Ein Nachmittag in der 2. Klasse B, an dem vieles erst nach dem Seitenwechsel kippte: Beim Duell zwischen ASKÖ St. Egyden und Rothenthurn 1b ordnete Trainer Martin Koreiman die Partie selbstkritisch ein – unzufrieden mit dem Auftritt vor der Pause, erleichtert über den Wirkungstreffer unmittelbar danach und mit klaren Worten für seinen prägenden Offensivmann. Am Ende stand ein verdienter 3:0-Heimsieg. Gleichzeitig fand er anerkennende Töne für den Gegner, der aus seiner Sicht vor allem in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe und offensiv auffällig agierte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Zur Halbzeit stand es 0:0, und in dieser Phase sah der Trainer noch wenig von dem, was er sich vorgenommen hatte. „Mit der ersten Halbzeit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Da hat gar nichts so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben“, hielt er fest. Der Start in den zweiten Durchgang brachte dann den ersehnten Impuls: In der 47. Minute stellte Kilian Nemetz auf 1:0. Auf diesen Moment bezogen sagte Koreiman: „Das Tor gleich nach der Halbzeit hat uns sicher geholfen, besser ins Spiel zu finden.“ Mit wachsendem Selbstvertrauen verschob sich die Statik der Partie spürbar. Koreiman beschrieb die Kräfteverhältnisse so: „In der ersten Hälfte war es ausgeglichen. In der zweiten Hälfte waren wir dann klar die dominantere Mannschaft.“ Damit fügte sich das Bild einer Begegnung, die zwar zäh begann, in der aber der erste Punch nach dem Seitenwechsel zum Beschleuniger für den weiteren Verlauf wurde.
Auf den Führungstreffer folgten die entscheidenden Nadelstiche: Semjon Jauk traf in der 55. Minute zum 2:0 und in der 77. Minute zum 3:0 und setzte damit die offensiven Ausrufezeichen der zweiten Hälfte. Koreiman hob die Rolle seines Offensivmanns ausdrücklich hervor und erklärte: „Ja, unsere Nummer 11, Semjon Jauk, war ganz klar Spieler des Spiels, weil er unermüdlich für die Mannschaft arbeitet und heute zwei wunderschöne Tore geschossen hat.“ Dass der Trainer dabei Arbeitsethos und Abschlussqualität gleichermaßen betonte, passt zu seiner generellen Einordnung des Nachmittags: Der Auftritt nach dem Seitenwechsel trug eine deutlichere Handschrift, während er den Abschnitt davor kritisch sah. „Die zweite Hälfte war in Ordnung“, fasste er die Entwicklung zusammen – ein Satz, der die Mischung aus Erleichterung und Anspruchshaltung gut spürbar macht.
Bei aller Zufriedenheit mit dem Auftritt nach der Pause vergaß Koreiman den Gegner nicht. „Rothenthurn hat speziell in der ersten Hälfte richtig gut gespielt und sich offensiv sehr, sehr gut angestellt“, sagte er – ein Hinweis darauf, wie ausgeglichen die ersten 45 Minuten tatsächlich waren, bevor St. Egyden den Takt übernahm. Parallel dazu blieb der Trainer bei Personalfragen gelassen: „Wir haben die eine oder andere kleinere Verletzung, aber nichts Dramatisches.“ In der Summe ergab sich für ihn ein stimmiges Gesamtbild aus Anspruch und Anerkennung – kritisch im Detail, klar in der Bewertung der Kräfteverhältnisse nach dem Seitenwechsel. „Aufgrund der starken zweiten Halbzeit war das Ergebnis auch in dieser Höhe gerecht“, brachte Koreiman seine Sicht auf den Punkt. Der Weg dorthin führte über das 0:0 zur Pause, den schnellen Treffer kurz nach dem Wiederanpfiff und einen zielstrebigen Schlussteil, in dem St. Egyden die Kontrolle hielt und die Weichen mit den Toren in der 55. und 77. Minute endgültig stellte.