Spielberichte

Weißenstein/Töplitsch dreht 1:2 gegen Landskron 1b – Patrick Staudacher: „Matchplan nicht aufgegangen“

Weißenstein/Töplitsch
SC Landskron 1b

Mit klaren Worten ordnete Patrick Staudacher die 90 Minuten ein: Die Begegnung zwischen SG SK Weißenstein/SV Töplitsch und SC Landskron 1b in der 2. Klasse B begann aus seiner Sicht mit einem Plan, der früh ins Wanken geriet, kippte nach der Pause kurz in Richtung Gäste und endete mit einer druckvollen Antwort seines Teams. Der Coach sprach von weitgehend ausgeglichener Kontrolle, lobte Charakter und Pressing seiner Mannschaft – und skizzierte bereits eine harte Trainingswoche vor dem Derby, um die erarbeiteten Punkte zu behaupten.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

Foto von Amr Taha™ auf Unsplash

Früher Planbruch, zähe erste Halbzeit

Staudacher blieb in der Analyse der Anfangsphase deutlich: „In der ersten Halbzeit hat Landskron besser gespielt.“ Seine Elf setzte dennoch den ersten Wirkungstreffer: Zan Pregelj vollendete in Minute 11 zum 1:0. Nur wenig später glich Lukas Tauchhammer in der 15. Minute für Landskron 1b zum 1:1 aus – der offene Schlagabtausch des ersten Durchgangs war gesetzt, zur Pause stand es 1:1. Der Trainer beschrieb die Grunddynamik nüchtern und sprach von einem Matchplan, der „von der ersten Minute an nicht aufgegangen“ sei; zugleich blieb das Spiel bei den Ballbesitzanteilen „ziemlich ausgeglichen“.

Vom 1:2-Schock zur druckvollen Wende

Nach dem Seitenwechsel schlug erneut Lukas Tauchhammer zu und brachte die Gäste in der 49. Minute mit 1:2 in Front. Weißenstein/Töplitsch suchte und fand die passende Antwort: Nirmel Bajramovic stellte in Minute 55 auf 2:2, und Christoph Ebner drehte das Momentum mit dem 3:2 in der 60. Minute zugunsten der Hausherren. Staudacher fasste die Phase zwischen Rückstand und Comeback so zusammen: „Nach dem 2:1 für Landskron hätten sie den Sack zumachen können – haben sie aber nicht. Dann haben sie den Faden verloren, und meine Mannschaft hat Charakter gezeigt, hoch gepresst, sie unter Druck gesetzt und die Tore gemacht. So sind wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“ Ballgewinne weiter vorn, höherer Druck, klare Kante im Strafraum – und Effizienz in den entscheidenden Momenten gaben den Ausschlag.

Physis, Akzente und der Schlussakkord

Den Deckel auf einen intensiven Nachmittag setzte Benjamin Oberheinrich in Minute 80 mit dem 4:2. In Summe ordnete Staudacher die Kontrolle des Spiels als ausgeglichen ein: „Beim Ballbesitz war es ziemlich ausgeglichen.“ Gleichzeitig sparte er nicht mit Selbstkritik: „Meine Mannschaft hat den Gameplan überhaupt nicht gut umgesetzt. Ich wollte hoch anpressen.“ In den Zweikämpfen sah er Nuancen, insgesamt aber Augenhöhe. Bei den auffälligen Akteuren hob Staudacher die starke Kollektivreaktion hervor und lobte einzelne Positionen, die auf der linken Seite (Leon Wimmer und Martin Preissl) und im Zentrum viel Präsenz zeigten.

Den Blick nach vorn richtete der Trainer klar – es wartet ein Derby gegen den Lokalrivalen. Der Plan: „Wir werden jetzt die Woche richtig hart drei- bis viermal trainieren und wirklich Gas geben, damit die Punkte im Besitz bleiben.“ Zum Abschluss schickte Staudacher seinem Gegenüber auf der Landskron-Bank Reinhard Maier faire Grüße und wünschte alles Gute für die weitere Saison – ein stimmiges Ausrufezeichen unter ein intensives, am Ende verdientes 4:2.

2. Klasse B: Weißenstein/Töplitsch : Landskron 1b - 4:2 (1:1)

  • 80
    Benjamin Oberheinrich 4:2
  • 60
    Christoph Ernst Ebner 3:2
  • 55
    Nirmel Bajramovic 2:2
  • 49
    Lukas Tauchhammer 1:2
  • 15
    Lukas Tauchhammer 1:1
  • 11
    Zan Yazbeck Lavric Pregelj 1:0