In der 2. Klasse C hat SV Union Gurk die Saison mit einem 3:2 bei SV Himmelberg abgeschlossen und Rang drei mit 50 Punkten fixiert. Trainer Stefan Luschin zieht nach seiner Übernahme im Winter ein positives Fazit, obwohl seine Mannschaft oft umbauen musste. Vor allem der Teamgeist stimmt ihn zuversichtlich. Die Richtung für die neue Saison ist für ihn ohnehin klar: "Wir wollen aufsteigen."

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Luschin kam erst im Winter dazu und musste in seiner ersten Phase als Trainer gleich mit schwierigen Voraussetzungen arbeiten. Immer wieder fehlten Spieler verletzt oder gesperrt, dazu musste die Startelf laut seiner Schilderung fast Woche für Woche verändert werden. Genau das ist für ihn aber ein wichtiger Teil dieser Rückschau, weil Gurk unter diesen Umständen nicht eingebrochen ist, sondern sich stabil gehalten und am Ende sogar auf Rang drei abgeschlossen hat. "Wir haben eine sehr gute Rückrunde gespielt", sagt der Trainer. Noch wichtiger ist für ihn die Erklärung dahinter: "Die Jungs haben das wahnsinnig gut kompensiert durch den Teamgeist und den Teamspirit." Dass diese Einschätzung nicht nur eine Floskel ist, zeigt auch der Schlussspurt mit zehn Punkten aus den letzten fünf Spielen. Auf das 3:3 gegen ASKÖ Poggersdorf Youngsters und das 0:2 gegen Krumpendorf folgten Siege gegen SG Wölfnitz/Oberglan 1b, SV St. Urban und zum Abschluss auch gegen SV Himmelberg. So hat sich Gurk nach einer Saison, in der die Mannschaft lange zwischen Rang drei und vier unterwegs war, noch einmal sauber nach vorne gearbeitet.
Dass Gurk trotz dieser Phase nicht mehr ganz an die ersten beiden Plätze herangekommen ist, spricht Luschin offen an. Rang drei mit 50 Punkten ist für ihn kein schlechtes Ergebnis, aber eben auch nicht das Ende der Entwicklung. "Wir sind in der Rückrunde nicht ganz an die ersten zwei Plätze herangekommen", sagt er und nennt auch gleich den Grund, den er in seinem Kader gesehen hat. "Der gewisse Unterschiedsspieler hat einfach gefehlt, aber das wird sich in der neuen Saison ändern." Genau daraus leitet sich auch das klare Ziel ab. Luschin formuliert es ohne Umschweife: "Wir wollen in der neuen Saison aufsteigen." Passend dazu verweist er auch auf die Bedeutung eines breiten Kaders. Nur ein Spieler hat den Verein verlassen, der Rest des Aufgebots blieb zusammen. Für den Trainer ist das ein wichtiger Punkt, weil eine lange Saison nicht nur Qualität, sondern auch Tiefe verlangt. Er rechnet damit, dass es im Konkurrenzkampf um Plätze natürlich Reibung geben kann, sieht das aber klar als Traineraufgabe: Er müsse diese Situationen moderieren und die Mannschaft dabei zusammenhalten.
Damit die Qualität im Kader steigt, hat Gurk bereits reagiert. Besonders hervorhebt Luschin den Zugang von Florian Novak, den er als "Offensiv-Allrounder" beschreibt. Novak kam von WSG Wietersdorf und hat dort laut Luschin zuletzt "16 Tore" erzielt. Dazu holte Gurk mit Tobias Höfferer einen zentralen Mittelfeldspieler des Jahrgangs 2008, den der Trainer ausdrücklich als großes Talent aus dem Bezirk einordnet. Mit Benjamin Pankratz kommt ein junger Defensivspieler, der auf der Sechs oder außen einsetzbar ist, mit Marcel Sulzer kommt ein Defensiv-Allrounder dazu, außerdem wurden mit Jakob Rabensteiner, Florian Bischof und Marcel Krenbucher weitere Spieler eingebunden. Über dieses Trio sagt Luschin, dass sie "wieder Freude am Fußball gewinnen" und sich zunächst im Trainingsbetrieb zeigen sollen. Besonders erfreulich ist für ihn auch die Rückkehr von David Schrittesser. Ganz sorgenfrei ist die Personallage aber nicht. Thomas Monay fehlt bereits seit über einem halben Jahr wegen Problemen am Knöchel, sein genauer Wiedereinstieg ist weiter offen. Bei Florian Kronlechner hofft man nach einem Muskelfaserriss am hinteren Oberschenkel auf baldige Besserung, zum Start der Vorbereitung wird er aber noch nicht dabei sein.
Dass Luschin nun nicht nur kurzfristig aushelfen, sondern in Gurk wirklich etwas aufbauen will, hängt auch mit seiner persönlichen Situation zusammen. Ursprünglich war seine Übernahme nur für eine halbe Saison gedacht, inzwischen spricht er sehr deutlich darüber, warum er geblieben ist. Nach schwierigen Monaten zu Beginn des Jahres (privat) habe ihn der Verein stark unterstützt. "Die Union ist brutal hinter mir gestanden und hat mich in allen Belangen unterstützt", sagt er. Daraus ist für ihn auch ein persönlicher Antrieb geworden: "Ich möchte jetzt einfach etwas zurückgeben." Entsprechend groß ist seine Wertschätzung für die Vereinsführung Obmann Klingbacher Alexander und Kassier Maximilian Lattacher, die Jungs führen den Verein sehr professionell, mit Weitblick und mit sehr viel Leidenschaft. Noch direkter wird er bei seiner Motivation: "Es taugt mir einfach, für meinen Heimatverein an der Seitenlinie zu stehen und die Jungs zu entwickeln." Am Montag startet Gurk in die Vorbereitung. Danach folgen die ersten Testspiele, ehe im KFV-Cup ein Kärntner-Ligist in die Domarena kommt. Der Blick geht also bereits klar nach vorne. Vor dem 80. Jubiläumsjahr 2027 will sich Gurk sportlich in Stellung bringen – und Luschin macht kein Geheimnis daraus, dass er seine Mannschaft dafür in einer besseren Ausgangslage sieht als noch vor ein paar Monaten.