Nach dem Vizemeistertitel in der 2. Klasse C blickt der ASKÖ Techelsberg mit viel Rückenwind, aber auch mit Realismus nach vorne. Trainer Günter Josef Hutze spricht von einem großen Schritt nach fast zwanzig Jahren und gibt zugleich ein klares Ziel aus: „Das Ziel ist, die Klasse zu halten.“ Die Stimmung im Verein ist gut, die Mannschaft gönnt sich noch Pause und legt Anfang Juli los. Am Kader wurde bereits an der Torhüter-Position gedreht, weitere Verstärkungen – vor allem hinten und vorne – sollen folgen. Fix ist auch: Der Kapitän verpasst den Start.

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Hutze ordnet den starken Frühling und die stabile Saisonleistung nüchtern ein. „Die letzte Saison war für den ASKÖ Techelsberg sehr erfolgreich, wir waren unter den ersten zwei und haben den Aufstieg geschafft“, sagt der Coach. Für ihn ist der Schritt nach oben vor allem Bestätigung harter Arbeit – und Auftrag für die nächste Etappe. „Verbesserungspotenzial gibt’s immer. Man sollte sich als Spieler wie als Trainer weiterentwickeln, um weiter erfolgreichen Fußball zu spielen.“ Der Vizemeistertitel ist damit abgehakt, der Fokus liegt jetzt woanders. Techelsberg will in der Ersten Klasse ankommen, ohne die Geduld zu verlieren – lieber Schritt für Schritt, als zu viel auf einmal zu wollen.
Aktuell ist Ruhe am Platz, aber nur noch kurz. „Die Spieler haben zurzeit Pause und gönnen sich eine Auszeit. Anfang Juli starten wir mit der Vorbereitung“, erklärt Hutze. Im Hintergrund wird bereits geschraubt: „Der Torwart hat seine Karriere beendet, wir haben einen neuen Torwart verpflichtet“, so der Trainer. Damit ist es noch nicht getan, denn die Decke ist dünn. „Unser Kader ist nicht sehr breit, deshalb suchen wir weiter Spieler und hoffen, noch jemanden zu bekommen, der uns hilft, in der Ersten Klasse zu bleiben.“ Konkret wird er ebenfalls: „Wir suchen in der Verteidigung und im Sturm Spieler, die uns weiterhelfen.“ Die Botschaft ist klar – wer passt, darf sich melden.
Sportlich plant Techelsberg den Start ohne seinen Kapitän. „Unser Kapitän Lukas Gollner wird den Start der Meisterschaft versäumen, er hat Probleme im Rückenbereich“, sagt Hutze. Komplett schwarz sieht er trotzdem nicht: „Der Rest der Langzeitverletzten sollte großteils hoffentlich zurückkommen, die im Frühjahr ausgefallen sind.“ Ein Ausfall bleibt allerdings lange Thema: „Einen Langzeitverletzten haben wir noch, der wird erst 2027 zurückkehren.“ Zwischen diesen Polen – Geduld und Hoffnung – setzt der Trainer auf Stabilität über das Kollektiv. „Wir haben Spieler, die durch den guten Run gewachsen sind, Verantwortung übernommen und Positionen bespielt haben, die sie vorher nicht gespielt haben. Das gibt uns neue Möglichkeiten am Feld.“
Dass der neue Alltag kein Spaziergang wird, hat Hutze im letzten Jahr mehrfach gesehen – und er benennt einen Gegner, der Eindruck hinterlassen hat: „Die junge Mannschaft der SG Wölfnitz/Oberglan 1b hat mich am meisten beeindruckt: hohes Tempo, hohe Beweglichkeit über neunzig Minuten, gute Ballkontrolle, schnelles Spiel nach vorne und immer wieder die tiefen Bälle gesucht.“ Für Techelsberg ergibt sich daraus ein einfacher Plan: Haltung zeigen, fleißig arbeiten, Chancen nutzen. „Für uns ist es wichtig, in der Ersten Klasse anzukommen. Das Ziel ist, die Klasse zu halten. Es wird schwer“, betont Hutze. Deshalb bleibt die Tür für Verstärkungen offen – idealerweise erfahrene Stützen für Abwehr und Angriff, die das gute Gerüst sofort breiter machen.