In der 1. Klasse West hat der OSK Kötschach-Mauthen am Samstag daheim gegen den Magdalener SC mit 1:3 verloren. Aus Sicht von Magdalena-Trainer Dragan Kunic war die Partie vor allem vor der Pause entschieden. Seine Mannschaft legte mit einer starken ersten Hälfte den Grundstein, während der OSK erst nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel kam und durch Fabien Unterasinger noch verkürzte.
Für Kunic war nach dem Schlusspfiff schnell klar, wo der Auswärtssieg seinen Anfang genommen hatte. „Die Einstellung meiner Mannschaft war von der ersten Minute bis zur 45. Minute gut. Da haben wir das Spiel mit dem 3:0 schon für uns entschieden“, sagte der Trainer. Genauso entwickelte sich auch die Partie. Besnik Hoxha brachte die Gäste in der 16. Minute mit 1:0 in Führung, legte in der 24. Minute das 2:0 nach und erhöhte in der 32. Minute sogar auf 3:0. Kunic beschrieb die Entstehung der Treffer ebenfalls sehr genau: Das 1:0 fiel nach einer Standardsituation, das 2:0 nach einem Eckball und das 3:0 nach einem Abpraller vom Tormann. Dass Hoxha alle drei Tore erzielte, passte zu einer ersten Halbzeit, in der die Magdalener laut ihrem Trainer „sehr gutes Tempo“ hatten und das klar bessere Team waren.
So zufrieden Kunic mit den ersten 45 Minuten war, so offen sprach er auch über den zweiten Abschnitt. „Die zweite Halbzeit war nicht so gut, aber trotzdem haben wir durch die erste Halbzeit verdient gewonnen“, sagte er. Der OSK kam nach dem Seitenwechsel besser in die Partie, machte nach Einschätzung des Gäste-Trainers „ein bisschen mehr Druck“ und kam auch zu Möglichkeiten. In der 70. Minute wurde das mit dem Treffer von Fabien Unterasinger zum 1:3 auch auf der Anzeigetafel sichtbar. Für den Spielverlauf war dieses Tor noch einmal ein Zeichen dafür, dass die Gastgeber nach der Pause präsenter waren als davor. Kunic blieb in seiner Einordnung aber bei der Linie, dass die Entscheidung schon vor dem Seitenwechsel gefallen war, weil die Magdalener die Partie bis zur Pause klar auf ihre Seite gezogen hatten.
Der entscheidende Unterschied lag für den Trainer deshalb nicht in einzelnen Szenen nach der Pause, sondern im Gesamtbild der ersten Hälfte. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr guten Fußball geboten, und das war entscheidend für das ganze Spiel“, sagte Kunic. Gleichzeitig beließ er es nicht beim Lob, sondern formulierte auch gleich den nächsten Anspruch. „Wir müssen schauen, dass wir in der zweiten Halbzeit zumindest 70 oder 80 Prozent von der ersten Halbzeit auf den Platz bringen.“ Auch zum Drumherum hatte der Trainer eine klare Einschätzung: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, es gab keine umstrittene Situation.“ Der Blick ging bei ihm nach dem Auswärtssieg bereits weiter nach vorne. „Ich hoffe, dass wir diesen Schwung ins Derby gegen Admira Villach bei uns zu Hause mitnehmen“, sagte Kunic. Für die Magdalener war dieses 3:1 damit nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern vor allem wegen der starken ersten Halbzeit, auf die der Trainer nun aufbauen will.