Genau diesen Eindruck nahmen die Mölltaler bis zur Pause mit, denn die Gastgeber arbeiteten bissig und ließen die Partie nicht früh in eine Richtung laufen. Das 0:0 nach 45 Minuten passte deshalb auch zum Verlauf. Mölltal hatte aus Sicht seines Trainers in dieser Phase noch nicht jene körperliche und läuferische Überlegenheit auf den Platz gebracht, die nach dem Seitenwechsel den Unterschied machen sollte.
Der Einschnitt kam kurz nach Wiederbeginn. In der 54. Minute brachte Martin Kummer Penk 1:0 in Führung. Gerade dieses Gegentor bezeichnete Fercher als den prägenden Moment, weil seine Mannschaft danach deutlich zulegte. „Wir haben das 0:1 nach der Halbzeit bekommen, danach waren wir klar besser und haben aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen“, sagte er. Für den Mölltal-Coach war also nicht der Rückstand selbst das Problem, sondern vielmehr der Auslöser für eine Reaktion. Von diesem Zeitpunkt an sah er seine Elf im Vorteil, vor allem was Laufarbeit und Robustheit betraf.
Belohnt wurde diese Steigerung allerdings erst spät. In der 80. Minute gelang Ramon Burger der Ausgleich zum 1:1, womit die Gäste ihre stärkere Phase endlich auch am Spielstand festmachen konnten. Ehe Mölltal in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug. Das 2:1 erzielte Stefan Pacher in der 91. Minute. Aus Sicht des Trainers passte diese Wende zur gesamten zweiten Hälfte, in der seine Mannschaft aktiver war und sich für den Aufwand am Ende doch noch belohnte. „Gott sei Dank haben wir 2:1 gewonnen“, sagte Fercher.
Bei aller Freude über den späten Auswärtssieg sparte Fercher nicht mit Anerkennung für den Gegner. „Die waren sehr bissig, vor allem in der ersten Halbzeit“, sagte er über Penk. Gleichzeitig war er überzeugt, dass das hohe Anfangstempo der Gastgeber nicht über die volle Distanz zu halten war: „Was Penk in der ersten Halbzeit gespielt hat, das können sie über 90 Minuten nicht durchziehen, das war ein bisschen zu viel.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen konnte er leben. „Der Schiedsrichter war in Ordnung“, meinte Fercher. Für Mölltal steht damit ein 2:1-Derbysieg und der Sprung auf 16 Punkte zu Buche.