In der 2. Klasse A hat Rapid Lienz 1b das Auswärtsspiel bei SG Defereggental/St. Jakob mit 3:1 gewonnen, auch wenn es nach dem Blitzstart lange nicht nach einem klaren Abend aussah. Trainer Tolga Sarisaltik sah eine nervöse erste Hälfte, danach aber eine deutlich ruhigere Mannschaft. Genau dieser Unterschied zwischen den beiden Halbzeiten erklärte für ihn am Ende auch, warum die Punkte nach Lienz gingen und der dritte Auftritt der Saison erfolgreich endete.

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Für Rapid Lienz 1b begann die Partie so, wie man sie sich als Auswärtsteam nur wünschen kann. „Eigentlich war es ein Traumstart“, sagte Trainer Tolga Sarisaltik nach dem Spiel, denn schon nach 45 Sekunden brachte Ahmed Abdulameer Abdulwahid Al-Hasaai die Gäste mit 1:0 in Führung. Die frühe Führung brachte aber keine Ruhe hinein. Bereits in der 3. Minute glich Marvin Johann Christoph Obkircher für SG Defereggental/St. Jakob zum 1:1 aus, und genau diese Phase störte den Rapid-Coach sichtbar. „Da waren wir einfach viel zu schlapp, viel zu ungenau“, sagte Sarisaltik. Danach musste sich die Partie erst wieder sortieren. Der Trainer sprach von einem Hin und Her, in dem seine Mannschaft zwar ein Chancenplus hatte und in vielen Aktionen, unter anderem bei einem Stangentreffer, gefährlich wurde, insgesamt aber zu nervös blieb. Auch die Hausherren blieben im Spiel, weil sie mit ihrer defensiven Ausrichtung und ihren Kontern immer wieder gefährlich wurden.
Der entscheidende Unterschied kam für Sarisaltik nach der Pause. Zur Halbzeit reagierte er mit einem Doppelwechsel, und aus seiner Sicht brachte genau dieser Schritt mehr Ordnung ins eigene Spiel. „Das hat uns vielleicht ein bisschen mehr Stabilität gebracht“, sagte der Trainer. Gleichzeitig zogen sich die Hausherren im zweiten Durchgang etwas zurück und überließen Rapid Lienz 1b häufiger den Ball. „Das haben wir angenommen“, meinte Sarisaltik, und genau darin sah er den Moment, in dem seine Mannschaft besser in die Partie fand. Die Gäste spielten ruhiger, machten im Kurzpassspiel weniger Fehler und wirkten klarer in ihren Abläufen. In der 62. Minute folgte die Belohnung, als Janis Mario Dalpra zum 2:1 traf. Auch danach blieb das Spiel nicht völlig einseitig, weil es auf beiden Seiten noch Chancen gab. Als SG Defereggental/St. Jakob in der Schlussphase mehr riskierte und hinten aufmachte, nutzten die Lienzer den Platz. Paul Michael Wassertheurer stellte in der 89. Minute mit dem 3:1 den Endstand her. Strittige Szenen sah Sarisaltik übrigens keine: „Der Schiedsrichter hat gepfiffen, er hatte keinen Einfluss aufs Spiel.“
So zufrieden Sarisaltik mit dem Ergebnis war, so klar sprach er danach auch die Punkte an, die ihm noch nicht gefallen. „Wir waren in der ersten Halbzeit viel zu nervös“, sagte er und führte das sehr konkret aus. Es seien ungenaue Bälle auf vier oder fünf Meter gewesen, dazu fehlten ihm saubere Absprachen und klare Kommandos. Gerade deshalb wertete er die Reaktion seiner Mannschaft hoch. „Wichtig war, dass wir es in der zweiten Halbzeit gleich geschafft haben, es anders zu machen, es besser zu machen, sich gegenseitig aufzubauen und positiv zu bleiben“, erklärte der Trainer. Darin sah er die größte Stärke seines Teams an diesem Abend. Gleichzeitig formulierte er auch den klaren Auftrag für die kommenden Wochen: „Wir brauchen 45 Minuten Anlauf, um in die Partie reinzukommen.“ Nach drei Spielen mit zwei Siegen und einer Niederlage sieht er Rapid Lienz 1b zwar „auf dem richtigen Weg“, verwies dabei auch auf die Mischung aus Jung und Alt sowie auf eingesetzte Spieler aus der Kampfmannschaft und der U17. Ausruhen will er sich darauf aber nicht. „Wir müssen weiter hart arbeiten, weil die nächsten Spiele nicht einfacher werden“, sagte Sarisaltik nach einem Auswärtssieg, der am Ende verdient war, aber auch gezeigt hat, woran seine Mannschaft noch arbeiten muss.