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„Wir haben uns verjüngert und sind als Mannschaft gewachsen“ – Feffernitz zieht eine positive Zwischenbilanz

SV Feffernitz

In der 2. Klasse B geht SV Rapid Feffernitz mit einem guten Gefühl in die nächste Phase. Trainer Mario Oliver Kerschbaumer zieht nach der vergangenen Saisonhälfte eine positive Bilanz, weil sich die Mannschaft verjüngt hat und trotzdem konstant vorne dabei blieb. Vor allem offensiv sieht der Coach sein Team gut aufgestellt. Gleichzeitig macht er kein Geheimnis daraus, dass in der Defensive noch Arbeit wartet.

Weitwinkelaufnahme eines Fußballspiels mit Flutlicht

Foto von Abigail Keenan auf Unsplash

Junge Mannschaft, stabile Platzierung

Dass Feffernitz über weite Strecken ganz vorne mitgespielt hat, passt zur Einschätzung des Trainers. Der Tabellenverlauf zeigt ein klares Bild: Die Mannschaft war fast durchgehend im Spitzenfeld zu finden, stand zwischenzeitlich sogar ganz oben und lag danach meist auf Rang zwei. Kerschbaumer stellt in seinem Rückblick aber nicht nur die Platzierung in den Vordergrund. „Was mir gefallen hat, war, dass wir uns verjüngert haben und als Mannschaft gewachsen sind“, sagt der Trainer. Genau darin sieht er den wichtigsten Punkt der vergangenen Monate. Es geht in seiner Bilanz also nicht bloß um Zahlen, sondern um die Entwicklung der Gruppe. Auch auf die Liga insgesamt blickt er mit Respekt. Einen einzelnen Konkurrenten wollte er nicht herausheben, weil sich aus seiner Sicht „eigentlich alle Vereine ziemlich gut weiterentwickelt“ haben.

Viele Tore nach vorne, hinten sieht der Trainer noch Luft

Gerade nach vorne hat Feffernitz dem Trainer zufolge viel Qualität. Kerschbaumer formuliert das klar und ohne Umschweife: „Offensiv sind wir gut aufgestellt.“ Die letzten Ergebnisse geben dieser Einschätzung einiges an Gewicht. Beim 7:1 bei ASKÖ St. Egyden und zuletzt beim 7:1 gegen Rothenthurn 1b zeigte sich, wie gefährlich die Mannschaft werden kann, wenn sie ins Rollen kommt. Gleichzeitig gab es aber auch Resultate, die den zweiten Teil seiner Analyse unterstreichen. Das 3:3 gegen ASKÖ Bodensdorf, das 5:5 gegen FC Rennweg und auch das 1:2 gegen SV Treffen zeigen, warum der Trainer noch Reserven erkennt. „Defensiv haben wir noch Verbesserungspotenzial“, sagt Kerschbaumer. Genau dort dürfte in der nächsten Phase ein klarer Schwerpunkt liegen, wenn Feffernitz den nächsten Schritt machen will.

Kein Abgang, drei Neue und Ruhe im Verein

Ein großer Pluspunkt ist für Feffernitz, dass der Kader zusammengeblieben ist. „Bei uns sind alle Spieler an Bord geblieben. Es hat noch keiner den Verein verlassen“, sagt Kerschbaumer. Gerade in einer Mannschaft, die sich im Umbau befindet und dennoch vorne mitspielt, ist das ein wichtiger Faktor. Dazu kommen drei Neuzugänge, die zusätzliche Möglichkeiten bringen sollen. Mit Thomas Dawanik aus Bad Kleinkirchheim kommt ein Offensivspieler, Kevin Hinteregger wechselt aus Treffen ins Mittelfeld, und Rafael Matchek stößt aus Landskron dazu. Auch abseits des Rasens setzt der Verein auf Kontinuität. An der Vereinsstruktur ändert sich nichts, und der Trainer spricht von einer „angenehmen Zusammenarbeit im Verein“. Dazu kommt eine ruhige Personalsituation, denn aktuell sind laut Kerschbaumer alle Spieler fit und es gibt keine angeschlagenen Akteure.

Torjäger bleibt, erfahrene Kräfte bleiben wichtig

Dass Feffernitz seine wichtigsten Figuren halten konnte, ist für den Trainer mindestens so wertvoll wie jeder Neuzugang. Besonders froh ist er darüber, dass sein bester Torschütze im Verein geblieben ist. „Ich bin froh, dass ich Kärntens besten Torschützen in meinen Reihen habe. Und der ist auch geblieben. Das ist wichtig“, sagt Kerschbaumer. Gleichzeitig hebt er nicht nur die Offensivkräfte hervor, sondern auch die erfahrenen Spieler, die den Weg der Mannschaft mittragen und beim Umbau geholfen haben. „Auf die arrivierten Spieler in Feffernitz bin ich sehr stolz, weil sie mir geholfen haben, die Mannschaft umzubauen“, sagt der Trainer. Exemplarisch nannte er dabei Fabio Erlacher. Der Ausblick ist damit klar umrissen: Feffernitz will den eingeschlagenen Weg fortsetzen, vorne gefährlich bleiben und vor allem hinten noch stabiler werden.