Spielberichte

„Wir haben eine Halbzeit verschenkt“ – SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf hadert mit dem 0:0

SG Oberdrauburg/Nikolsdorf
Dynamo Dölsach

In der 2. Klasse A musste sich die SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf gegen den FC Dynamo Dölsach mit einem 0:0 begnügen. Trainer Marc Angelo Mareschi sah dabei zwei völlig unterschiedliche Hälften: zuerst eine passive Vorstellung ohne richtigen Zugriff, danach eine klare Steigerung mit mehreren guten Möglichkeiten. Weil die Gastgeber ihre Chancen nach der Pause nicht nutzten, blieb es in Runde zwei beim torlosen Remis.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eine Halbzeit lang fehlte der Zugriff

Für Marc Angelo Mareschi begann die Aufarbeitung des Spiels klar mit der ersten Hälfte, und seine Einschätzung fiel deutlich aus. „Die erste Halbzeit haben wir komplett verschlafen. Wir waren passiv, haben keine richtige Initiative genommen und keinen Punch gehabt“, sagte der Trainer der SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf. Genau darin sah er auch den Grund, warum seine Mannschaft vor der Pause nie richtig in die Partie kam. FC Dynamo Dölsach war nach seiner Wahrnehmung in dieser Phase besser im Spiel, während seine Elf zu wenig tat und den Gegner damit erst ins Match brachte. Dass es zur Halbzeit dennoch 0:0 stand, änderte für Mareschi nichts an der Kritik. Für ihn war das keine stabile erste Hälfte, sondern eine verschenkte. „Wir haben im Endeffekt eine Halbzeit geschenkt“, brachte er es nach dem Schlusspfiff noch einmal auf den Punkt.

Nach der Pause am Drücker, aber ohne Belohnung

Umso größer war aus Sicht des Trainers der Unterschied nach dem Seitenwechsel. „Die zweite Halbzeit war komplett umgekehrt. Wir haben das Spiel gemacht, dominiert und Chancen gehabt, aber leider kein Tor gemacht“, erklärte Mareschi. Seine Mannschaft war jetzt das aktivere Team, übernahm die Kontrolle und drängte FC Dynamo Dölsach weitgehend zurück. Der Trainer sprach davon, dass seine Elf „drei, vier gute Chancen“ hatte und den Gegner in dieser Phase kaum noch zur Entfaltung kommen ließ. „Der Gegner ist in der zweiten Halbzeit kaum zwei-, dreimal über die Hälfte gekommen“, sagte Mareschi. Gerade deshalb ärgerte ihn das Resultat besonders. Denn aus seiner Sicht war nach der Pause alles angerichtet, um das Spiel noch auf die eigene Seite zu ziehen. Nur im entscheidenden Punkt blieb seine Mannschaft an diesem Tag hängen: vor dem Tor.

Warum sich das 0:0 für Mareschi nicht richtig anfühlt

Auf die Frage, ob das Unentschieden insgesamt in Ordnung gehe, antwortete der Trainer ohne langes Zögern: „Nein.“ Die Begründung war für ihn ebenso einfach wie nachvollziehbar. „Wir haben viele Chancen gehabt, aber leider kein Tor gemacht. Wenn du kein Tor machst, gewinnst du kein Spiel.“ Damit legte Mareschi den Finger genau auf die Stelle, an der seine Mannschaft nach der klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit liegen blieb. Diskussionen über andere Faktoren wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. Auch den Schiedsrichter nahm er ausdrücklich aus der Gleichung heraus: „Der Schiedsrichter hatte keinen Einfluss auf das Ergebnis.“ So bleibt unter dem Strich ein torloses Heimspiel, das sich für die SG SV Oberdrauburg/TSU Nikolsdorf eher wie zwei getrennte Partien angefühlt haben muss. Nach zwei Runden hält die Mannschaft damit bei vier Punkten, und auch Mareschi wollte das Ergebnis nicht größer machen, als es ist: „Das ist erst die zweite Runde, es ist noch lang.“ Trotzdem war klar herauszuhören, worüber er sich am meisten ärgerte: über die verschlafene erste Halbzeit und über die vergebene Chance, die gute zweite Hälfte mit drei Punkten zu belohnen.