In der 2. Klasse A verlor die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b das Starkstrom-Derby bei der SG Prägraten/Virgen mit 2:3, obwohl die Gäste nach einem 0:3 noch einmal stark zurückkamen. Trainer Thomas Fresser machte nach dem Spiel vor allem die Eigenfehler für die Niederlage verantwortlich, sah aber auch eine letzte halbe Stunde, aus der seine junge Mannschaft für die kommenden Aufgaben spürbar etwas mitnehmen will.

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Aus Sicht von Thomas Fresser war der entscheidende Punkt schnell gefunden. „Zu viele Eigenfehler haben das Starkstrom-Derby entschieden“, sagte der Trainer der SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b nach der Partie. Dabei hatte seine Mannschaft die Anfangsphase noch ordentlich überstanden. Fresser meinte, dass seine Elf in den ersten fünfzehn Minuten „ganz gut mithalten konnte“. Dann ging die SG Prägraten/Virgen in der 16. Minute durch Dylan Jay Biesheuvel in Führung. Fresser schilderte die Szene so, dass ein Freistoß zunächst an die Querlatte ging und der Ball im Nachsetzen über die Linie gedrückt wurde. Nur zwei Minuten später legten die Heimischen nach, Stefan Stemberger traf zum 2:0. Für den Trainer war auch dieses Gegentor eng mit einem Fehler seiner Mannschaft verbunden. Danach entwickelte sich das Derby zwar offen, das Chancenplus sah Fresser aber klar auf Seiten der SG Prägraten/Virgen. Entsprechend deutlich fiel auch seine Analyse der ersten Hälfte aus: „In den ersten 45 Minuten haben wir gegen diese starke, zweikampfstarke Mannschaft keine Lösung gefunden.“
Dass sich die SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b nach der Pause noch einmal in die Partie zurückarbeitete, hob Fresser ausdrücklich hervor. Er sprach davon, dass man im System etwas umgestellt habe und dadurch besser ins Spiel gekommen sei. Trotzdem fiel kurz nach Wiederbeginn das 3:0 für die SG Prägraten/Virgen, als Matthias Fuetsch in der 52. Minute traf. Auch hier sah Fresser den Ursprung wieder bei einem eigenen Fehler. Genau dieser Moment hätte das Derby endgültig kippen lassen können, doch die Gäste gaben sich nicht auf. Fabian Presslaber verkürzte in der 61. Minute auf 3:1 und brachte damit wieder Leben in die Partie. Noch deutlicher wurde es dann in der 73. Minute, als der kurz zuvor eingewechselte Paul Peter Egger das 3:2 erzielte. Fresser gefiel vor allem die Reaktion seiner jungen Mannschaft: „Das Positivste ist natürlich, dass wir nach dem 0:3 nicht den Kopf hängen gelassen haben.“ Laut dem Trainer wurde aus der Partie in dieser Phase noch einmal „ein richtig spannendes Derby“, und wenig später hätte Paul Peter Egger mit etwas mehr Glück sogar noch den Ausgleich erzielen können.
So blieb am Ende zwar keine Belohnung für die Aufholjagd, doch Thomas Fresser versuchte die Niederlage einzuordnen, ohne Ausreden zu suchen. „Übers ganze Spiel gesehen ist die SG Prägraten/Virgen der verdiente Sieger“, sagte er offen und verwies noch einmal darauf, dass seine Mannschaft die drei Gegentore durch Abwehrfehler selbst mitverschuldet habe. Gleichzeitig wollte er die Leistung des Gegners nicht kleinreden. Die SG Prägraten/Virgen sei eine „sehr kampfbetonte Heimmannschaft“, sagte Fresser, und fügte an: „Hier wird auch die eine oder andere Mannschaft noch Zähne lassen.“ Auch das Thema Spielleitung schob er bewusst zur Seite. „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, meinte der Trainer. Natürlich gebe es in einem hitzigen Derby immer die eine oder andere Szene, über die man reden könne, „aber auf den Schiedsrichter werden wir uns nicht ausreden“. Viel wichtiger war ihm der Blick auf das, was seine Mannschaft aus diesem Abend mitnehmen kann. „Wir müssen jetzt schauen, den Schwung von der letzten halben Stunde ins nächste Meisterschaftsspiel mitzunehmen“, sagte Fresser. Gerade nach dem 0:3 habe die junge Mannschaft mit Moral und Kampfgeist gezeigt, dass sie in solchen Partien noch einmal zurückkommen kann.