In einem Feldkirchner Bezirksderby treffen in der 20. Runde der 2. Klasse C der ASKÖ Bodensdorf und der SV St. Urban – am Samstag, dem 24. Mai, mit Beginn um 17:00 Uhr – aufeinander. Während die Gäste (St. Urban mit 24 Punkten auf dem siebenten Tabellenplatz) zuletzt mit einem 5:0-Sieg gegen Metnitztal überzeugten, musste Bodensdorf – zum Ärger von Trainer Michael Lattacher – eine 0:5-Niederlage in Weitensfeld hinnehmen. In einem Ligaportal-Interview analysiert Trainer Michael Lattacher diese Niederlage und beantwortet weitere Fragen.
Spiel: 2. Klasse C – 20. Runde / ASKÖ Bodensdorf – SV St. Urban / 24. Mai – 17:00 Uhr – Bodensdorf Sportplatz
Schiedsrichter: Lukas Mumme / A1: Fabian Oberschneider / KFV-Beobachterin: Maria Trampusch
Interview mit ASKÖ Bodensdorf-Trainer Michael Lattacher
Die erste Halbzeit war eigentlich ganz okay, wir sind mit einem 0:0 in die Pause gegangen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann – bedingt durch das große Spielfeld – leistungsmäßig und konditionell zurückgefallen und mussten dem großem Platz Tribut zollen. Auch die mangelnde Qualität in der Kaderdichte hat da eine Rolle gespielt. Weitensfeld hat in der zweiten Hälfte sehr gut gespielt. Nachdem wir mit drei Toren in Rückstand geraten sind, haben sich einige meiner Spieler aufgegeben, und der Gegner war drauf und dran, über uns drüberzufahren. Ich war – nach der Aussage vom Spielfeld „Es ist eh egal, wie hoch wir verlieren!“ – total sauer und musste der Mannschaft klare Worte übermitteln. Nach dem fünften Gegentreffer haben meine Spieler dann wieder ein wenig Gegenwehr gezeigt. Ohne dieses Wachrütteln hätte der Sieg des Gegners mit Sicherheit noch höher ausfallen können.
Eines ist klar: Als Michael Lattacher und als Trainer müssen mich meine Spieler jetzt mit Charakter überzeugen. Es ist möglich, ein Spiel zu verlieren – aber es geht immer darum, wie man verliert. Solche Aussagen wie im Spiel gegen Weitensfeld sind inakzeptabel und machen mich wütend. Gegen St. Urban erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe. Uns trennen nicht viele Punkte, und in der Tabelle sind wir direkte Nachbarn. Auch das Torverhältnis ist nahezu identisch. Es wird kein leichtes Spiel und derjenige der die Fehler des Gegners besser in einen Erfolg ausnutzen kann wird als glücklicher Sieger vom Platz gehen.
Beide Vereine verfügen über eine eher kleine Spielfläche, also ist dies für keinen der Beiden ein Vorteil. Bei uns fehlen zwei wichtige Spieler, denn Andreas Michael Hofmeister ist nach wie vor verletzt und hinter dem Einsatz von Emir Ljubijankic steht ein Fragezeichen, denn er will einen wichtigen familiären Termin wahrnehmen. Vielleicht ist unser Untergrund ein Vorteil für uns, denn derzeit scheint der Rasen sehr rutschig zu sein.
Die einzige Prognose, die ich abgeben ist, dass ich von der ersten bis zur letzten Minute einen Zusammenhalt und Einsatz sehen will. Sicher, ein Heimerfolg wäre schön, aber egal wie das Spiel ausgeht: „Trainer Lattacher fordert Einsatz und Charakter von seinen Spielern!“ Nur mit diesen Tugendenden können sie mich in diesem Spiel überzeugen.
Klaus Slamanig