In der 2. Klasse C schloss Krumpendorf die abgelaufene Saison als Achter mit 36 Punkten ab. Trainer Martin Tine Kaiser blickt dabei erstaunlich ruhig nach vorne. Die Stimmung passt, die Truppe hat im Frühjahr viele richtige Dinge gemacht – und genau daran will man anknüpfen. Sorgen bereitet aktuell nur die Torhüterfrage: Der einzige Tormann ist angeschlagen, ein zweiter wird gesucht. Das Ziel ist klar formuliert: vorne andocken und idealerweise in die Top fünf.

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Martin Tine Kaiser schildert die Lage ohne Hektik. Die Tabelle weist 36 Zähler und Rang acht aus, über weite Strecken lag sein Team im Bereich zwischen Platz acht und zehn, zum Saisonende hat sich Krumpendorf dort stabilisiert. Entscheidend sei für ihn aber das Gefühl in der Gruppe. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wenn das so weiterläuft und die Stimmung passt, ist in der neuen Saison eine Steigerung möglich“, sagt der Coach. Einzelne Spieler will er nicht herausheben: „Im Frühjahr war die gesamte Mannschaft top, darauf wollen wir aufbauen.“ Auch abseits des Rasens herrscht Kontinuität: „Es bleibt alles beim Alten.“ Für Kaiser ist das ein Plus, weil klare Abläufe die tägliche Arbeit einfacher machen.
Die größte offene Baustelle liegt zwischen den Pfosten. „Derzeit gibt es abgesehen von unserem Tormann keine angeschlagenen Spieler. Ich hoffe, dass er fit wird. Er ist unser einziger Tormann. Vielleicht finden wir noch einen zweiten, das wäre ganz wichtig“, beschreibt Kaiser die Lage unverblümt. An Lösungen wird gearbeitet, übereilt wird aber nichts: „Es gibt die einen oder anderen Gespräche, aber es ist noch nichts spruchreif.“ Transfers? Bislang Fehlanzeige. „Nein, bis jetzt noch nicht“, hält der Trainer fest. Genau diese Mischung aus Gelassenheit und Klarheit zieht sich durch seine Antworten: erst die Hausaufgaben machen, dann entscheiden.
Beim Ausblick wird Kaiser konkret. „Wir wollen noch besser agieren als im Frühjahr. Eine Rangverbesserung ist definitiv möglich. Unter die Top fünf wäre ideal, vorne mitspielen – das ist unser Ziel“, sagt er. Als Messlatte taugt der frischgebackene Meister allemal. „Weitensfeld war klar überlegen und hat die Meisterschaft sehr souverän gewonnen“, ordnet Kaiser die Liga ein. Dass Krumpendorf Schritt für Schritt näher an diese Spitze rücken will, passt zur Tonlage des Trainers. Los geht’s bald: „Ich hoffe, dass alle frisch und munter beim Trainingsauftakt erscheinen und wir am nächsten Dienstag voll loslegen können.“ Mit guter Stimmung, einem klaren Fahrplan und möglichst zwei Tormännern soll der nächste Schritt gelingen.