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„Wir waren in den entscheidenden Momenten nicht voll da“ – deshalb ließ Lurnfeld in Kötschach Punkte liegen

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OSK Kötschach-Mauthen
FC Lurnfeld

In der 1. Klasse West hat FC Lurnfeld beim OSK Kötschach-Mauthen ein 2:2 mitgenommen, wirklich zufrieden war Trainer Bernhard Marktl damit aber nicht. Der Lurnfeld-Coach sprach zwar von einem „gerechten Unentschieden“, sah aber klar, warum seine Mannschaft den Sieg nicht holte. Damit blieb nach einer wechselhaften Partie vor allem das Gefühl, dass für seine Mannschaft mehr möglich gewesen wäre.

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schnelle Antwort auf den Rückstand

Der Spielverlauf passte am Ende gut zu dieser Einschätzung. Nach 31 Minuten gingen die Gastgeber durch Kristjan Kovacevic mit 1:0 in Führung, Lurnfeld hatte auf den Rückschlag aber sofort eine Antwort. Nur vier Minuten später stellte Dominik Heinrich Johann Frühwirth auf 1:1, mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst in Richtung der Gäste zu laufen, denn Sandro Unterkofler brachte Lurnfeld in der 48. Minute mit 2:1 nach vorne. Die Führung hielt allerdings nicht bis zum Schlusspfiff. In der 66. Minute glich Christian Niescher für Kötschach-Mauthen zum 2:2 aus. „Im Großen und Ganzen war es ein gerechtes Unentschieden, weil wir zu wenig für einen Sieg gemacht haben“, sagte Marktl und brachte damit seine Sicht auf die 90 Minuten ziemlich genau auf den Punkt.

Marktl spart nicht mit Kritik

Dass seine Mannschaft trotz der Führung nach der Pause nur einen Punkt mitnahm, erklärte der Trainer vor allem mit der eigenen Leistung. „Wir haben zwei Gegentore bekommen, bei denen unsere Innenverteidigung schlecht ausgesehen hat“, sagte Marktl offen. Noch deutlicher wurde er mit Blick auf die Aktionen nach vorne: „In den entscheidenden Momenten waren wir nicht voll da, haben Chancen vergeben und falsche Entscheidungen getroffen.“ Für ihn war genau das der Grund, warum aus dem Zwischenstand von 2:1 kein Auswärtssieg wurde. „Bei meiner Mannschaft hat gestern nicht viel funktioniert“, meinte er außerdem. „Zwei Spieler waren auf ihrem normalen Niveau, alle anderen blieben leider weit von ihrer guten Form entfernt.“ Entsprechend klar fiel auch sein Fazit aus: „Deshalb hatten wir den Sieg nicht verdient.“

Schwieriger Platz und ein möglicher Wachrüttler

Marktl sprach nach dem Spiel auch die Bedingungen in Kötschach an und ordnete die Spielweise der Gastgeber ein. Er sah bei den Gastgebern viele hohe Bälle und vorne mehrere Spieler mit Qualität, die immer für ein Tor gut seien. Gleichzeitig verwies er auf den tiefen Rasen mit vielen Löchern, der ein sauberes Kombinationsspiel für beide Seiten erschwerte. „Auf diesem Platz war es auch für uns sehr schwierig, den Ball flach zu halten“, sagte der Lurnfeld-Coach. Mit der Leistung des Schiedsrichters war er ebenfalls nicht zufrieden, weil aus seiner Sicht manches nicht sauber bewertet werden konnte, da er sich zu zweit weg vom Spielgeschehen befand. Viel wichtiger war ihm aber der Blick nach vorn: „Vielleicht war es genau der Wachrüttler zur richtigen Zeit, dass wir nicht gewinnen können, wenn nicht alle auf ihre Leistungsgrenze gehen.“ Gerade vor den kommenden wichtigen Partien gegen Oberlienz und Irschen nimmt Lurnfeld dieses 2:2 deshalb eher als Warnung denn als zufriedenstellendes Ergebnis mit.

1. Klasse West: Kötschach-Mauthen : Lurnfeld - 2:2 (1:1)

  • 66
    Christian Niescher 2:2
  • 48
    Sandro Unterkofler 1:2
  • 35
    Dominik Heinrich Johann Frühwirth 1:1
  • 31
    Kristjan Kovacevic 1:0